Munich

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Steven Spielberg
Besetzung: Eric Bana (Avner Kauffman), Daniel Craig (Steve Cake), Geoffrey Rush (Ephraim), Mathieu Kassovitz (Robert), Hanns Zischler (Hans), Ciaran Hinds (Carl), Ayelet Zurer (Daphna), Michael Lonsdale (Papa), Mathieu Amalric (Louis), Gila Almagor (Avners Mutter), Moritz Bleibtreu (Andreas), Meret Becker (Yvonne), Yvan Attal (Tony)
Produktion: Steven Spielberg, Kathleen Kennedy, Barry Mendel, Colin Wilson
Drehbuch: Tony Kushner, Eric Roth
Buchvorlage: George Jonas
Filmmusik: John Williams
Kamera: Janusz Kaminski
Schnitt: Michael Kahn
Story:
Nach dem Attentat auf die israelische Mannschaft während der Olympischen Spiele 1972 in München erhält ein israelischer Geheimagent den Auftrag, ein Team zusammenzustellen, um die Verantwortlichen aufzuspüren. Im Verlauf ihrer Mission reisen die Beteiligten durch Europa und führen gezielte Operationen durch. Dabei geraten sie immer wieder in gefährliche Situationen, die schnelles Handeln erfordern. Mit zunehmender Dauer des Einsatzes wächst jedoch die innere Belastung, und Zweifel an Sinn und Konsequenzen des Auftrags nehmen zu. Die Ereignisse hinterlassen tiefe Spuren bei den Beteiligten und stellen ihre Überzeugungen infrage.
Heimkino-Filmkritik:
Steven Spielberg inszeniert die Geschehnisse nach dem Attentat auf die Olympischen Spiele 1972 in München als Agententhriller, der mitunter zwar etwas verwirrend erscheinen mag, insgesamt aber klasse inszeniert ist und sich auf seine starken Darsteller verlassen kann. Die einzelnen Missionen sind spannend und kurzweilig erzählt, das Gesamtwerk weiß aber trotzdem nur in Teilen vollends zu überzeugen. Zum Attentat selbst werden zu wenige Hintergründe geliefert und auch die Jagd nach den Drahtziehern erhält wenig Tiefe, sodass Zeit und Motive der Handlungen austauschbar erscheinen. Dennoch gut gemachter Agententhriller mit einem etwas Tiefgang, einzelnen guten Actionmomenten und famosen Darstellerleistungen.
Zusatzinfos:
Der Film beruht größtenteils auf dem Roman „Die Rache ist unser“ (1984) des kanadischen Journalisten George Jonas. Das Buch wurde bereits 1986 unter dem Titel „Gesetz des Terrors“ als TV-Film realisiert.
Buch und Film beziehen sich dabei auf einen realen Hintergrund, nämlich die Ereignisse rund um das Münchner Olympia-Attentat 1972, bei dem elf Mitglieder der israelischen Olympiamannschaft getötet wurden. Im Zentrum der Handlung steht die anschließende Reaktion Israels: eine geheime Operation zur Verfolgung der Verantwortlichen, durchgeführt durch Einheiten des Geheimdienstes Mossad. Dabei verbindet der Film bewusst reale Ereignisse mit erfundenen Elementen, lässt historische und fiktive Figuren miteinander agieren und nutzt künsterlische Freiheit zur Dramatisierung.
2024 entstand mit dem Film „September 5 – The Day Terror Went Live“ ein weiterer Film über die Anschläge in München 1972, der aber tatsächlich nur während des Attentats spielt, und die Vorkommnisse aus der Sicht von vor Ort tätigen Journalisten schildert.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Was haben wir eigentlich erreicht. Alle, die wir umgebracht haben, wurden durch schlimmere Leute ersetzt.“
„Warum schneide ich meine Fingernägel, wenn sie nachwachsen?“
Auszeichnungen:
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Trailer
Bewertung
Action: ★★★☆☆
Anspruch: ★★☆☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★☆☆☆
Humor: ☆☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Meine Wertung:
8/10
Gesamtwertung:
77,68 %
© Heimkino-Filmkritik 2026