Heimkino-Filmkritik

Kurze Filmkritiken und Empfehlungslisten

Saw

Saw


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: James Wan

Besetzung: Cary Elwes (Dr. Lawrence Gordon), Leigh Whannell (Adam Stanheight), Danny Glover (Detective David Tapp), Monica Potter (Allison Gordon), Dina Meyer (Allison Kerry), Ken Leung (Detective Steven Sing), Michael Emerson (Zep Hindle), Tobin Bell (Jigsaw)

Produktion: Mark Burg, Gregg Hoffman, Oren Koules

Drehbuch: Leigh Whannell

Filmmusik: Charlie Clouser

Kamera: David A. Armstrong

Schnitt: Kevin Greutert

Story:

Zwei Männer erwachen angekettet in einem heruntergekommenen Badezimmer, ohne zu wissen, wie sie dorthin gelangt sind. Zwischen ihnen liegt die Leiche eines toten Mannes. Schnell wird klar, dass sie Teil eines perfiden Spiels geworden sind, das von einem mysteriösen Täter inszeniert wurde. Über Tonbandaufnahmen erhalten die Gefangenen Anweisungen und erfahren, dass ihnen nur wenig Zeit bleibt, um eine Reihe grausamer Entscheidungen zu treffen. Während sie verzweifelt nach einem Ausweg suchen, versuchen die Ermittlungsbehörden gleichzeitig, den als „Jigsaw“ bekannten Täter aufzuspüren.


Heimkino-Filmkritik:

„Saw“ gilt inzwischen zurecht als ein moderner Klassiker, eine Mischung aus Horrorfilm und Psychothriller, die den Zuschauer direkt mitten hinein bringt in die grausige Situation zweier Entführungsopfer. Es gibt keinerlei Vorgeplänkel, sondern ähnlich wie die Protagonisten findet man sich unvermittelt in einem engen kleinen Kellerraum wieder, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Im Folgenden wird der Überlebenskampf der beiden Charaktere intensiv und intelligent geschildert. Auch die Jagd nach dem Killer wird packend dargeboten und braucht sich hinter den Größen des Genres nicht zu verstecken. Die Spannung erreicht dabei Höchststufen und die Intensität bewegt sich stellenweise nah an der Grenze des Erträglichen. Auch wenn man über das Ende nicht zu viel verraten sollte, der Abschlusstwist hat es in sich. – Kult-Horrorstreifen für Hartgesottene, der aber im Vergleich zu den nachfolgenden Teilen deutlich mehr Wert auf die Story, überraschende Wendungen und die Thrillerelemente legt und weniger auf Splatter! Darum ist und bleibt „Saw“ auch der mit Abstand beste Teil der Reihe.

Zusatzinfos:

Die Idee zu „Saw“ entstand ursprünglich als rund zehnminütiger Kurzfilm, den James Wan und Leigh Whannell 2003 produzierten. Der Kurzfilm diente als Präsentationsvorlage für Filmstudios und überzeugte schließlich Investoren davon, daraus einen Spielfilm zu machen. Whannell übernahm das Drehbuch des Kinofilms und spielte zudem eine der Hauptrollen.

Mit Produktionskosten von lediglich rund 1,2 Millionen US-Dollar entstand „Saw“ unter äußerst bescheidenen Bedingungen. Die Dreharbeiten dauerten gerade einmal 18 Tage. Trotzdem entwickelte sich der Film zu einem weltweiten Überraschungserfolg und spielte über 100 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein.

Die auf einem Dreirad fahrende Puppe Billy entwickelte sich zu einem der bekanntesten Symbole des modernen Horrorfilms. Obwohl sie oft mit Jigsaw gleichgesetzt wird, handelt es sich eigentlich nur um dessen Botschafter und Sprachrohr.

„Saw“ zog bis zum Jahr 2023 neun Fortsetzungen nach sich.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Auch unter feinen Häusern verlaufen Abwasserkanäle.“

Auszeichnungen:

  • International Fantasy Film Award in der Kategorie „Bestes Drehbuch“

  • Nominierung für den Saturn Award in der Kategorie „Bester Horrorfilm“
  • Nominierung für den International Fantasy Film Award in der Kategorie „Bester Film“

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung


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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.

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