Angmareul boatda

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Kim Jee-woon
Besetzung: Lee Byung-hun (Kim Soo-hyeon), Choi Min-sik (Kyung-chul), Jeon Gook-hwan (Gruppenführer Jang), Jeon Ho-jin (Sektionschef Oh), Oh San-ha (Joo-yeon), Kim Yoon-seo (Se-yeon)
Produktion: Kim Hyun-woo, Jo Seong-weon
Drehbuch: Park Hoon-jung
Filmmusik: Mowg
Kamera: Lee Mogae
Schnitt: Nam Na-young
Story:
Der Geheimagent Soo-hyun führt ein scheinbar glückliches Leben, bis seine Verlobte Opfer eines brutalen Serienmörders wird. Der Täter Kyung-chul hat bereits zahlreiche Frauen auf grausame Weise ermordet und entzieht sich seit Jahren dem Zugriff der Polizei. Für Soo-hyun bricht eine Welt zusammen – und aus Trauer wird ein unstillbarer Wunsch nach Rache. Anstatt den Mörder einfach zur Strecke zu bringen, verfolgt Soo-hyun einen perfiden Plan. Er spürt Kyung-chul auf, lässt ihn jedoch immer wieder entkommen, um ihn erneut zu jagen und ihm Stück für Stück das gleiche Leid zuzufügen, das dieser seinen Opfern angetan hat.
Heimkino-Filmkritik:
„I Saw the Devil“ – genauso fühlt man sich nach dem Anschauen dieses Films. Wie weit darf ein Film gehen? Kann die Darstellung von Gewalt gleichzeitig Kunst sein, und wo beginnt die Grenze des Erträglichen? Kaum ein Film wirft solche Fragen so konsequent auf wie das Werk des südkoreanischen Regisseurs Kim Jee-woon. Bereits die Eröffnungssequenz ist ebenso eindrucksvoll wie verstörend und lässt den Zuschauer zunächst beinahe fassungslos zurück. Zwar besitzt „I Saw the Devil“ auch ruhige, fast melancholische Momente, doch die Geschichte über Rache, Selbstjustiz und Vergeltung ist über weite Strecken von einer außergewöhnlichen Härte geprägt. Kim Jee-woon geht in der Direktheit seiner Bilder stellenweise an die Grenzen des Erträglichen und für manche Zuschauer sicherlich auch darüber hinaus. Dabei werden die dunkelsten Abgründe der menschlichen Natur schonungslos offengelegt. Dennoch unterscheidet sich der Film von bloßer Gewaltunterhaltung. Die Gewaltdarstellungen sind nicht spektakulär oder glorifizierend inszeniert, sondern wirken roh, schmerzhaft und abstoßend. Der Zuschauer wird eher zum Wegsehen als zum Mitfiebern verleitet. Zudem macht der Film deutlich, dass Rache keine Erlösung bringt. Im Gegenteil: Je weiter die Spirale der Vergeltung voranschreitet, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer. Bei aller Härte des Films, die sicherlich immer wieder zu kontroversen Diskussionen führen wird, darf jedoch nicht übersehen werden, dass sich Kameraarbeit, Regie, Drehbuch und Darstellerleistungen auf außergewöhnlich hohem Niveau bewegen. Das intensive Katz-und-Maus-Spiel der beiden Hauptfiguren entwickelt einen nahezu hypnotischen Sog und fesselt bis zur letzten Minute. – „I Saw the Devil“ ist nichts für Zartbesaitete und stellt auch hartgesottene Thriller-Fans vor eine Herausforderung. Wer sich darauf einlässt, erlebt jedoch einen meisterhaft inszenierten, düsteren, kompromisslosen und intelligenten Thriller, der noch lange nach dem Abspann nachwirkt.
Zusatzinfos:
Der erweiterte deutsche Titel des Films lautet „I Saw the Devil – Rache ist ein tiefer Abgrund“.
Indizierung:
Die ungekürzte Fassung von „I Saw the Devil“ (ca. 141 Minuten) sorgte in Deutschland aufgrund ihrer drastischen Gewaltdarstellung für Kontroversen. Nachdem sie zunächst keine Freigabe der FSK erhalten hatte, wurde die ungekürzte Version 2011 indiziert und auf Liste B der jugendgefährdenden Medien gesetzt. 2018 erfolgte eine Umtragung auf Liste A, womit der Film zwar weiterhin indiziert blieb, jedoch nicht mehr als strafrechtlich bedenklich eingestuft wurde.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Wenn er gegen die Monster kämpft, wird er selbst zu einem Monster.“
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Trailer
Bewertung
Action: ★★★★☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ★☆☆☆☆
Herz: ★★★☆☆
Humor: ☆☆☆☆☆
Spannung: ★★★★★
Externe Wertung:
81,63 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
85,80 %
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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.
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