Heimkino-Filmkritik

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Amores Perros – Was ist Liebe?

Amores Perros


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Alejandro González Iñárritu

Besetzung: Emilio Echevarría (El Chivo), Gael García Bernal (Octavio), Goya Toledo (Valeria), Álvaro Guerrero (Daniel), Vanessa Bauche (Susana), Jorge Salinas (Luis Miranda Solares), Marco Pérez (Ramiro), Rodrigo Murray (Gustavo), Humberto Busto (Jorge)

Produktion: Alejandro González Iñárritu

Drehbuch: Guillermo Arriaga

Filmmusik: Gustavo Santaolalla

Kamera: Rodrigo Prieto

Schnitt: Alejandro González Iñárritu, Luis Carballar, Fernando Pérez Unda

Story:

Ein schwerer Autounfall in den Straßen von Mexiko-Stadt verbindet auf tragische Weise die Schicksale dreier Menschen, deren Leben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Der junge Octavio träumt davon, mit der Frau seines Bruders ein neues Leben zu beginnen, und setzt dabei auf die Einnahmen aus illegalen Hundekämpfen. Der Verleger Daniel gibt seine Familie für eine leidenschaftliche Beziehung mit dem Model Valeria auf, muss jedoch bald erkennen, dass Glück und Erfolg vergänglich sein können. Gleichzeitig streift der ehemalige Revolutionär und heutige Auftragskiller El Chivo mit seinen Hunden durch die Straßen der Stadt und sucht nach einem Weg zur Versöhnung mit seiner Vergangenheit.


Heimkino-Filmkritik:

Alejandro González Iñárritu gelingt es meisterhaft in diesen emotionalen Episodenfilm unterschiedliche Erzählstränge und zahlreiche Charaktere einzubinden, ohne das die Übersicht verloren geht. Die Atmosphäre von Mexiko-Stadt wird sehr schön eingefangen, die Darsteller erreichen mit ihrem Spiel eine hohe Intensität und die unterschiedlichen Charaktere sind gut ausgearbeitet. In den drei miteinander verwobenen Geschichten erzählt Alejandro González Iñárritu von Liebe, Verlust, Schuld und Hoffnung und zeichnet ein schonungsloses Bild menschlicher Sehnsüchte und Abgründe. Dabei ist der gesamte Film – trotz einer Laufzeit von etwa 150 Minuten – kurzweilig und die verschiedenen Episoden sehr abwechslungsreich. Intelligentes Kino, das an den Bildschirm fesselt. – Dieser erste ist auch der stärkste Film, der von Iñárritu inszenierten Trilogie über Schicksal und Zufall, Ursache und Wirkung, die er mit den Filmen „21 Gramm“ (2003) und „Babel“ (2006) erfolgreich fortsetzen konnte.

 

 

Zusatzinfos:

„Amores Perros“ ist der erste Spielfilm des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu und markierte den Beginn seiner internationalen Karriere. Mit einem vergleichsweise bescheidenen Budget von rund zwei Millionen US-Dollar entstand ein Werk, das sich schnell zu einem der bedeutendsten Filme des modernen mexikanischen Kinos entwickelte.

Besonders die realistisch inszenierten Hundekämpfe sorgten nach der Veröffentlichung für Diskussionen. Mehrere Tierschutzorganisationen äußerten Bedenken hinsichtlich einzelner Szenen. Die Filmemacher betonten jedoch ausdrücklich, dass bei den Dreharbeiten keine Tiere getötet oder schwer verletzt wurden. Entsprechende Hinweise erscheinen auch im Film selbst.

Der Film zeigt die sozialen Gegensätze, Gewalt, Armut und Hoffnung der Millionenmetropole Mexiko-Stadt und macht die Stadt selbst zu einem zentralen Bestandteil der Erzählung.

In Deutschland trägt der Film alternativ auch die Titel „Amores Perros – Hundeliebe“ und „Amores Perros – Von Hunden und Menschen“.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Was ist mit Deiner Brille?“
„Die trage ich nicht mehr. So Gott will, dass ich verschwommen sehe, sehe ich eben verschwommen.“

Auszeichnungen:

  • Ariel Awards in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (Alejandro González Iñárritu), „Bester Hauptdarsteller“ (Gael García Bernal), „Bester Nebendarsteller“ (Gustavo Sánchez Parra), „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“, „Bester Debütfilm“, „Bestes Make-Up“, „Bestes Setdesign“, „Bester Ton“ und „Beste Spezialeffekte“
  • BAFTA Film Award in der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“
  • Großer Preis der Woche der Kritik und Preis der jungen Kritik bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes

  • Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“
  • Golden-Globe-Nominierung in der Kategorien „Bester fremdsprachiger Film“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

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