Heimkino-Filmkritik

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September 5 – The Day Terror Went Live

September 5


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Tim Fehlbaum

Besetzung: Peter Sarsgaard (Roone Arledge), John Magaro (Geoffrey Mason), Leonie Benesch (Marianne Gebhardt), Ben Chaplin (Marvin Bader), Zinedine Soualem (Jacques Lesgardes), Corey Johnson (Hank Hanson), Georgina Rich (Gladys Deist), Marcus Rutherford (Carter Jeffrey)

Produktion: Tim Fehlbaum, Sean Penn, John Ira Palmer, Philipp Trauer, John Wildermuth, Thomas Wöbke, Constanze Guttmann, Rüdiger Böss, Christian Reitz

Drehbuch: Tim Fehlbaum, Moritz Binder

Filmmusik: Lorenz Dangel

Kamera: Markus Förderer

Schnitt: Hansjörg Weissbrich

Story:

Am 5. September 1972 werden die Olympischen Spiele in München von einem Terroranschlag erschüttert, als Mitglieder der israelischen Mannschaft im Olympischen Dorf als Geiseln genommen werden. Während sich die dramatischen Ereignisse entfalten, entscheidet sich ein amerikanisches Fernsehteam, die Situation live zu übertragen – trotz interner Bedenken und journalistischer Konflikte. Im Verlauf der stundenlangen Berichterstattung geraten die Beteiligten zunehmend unter Druck, während sie zwischen Informationspflicht, Verantwortung und den Grenzen medialer Darstellung abwägen müssen.


Heimkino-Filmkritik:

Auch wenn der Film einen englischsprachigen Untertitel trägt, handelt es sich bei „September 5 – The Day Terror Went Live“ um eine deutsche Produktion, die sehr authentisch die Geschehnisse des Terroranschlags der Olympischen Spiele 1972 in München darstellt. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht der Anschlag, sondern die Arbeit des TV-Teams, die realistisch und intensiv geschildert wird. Dabei behält der Film seinen Blickwinkel aus der Sicht der Reporter konsequent bei. Dadurch erreicht er eine sehr hohe Identifikation mit den Protagonisten und eine beinahe dokumentarische Glaubwürdigkeit. Auch wenn natürlich einzelne Parallelen zu Steven Spielbergs „München“ (2005) bestehen, gelingt es Tim Fehlbaum die Geschichte aus einem ganz anderen Blickwinkel und mit anderen Schwerpunten zu erzählen.

Zusatzinfos:

Im September 1972 wurde erstmals ein Terrorereignis dieser Größenordnung nahezu in Echtzeit weltweit im Fernsehen verfolgt.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Wir geben diese Story auf keinen Fall ab. Weil wir in München sind. Nur wenige Meter von da, wo es passiert. Wir geben das an keinen ab. Wir vom Sport berichten.“ (Roone Arledge)

Auszeichnungen:

  • Deutscher Filmpreis in den Kategorien „Bester Spielfilm“, „Beste Nebendarstellerin“ (Leonie Benesch), „Beste Regie“ (Tim Fehlbaum), „Bester Schnitt“, „Bestes Drehbuch“, „Beste Kamera“, „Beste Tongestaltung“, „Bestes Szenenbild“ und „Bestes Maskenbild“
  • Bayrischer Filmpreis in der Kategorie „Bester Film“

  • Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bestes Original-Drehbuch“
  • Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie „Bester Film – Drama“
  • Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Beste Filmmusik“
  • Nominierung für den Deutschen Kamerapreis in der Kategorie „Beste Kamera – Kino-Spielfilm“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

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