Heimkino-Filmkritik

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Short Cuts

Short Cuts


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Robert Altman

Besetzung: Andie MacDowell (Ann Finnigan), Bruce Davison (Howard Finnigan), Jack Lemmon (Paul Finnigan), Julianne Moore (Marian Wyman), Matthew Modine (Dr. Ralph Wyman), Anne Archer (Claire Kane), Fred Ward (Stuart Kane), Madeleine Stowe (Sherri Shepard), Tom Waits (Earl Piggott), Lily Tomlin (Doreen Piggott), Jennifer Jason Leigh (Lois Kaiser), Chris Penn (Jerry Kaiser), Lili Taylor (Honey Bush), Robert Downey jr. (Bill Bush), Tim Robbins (Gene Shepard), Frances McDormand (Betty Weathers), Peter Gallagher (Stormy Weathers), Annie Ross (Tess Trainer), Lori Singer (Zoe Trainer), Lyle Lovett (Andy Bitkower)

Produktion: Cary Brokaw

Drehbuch: Robert Altman, Frank Barhydt

Buchvorlage: Raymond Carver

Filmmusik: Mark Isham

Kamera: Walt Lloyd

Schnitt: Geraldine Peroni, Suzy Elmiger

Story:

In Los Angeles kreuzen sich die Lebenswege zahlreicher Menschen, die auf den ersten Blick kaum etwas miteinander verbindet. Während Pilot Stormy Weathers mit der Trennung von seiner untreuen Frau Betty zu kämpfen hat, führt der Polizist Gene Shepard eine Affäre und versucht zugleich, sein eigenes Familienleben aufrechtzuerhalten. Der Chirurg Dr. Ralph Wyman wiederum kämpft mit privaten Problemen, während ein tragischer Unfall das Leben einer anderen Familie von einem Moment auf den nächsten verändert. Nach und nach entstehen immer neue Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Figuren. Beziehungen geraten ins Wanken, alte Konflikte brechen auf und scheinbar alltägliche Begegnungen nehmen unerwartete Wendungen. Während jeder mit seinen eigenen Sehnsüchten, Enttäuschungen und persönlichen Abgründen beschäftigt ist, zeigt sich zunehmend, wie eng die Schicksale dieser Menschen miteinander verwoben sind.


Heimkino-Filmkritik:

„Short Cuts“ von Regisseur Robert Altman ist ein anspruchsvoller Episodenfilm und zugleich ein Klassiker des 1990er-Jahre-Kinos. Die Besetzung ist phänomenal, die Dialoge sind großartig und die zahlreichen Charaktere werden behutsam entfaltet. Geschickt werden die unterschiedlichen Erzählstränge miteinander verwoben, indem sich die Figuren immer wieder begegnen und Zusammenhänge entstehen, die sich mitunter nur dem Zuschauer erschließen. Das Tempo des Films ist insgesamt gemächlich, dennoch entwickelt die Erzählung einen ungeheuren Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Altman gelingt eine authentisch wirkende Milieuschilderung des Lebens in Los Angeles, die zahlreiche individuelle Schicksale zu einem großen gesellschaftlichen Gesamtbild verbindet. Auffällig ist dabei, dass viele Figuren für ihr teilweise fragwürdiges Handeln letztlich keine Konsequenzen tragen müssen. Dadurch zeichnet „Short Cuts“ zunehmend ein ernüchterndes und pessimistisches Bild der Gesellschaft.

Zusatzinfos:

Der Film basiert nicht auf einem einzelnen Roman, sondern auf neun Kurzgeschichten und einem Gedicht des US-Schriftstellers Raymond Carver. Die Geschichten waren ursprünglich voneinander unabhängig. Robert Altman und Co-Autor Frank Barhydt verknüpften die Figuren und Ereignisse erst für den Film miteinander und verlegten die Handlung nach Los Angeles.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Das Ziel dieses Krieges ist klar: die Fruchtfliege soll vernichtet werden, bevor sie uns vernichtet.“

Auszeichnungen:

  • Golden Globe in der Kategorie „Spezialpreis – Bestes Ensemble“
  • Goldener Löwe als „Bester Film“ und Volpi Cup für das „Beste Ensemble“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig
  • Bodil Award in der Kategorie „Bester amerikanischer Film“

  • Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Regie“ (Robert Altman)
  • Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie „Bestes Drehbuch“
  • Nominierung für den César in der Kategorie „Bester ausländischer Film“

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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Bewertung

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