Saving Private Ryan

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Steven Spielberg
Besetzung: Tom Hanks (Captain Miller), Edward Burns (Private Reiben), Tom Sizemore (Sergeant Horvath), Matt Damon (Private Ryan), Barry Pepper (Private Jackson), Vin Diesel (Private Caparzo), Giovanni Ribisi (T-4 Medic Wade), Adam Goldberg (Private Mellish), Jeremy Davies (Corporal Upham), Ted Danson (Captain Hamill), Paul Giamatti (Sergeant Hill), Dennis Farina (Lt. Col. Anderson)
Produktion: Steven Spielberg, Ian Bryce, Mark Gordon, Gary Levinsohn
Drehbuch: Robert Rodat
Filmmusik: John Williams
Kamera: Janusz Kaminski
Schnitt: Michael Kahn
Story:
Normandie, 6. Juni 1944: Mit der Landung der alliierten Truppen beginnt die Invasion des von Deutschland besetzten Westeuropas. Captain John Miller überlebt mit seinen Männern die verlustreichen Kämpfe am Strand und erhält kurz darauf einen ungewöhnlichen Auftrag: Gemeinsam mit einer kleinen Einheit soll er sich hinter die feindlichen Linien begeben und den Fallschirmjäger James Ryan finden. Ryans drei Brüder sind innerhalb kurzer Zeit im Krieg gefallen. Um seiner Mutter nicht auch noch den letzten Sohn zu nehmen, soll James aus dem Kampfgebiet zurückgeholt und nach Hause geschickt werden. Für Miller und seine Männer beginnt eine gefährliche Suche durch das umkämpfte Frankreich, bei der zunehmend die Frage aufkommt, wie viele Menschenleben geopfert werden dürfen, um ein einziges zu retten.
Heimkino-Filmkritik:
Die Anfangssequenz reißt den Zuschauer direkt mitten hinein ins Geschehen. Die wackelige Handkamera, die Nähe zu den Protagonisten und die intensive Soundkulisse samt herausragendem Tonschnitt lassen das grausame Kriegsszenario erschreckend real erscheinen. Mit abgetrennten Gliedmaßen, brennenden Menschen und herausquellenden Gedärmen bewegt sich „Der Soldat James Ryan“ in seinen ersten knapp 25 Minuten nah an der Grenze des Erträglichen und verdeutlicht dabei schonungslos die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges. Das Meer färbt sich blutrot – und gerade hier, zu Beginn des Films, entfaltet das Werk seine wohl prägendsten Momente. Matt Damon, der erst im letzten Drittel des Films in Erscheinung tritt, und Tom Hanks bestechen allein durch ihre Leinwandpräsenz. Auch einige ruhigere Szenen, in denen sich die Soldaten inmitten der Ruinen auf die bevorstehende Schlacht vorbereiten, sind atmosphärisch hervorragend gelungen. Die stärksten Momente des Films bleiben jedoch die actionreichen Schlachten und intensiven Sterbeszenen. Schließlich handelt es sich um einen Kriegsfilm – und Regisseur Steven Spielberg zeigt eindrucksvoll, dass er sein Handwerk versteht. Das ist großes, mitunter allerdings auch sehr amerikanisch-patriotisches Kino mit hohem Unterhaltungswert. Der heroische Grundton verhindert jedoch eine noch bessere Wertung.
Zusatzinfos:
Die Grundidee von „Der Soldat James Ryan“ weist Parallelen zum Schicksal der vier Niland-Brüder aus dem US-Bundesstaat New York auf. Während des Zweiten Weltkriegs ging das US-Militär zeitweise davon aus, dass drei der Brüder gefallen seien: Robert und Preston Niland kamen im Juni 1944 tatsächlich ums Leben, während Edward Niland nach dem Abschuss seines Flugzeugs über Burma als vermisst und zunächst ebenfalls als tot galt. Tatsächlich befand er sich in japanischer Kriegsgefangenschaft und kehrte nach Kriegsende nach Hause zurück. Der vierte Bruder, Frederick „Fritz“ Niland, wurde aus dem Kampfgebiet abgezogen und in die USA zurückgeschickt. Die im Film gezeigte gefährliche Suche eines Soldatentrupps nach James Ryan ist jedoch frei erfunden; eine vergleichbare Rettungsmission für Fritz Niland hat es nicht gegeben.
Für die berühmte Landung am Omaha Beach betrieb Steven Spielberg einen enormen Aufwand. Die Sequenz wurde nicht an der französischen Originalküste, sondern überwiegend am Curracloe Beach im irischen County Wexford gedreht, dessen Landschaft dem Omaha Beach ähnelte. Rund 1.000 Statisten kamen dabei zum Einsatz, darunter auch Angehörige der irischen Armee. Die Dreharbeiten für die etwa 20-minütige Sequenz dauerten mehrere Wochen.
Gerade die Landungssequenz zu Beginn des Films wurde stilprägend und beeinflusste zahlreiche spätere Kriegsfilme, Serien und Videospiele.
Der enorme Erfolg des Films führte einige Jahre später zu einer erneuten Zusammenarbeit von Steven Spielberg und Tom Hanks. Beide produzierten für HBO die 2001 veröffentlichte zehnteilige Miniserie „Band of Brothers – Wir waren wie Brüder“. 2010 folgte mit „The Pacific“ eine weitere von Spielberg und Hanks produzierte Miniserie.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Der beste Trick, um einzuschlafen, ist, zu versuchen, sich wachzuhalten.“
Auszeichnungen:
5 Oscars:
Beste Regie (Steven Spielberg)
Beste Kamera
Bester Ton
Bester Schnitt
Bester Toneffektschnitt
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Trailer
Soundtrack
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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.
Bewertung
Action: ★★★★★
Anspruch: ★★☆☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★★☆
Humor: ☆☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
88,50 %
Meine Wertung:
8/10
Gesamtwertung:
84,30 %
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