Heimkino-Filmkritik

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Lohn der Angst

Le salaire de la peur


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Julien Leclercq

Besetzung: Franck Gastambide (Fred), Alban Lenoir (Alex), Ana Girardot (Clara), Sofiane Zermani (Gauthier), Astrid Whettnall (Anne Marchand), Bakary Diombera (Djibril), Alka Matewa (Alka), Joseph Beddelem (Pirat)

Produktion: Julien Leclercq, Mikael Govciyan, Julien Madon

Drehbuch: Julien Leclercq, Hamid Hiloua

Buchvorlage: Georges Arnaud

Filmmusik: Éric Serra

Kamera: Wim Vanswijgenhoven

Schnitt: Soline Guyonneau

Story:

Als eine brennende Ölquelle eine nahe gelegene Siedlung bedroht, bleibt nur eine riskante Möglichkeit, die drohende Katastrophe abzuwenden: Eine Gruppe von Spezialisten soll zwei Lastwagen mit hochexplosivem Nitroglyzerin quer durch ein vom Bürgerkrieg gezeichnetes Wüstengebiet transportieren, um den Brand durch eine gezielte Sprengung zu löschen. Unter den Männern befinden sich zwei französische Brüder, deren gemeinsame Vergangenheit die ohnehin gefährliche Mission zusätzlich belastet. Während die Zeit unaufhaltsam abläuft, müssen sie sich nicht nur den lebensgefährlichen Straßen und der explosiven Fracht stellen, sondern auch bewaffneten Rebellen und den Spannungen innerhalb ihres eigenen Teams.


Heimkino-Filmkritik:

„Lohn der Angst“ aus dem Jahr 2024 hat – abgesehen vom Transport von Nitroglyzerin mit dem Lastwagen – nur noch wenig mit dem gleichnamigen Klassiker von 1953 gemeinsam. Bereits zu Beginn dominieren Schießereien und Actionsequenzen, während das Original vollständig auf solche Mittel verzichtete. In vielen Belangen ist die Neuverfilmung unglaubwürdig, weniger beklemmend und erreicht nicht die psychologische Tiefe des Originals. Zudem bleiben die Hintergründe hier komplett auf der Strecke. In welchem Land befinden wir uns? Welche Konflikte treten hier zu Tage? Baute Henri-Georges Clouzot noch aus der gefährlichen Fracht und den schlechten Straßenbedingungen eine ungeheure subtile Spannung auf, wird diese hier kaum noch erzeugt. Die Fracht ist fast egal und anstelle langsam aufgebauter Hochspannung wird versucht durch Schießereien, Verfolgungsjagden, Straßensperren und Minenfelder Spannung zu generieren. Die eigentliche Mission bleibt dabei aber nahezu beliebig austauschbar, ebenso wie die Charaktere. Die Lastwagen fahren ohne große Rücksichtnahme durch unebenes Terrain. Auch die besonderen Hindernisse, wie die tiefe Ölpfütze oder der Gesteinsbrocken – die im Gegensatz zu vielen anderen Elementen auch im Remake auftauchen – erzeugen bei Weitem nicht die Intensität ihres Vorbilds. Diese Neuverfilmung verdeutlicht nur eines. Und zwar wie großartig und zeitlos „Lohn der Angst“ von 1953 inszeniert ist. Und so stellt dieser „Lohn der Angst“ nur eine überflüssige Neuauflage dar, auf die man gut hätte verzichten können.

Zusatzinfos:

Der Film ist ein Remake von „Lohn der Angst“ aus dem Jahre 1953. Bereits 1977 erstellte William Friedkin ein Remake unter dem Titel „Atemlos vor Angst“, das jedoch bei der Kritik deutlich besser abschnitt, als diese Neuauflage.

Produziert wurde der Film als internationale Netflix-Produktion und erschien am 29. März 2024 direkt auf der Streaming-Plattform, ohne vorherigen Kinostart.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Wir müssen das Lager retten, damit er nicht umsonst gestorben ist.“

Auszeichnungen:

Der Film erhielt keine nennenswerten Auszeichnungen oder Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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Bewertung

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