Extrawurst

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Besetzung: Hape Kerkeling (Heribert Bräsemann), Christoph Maria Herbst (Torsten Pfaff), Fahri Yardim (Erol Oturan), Anja Knauer (Melanie Pfaff), Friedrich Mücke (Matthias Scholz), Andreas Windhuis (Peter Lohr), Rona Regjepi (Antonia Stortz), Gaby Dohm (Elisabeth Scholz), Malene Becker (Sabine Stortz), Milan Peschel (Hans-Günther Schnippering)
Produktion: Robert Marciniak, Sandrine Mattes, Kalle Friz
Drehbuch: Dietmar Jacobs, Moritz Netenjakob
Buchvorlage: Dietmar Jacobs, Moritz Netenjakob
Filmmusik: Gerd Baumann
Kamera: Daniel Gottschalk
Schnitt: Andrea Mertens, Nina Wermann
Story:
In einem deutschen Tennisverein findet unter der Leitung des Vereinsvorsitzenden Heribert die Jahreshauptversammlung statt. Als der Vorschlag aufkommt, für das einzige muslimische Vereinsmitglied Erol einen eigenen Grill anzuschaffen, gerät die zunächst harmlose Versammlung außer Kontrolle. Was als gut gemeinte Rücksichtnahme beginnt, entwickelt sich zu einer hitzigen Auseinandersetzung über Integration, Vorurteile, Toleranz und gesellschaftliche Unterschiede. Schnell treten persönliche Animositäten und tief verwurzelte Überzeugungen zutage, während sich die Vereinsmitglieder zunehmend gegeneinander aufbringen …
Heimkino-Filmkritik:
„Extrawurst“ ist ein kurzweiliges Kammerspiel im Stil von Sönke Wortmanns „Der Vorname“. Dabei werden jede Menge Klischees ironisch aufs Korn genommen und vom Ensemble mit viel Spielfreude dargeboten. Die gesellschaftskritische Komödie lebt von skurrilen Situationen und viel Wortwitz und beschränkt sich dabei nicht ausschließlich auf den Clash der Kulturen. Leider wirkt das durch einen Beinahe-Schicksalsschlag abrupt herbeigeführte Ende künstlich und dadurch insgesamt etwas befremdlich. Ein amüsanter Wortwechsel über Vorurteile und Toleranz, der am Beispiel eines (elitären) Tennisclubs aufzeigt, wie derartige Diskussionen am eigentlichen Ziel vorbeilaufen können.
Zusatzinfos:
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bühnenstück von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, das 2019 uraufgeführt wurde. Die Komödie entwickelte sich zu einem großen Theatererfolg und war in der Spielzeit 2021/2022 das meistgespielte Bühnenstück Deutschlands. Jacobs und Netenjakob schrieben auch das Drehbuch für die Verfilmung.
2026 erhielt „Extrawurst“ den Publikumspreis des CIVIS Medienpreises, der herausragende Beiträge zu Integration und kultureller Vielfalt würdigt.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Im Frieden und im Krieg behält die Einigkeit den Sieg.“
Auszeichnungen:
Bewertung
Action: ★☆☆☆☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★☆☆☆
Humor: ★★★★★
Spannung: ★★☆☆☆
Externe Wertung:
60,15 %
Meine Wertung:
7/10
Gesamtwertung:
65,93 %
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