Heimkino-Filmkritik

Kurze Filmkritiken und Empfehlungslisten

28 Days Later

28 Days Later


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Danny Boyle

Besetzung: Cillian Murphy (Jim), Naomie Harris (Selena), Brendan Gleeson (Frank), Megan Burns (Hannah), Christopher Eccleston (Major Henry West), Noah Huntley (Mark), Ricci Harnett (Corporal Mitchell), Stuart McQuarrie (Sergant Farrell)

Produktion: Andrew Macdonald

Drehbuch: Alex Garland

Filmmusik: John Murphy

Kamera: Anthony Dod Mantle

Schnitt: Chris Gill

Story:

Nachdem in Großbritannien ein hochansteckendes Virus aus einem Forschungslabor entweicht, breitet sich die Infektion rasant aus und verwandelt Menschen in aggressive, unkontrollierbare Wesen. 28 Tage später erwacht der junge Jim aus einem Koma und findet sich in einem scheinbar verlassenen London wieder. Auf der Suche nach Antworten trifft er auf andere Überlebende, die ihm das Ausmaß der Katastrophe offenbaren. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einem vermeintlich sicheren Zufluchtsort, doch die Hoffnung auf Rettung erweist sich als trügerisch.


Heimkino-Filmkritik:

Gut erzählter Endzeit-Zombiefilm, der eine ungeheure Atmosphäre erzeugt und geschickt mit den Erwartungen und Empfindungen des Zuschauers spielt. Dabei geht es Regisseur Danny Boyle nicht – wie sonst häufig in dem Genre – um eine reine Splatter-Orgie, sondern ihm gelingt es von Beginn an, die Bedrohung greifbar werden zu lassen. Und genau dadurch mutiert „28 Days Later“ zu einem wirklich sehenswerten Genrevertreter, dem es zudem gelingt, neue Akzente zu setzen.

Zusatzinfos:

Regisseur Danny Boyle entschied sich bewusst für den Einsatz von Digitalkameras. Viele Szenen wurden an echten Schauplätzen in London gedreht und diese konnten nur für wenige Minuten gesperrt werden. Nur durch die flexiblen, schnell einsatzbereiten DV-Kameras war es möglich, die ikonischen Bilder einer menschenleeren Stadt einzufangen.

Bei Produktionskosten von etwa 8 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit über 80 Millionen US-Dollar ein und wurde damit ein überraschend großer kommerzieller Erfolg.

Die „Infizierten“ im Film unterscheiden sich bewusst von klassischen Zombies: sie sind nicht untot, sondern krank. Zudem reagieren sie extrem schnell und aggressiv. Dieser Ansatz prägte das Genre und beeinflusste viele spätere Filme und Serien.

Filme der Reihe:
2002: 28 Days Later
2007: 28 Weeks Later
2025: 28 Years Later
2026: 28 Years Later: The Bone Temple

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Toll, Valium! Wir werden nicht nur hervoragend schlafen können. Nein, falls wir mitten in der Nacht angegriffen werden, wird’s uns auch völlig egal sein.“

Auszeichnungen:

  • Saturn Award in der Kategorie „Bester Horrorfilm“
  • Europäischer Filmpreis in der Kategorie „Beste Kamera“
  • Empire Award in der Kategorie „Bester britischer Film“

  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Beste Regie“ (Danny Boyle) und „Bestes Drehbuch“
  • Nominierung für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Bester europäischer Regisseur“ (Danny Boyle)
  • Nominierung für den Empire Award in der Kategorie „Bester europäischer Regisseur“ (Danny Boyle)

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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