Heimkino-Filmkritik

Kurze Filmkritiken und Empfehlungslisten

Oldboy

Oldeuboi


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Park Chan-wook

Besetzung: Choi Min-sik (Oh Dae-Su), Yoo Ji-tae (Lee Woo-jin), Hye-jung Gang (Mido), Chi Dae-han (No Joo-hwan), Oh Dal-su (Park Cheol-woong), Kim Byeong-ok (Mr. Han), Lee Seung-shin (Yoo Hyung-ja), Yun Jin-seo (Lee Soo-ah)

Produktion: Kim Dong-joo

Drehbuch: Park Chan-wook, Jung Jung-hoon, Lim Joon-hyung

Buchvorlage: Garon Tsuchiya, Nobuaki Minegishi

Filmmusik: Cho Young-wuk, Shim Hyun-jung, Lee Ji-soo

Kamera: Jung Jung-hoon

Schnitt: Kim Sang-bum

Story:

Oh Dae-su führt ein gewöhnliches Leben, bis er eines Tages spurlos verschwindet. Ohne zu wissen warum, wird er entführt und über Jahre hinweg in einem abgeschlossenen Raum gefangen gehalten. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt besteht aus einem Fernseher, über den er erfährt, dass seine Frau ermordet wurde und er selbst als Hauptverdächtiger gilt. Nach 15 Jahren wird Dae-su ebenso plötzlich freigelassen, wie er einst verschwand. Doch die Freiheit ist nur der Beginn eines perfiden Spiels. Während er verzweifelt nach den Gründen für seine Gefangenschaft sucht, erhält er die Chance, seinen geheimnisvollen Peiniger zu finden. Angetrieben von Wut, Verzweiflung und dem Wunsch nach Vergeltung begibt er sich auf eine rastlose Suche nach der Wahrheit.


Heimkino-Filmkritik:

Anspruchsvolles Kino aus Südkorea: „Oldboy“ ist intensives, intelligentes und zum Ende hin brutales Kino, das seinesgleichen sucht. Ist der Film die meiste Zeit über tatsächlich recht ruhig erzählt, so ist der finale Showdown ungemein intensiv in der Darstellung. – Toll erzählt, vorzüglich gespielt und hervorragend bebildert, gehört „Oldboy“ bereits jetzt zu recht zu den modernen Klassikern des asiatischen Kinos des frühen 21. Jahrhunderts.

Zusatzinfos:

Vorlage:
Die Geschichte von „Oldboy“ basiert lose auf dem gleichnamigen Manga von Garon Tsuchiya und Nobuaki Minegishi. Die Verfilmung übernimmt zwar die Grundidee eines über Jahre hinweg eingesperrten Mannes, entwickelt die Handlung jedoch in eine deutlich andere Richtung. Insbesondere die zweite Hälfte und die berühmte Auflösung unterscheiden sich stark von der Vorlage.

Filmreihe:
„Oldboy“ ist der mittlere Teil der sogenannten Rache-Trilogie von Regisseur Park Chan-wook. Die drei Filme erzählen voneinander unabhängige Geschichten, beschäftigen sich jedoch alle mit den Themen Vergeltung, Schuld und den Folgen von Rache:

2002: Sympathy for Mr. Vengeance
2003:
Oldboy
2005: Lady Vengeance

Remake:
2013 erschien mit „Oldboy“ eine US-amerikanische Neuverfilmung von Regisseur Spike Lee, in der Josh Brolin die Hauptrolle übernahm. Das Remake erhielt jedoch überwiegend verhaltene Kritiken und blieb an den Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Lache… und die ganze Welt lacht mit Dir. – Weine… und Du weinst allein.“

Auszeichnungen:

  • Großer Preis der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
  • Best Film Award und José Luis Guarner Critic’s Award beim Sitges International Film Festival
  • Grand Bell Awards in den Kategorien „Beste Regie“ (Park Chan-wook), „Bester Hauptdarsteller“ (Choi Min-sik), „Beste Belichtung“, „Bester Schnitt“ und „Beste Musik“
  • Hong Kong Film Award in der Kategorie „Bester asiatischer Film“

  • Nominierung für die Goldene Palme als „Bester Film“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
  • Nominierung für den Saturn Award in der Kategorie „Bester Film – Action/Abenteuer/Thriller“
  • Nominierungen für den Grand Bell Award in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Kamera“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bestes Debüt – Darstellerin“ (Kang Hye-jeong), „Bestes Szenenbild“ und „Beste visuelle Effekte“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung


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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.

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