Der Vorname

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Sönke Wortmann
Besetzung: Florian David Fitz (Thomas Böttcher), Christoph Maria Herbst (Stephan Berger), Caroline Peters (Elisabeth Berger-Böttcher), Justus von Dohnányi (René König), Janina Uhse (Anna), Iris Berben (Dorothea Böttcher), Serkan Kaya (Pizzabote)
Produktion: Tom Spieß, Marc Conrad
Drehbuch: Claudius Pläging
Buchvorlage: Alexandre de la Patellière, Matthieu Delaporte
Filmmusik: Helmut Zerlett
Kamera: Jo Heim
Schnitt: Martin Wolf
Story:
Ein gemütlicher Abend unter Freunden und Verwandten soll es werden, als Elisabeth und Stephan zu einem gemeinsamen Essen einladen. Zu Gast sind unter anderem Elisabeths Bruder Thomas, dessen schwangere Freundin Anna und der langjährige Familienfreund René. Doch die zunächst entspannte Stimmung kippt schlagartig, als Thomas verkündet, welchen Vornamen er für seinen ungeborenen Sohn vorgesehen hat: Adolf. Was als Diskussion über einen umstrittenen Namen beginnt, entwickelt sich schnell zu einem hitzigen Schlagabtausch voller Vorwürfe, verletzter Eitelkeiten und überraschender Enthüllungen. Schon bald kommen Dinge zur Sprache, die die Anwesenden lieber für sich behalten hätten …
Heimkino-Filmkritik:
Das Remake des im Deutschen gleichnamigen französischen Films besticht durch seine tollen, messerscharfen Dialoge, die Situationskomik und nicht zuletzt die überzeugend aufspielenden Darsteller. Besonders faszinierend ist zudem, wie es Regisseur Sönke Wortmann gelingt, aus einem derart überschaubaren Handlungsrahmen einen durchweg kurzweiligen 90-minütigen Film zu machen, bei dem man den Protagonisten nur allzu gerne zuhört und sich immer wieder auf die nächste Pointe freut. Ein intensives Kammerspiel im Stil von „Der Gott des Gemetzels“, das zum Nachdenken und Schmunzeln anregt. Klasse!
Zusatzinfos:
Der Film basiert auf dem französischen Theaterstück „Le Prénom“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière, das 2010 in Paris uraufgeführt wurde und sich mit rund 250 Vorstellungen zu einem großen Bühnenerfolg entwickelte. Bereits 2012 verfilmten die beiden Autoren ihre Komödie selbst. Die französische Kinofassung mit dem deutschen Titel „Der Vorname“ begeisterte ein Millionenpublikum und gewann zwei französische Filmpreise (Césars).
Die französische Vorlage wurde auch in anderen Ländern adaptiert. So entstanden unter anderem die italienische Verfilmung „Il nome del figlio“ (2015) und die spanische Fassung „El Nom“ (2017). In der italienischen Version sorgt statt des Namens Adolf der Vorname Benito für Aufregung – eine Anspielung auf den italienischen Diktator Benito Mussolini.
Für die deutsche Neuverfilmung wurde die Handlung nach Bonn verlegt und um zahlreiche Anspielungen auf deutsche gesellschaftliche und politische Befindlichkeiten ergänzt. Sönke Wortmann inszenierte mit „Der Nachname“ (2022) und „Der Spitzname“ (2024) noch zwei Fortsetzungen zu der Geschichte.
Mehr als 1,2 Millionen Zuschauer sahen die Komödie in den deutschen Kinos.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnete „Der Vorname“ mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Das ist nicht dein Ernst!?!“
„Ist auch nicht mein Ernst, sondern mein Adolf.“
Auszeichnungen:
Bewertung
Action: ★★☆☆☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★☆☆
Humor: ★★★★☆
Spannung: ★★★☆☆
Externe Wertung:
66,63 %
Meine Wertung:
8/10
Gesamtwertung:
74,98 %
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