Heimkino-Filmkritik

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Zeit für Legenden

Race


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Stephen Hopkins

Besetzung: Stephan James (Jesse Owens), Jason Sudeikis (Larry Snyder), Jeremy Irons (Avery Brundage), Carice van Houten (Leni Riefenstahl), William Hurt (Jeremiah Mahoney), Eli Goree (Dave Albritton), David Kross (Carl "Luz" Long), Barnaby Metschurat (Joseph Goebbels), Tony Curran (Lawson Robertson)

Produktion: Stephen Hopkins, Jean-Charles Lévy, Luc Dayan, Louis-Philippe Rochon, Dominique Séguin, Kate Garwood, Nicolas Manuel, Karsten Brünig

Drehbuch: Joe Shrapnel, Amanda Waterhouse

Filmmusik: Rachel Portman

Kamera: Peter Levy

Schnitt: John Smith

Story:

Ohio, Mitte der 1930er Jahre: Der talentierte dunkelhäutige Leichtathlet Jesse Owens zählt zu den größten Hoffnungen des amerikanischen Sports. Unter der Anleitung seines Trainers Larry Snyder arbeitet er zielstrebig auf die Olympischen Spiele 1936 in Berlin hin und stellt dabei immer wieder neue Bestleistungen auf. Doch neben den sportlichen Herausforderungen muss Owens auch mit persönlichen Rückschlägen und den Folgen von Rassismus in seiner Heimat umgehen. Als ein Boykott der Olympischen Spiele aufgrund der nationalsozialistischen Politik Deutschlands diskutiert wird, steht Owens vor einer schwierigen Entscheidung. Schließlich reist er nach Berlin, wo er sich nicht nur den besten Athleten der Welt stellt, sondern mit seinen Leistungen Geschichte schreibt und zu einem Symbol gegen die Ideologie des NS-Regimes wird.


Heimkino-Filmkritik:

„Race“, so der Originaltitel des Films, fängt das weltpolitische Klima der 1930er Jahre glaubwürdig ein und verbindet Themen wie Rassismus, Nationalsozialismus und die politische Bedeutung des Sport mit dem Streben des „Jahrhundertsportlers“ Jesse Owens nach Erfolg. Dabei zeichnet der Film ein differenziertes Bild: Er zeigt nicht nur die Missstände im nationalsozialistischen Deutschland und die Boykottdiskussionen rund um die Olympischen Spiele 1936 in Berlin auf, sondern spart auch den tief verwurzelten Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft jener Zeit nicht aus. „Zeit für Legenden“ ist trotz seines historischen Hintergrunds erschreckend aktuell und setzt ein eindrucksvolles Plädoyer für Toleranz, Gleichberechtigung und Menschenwürde. Abgerundet wird dies durch eine routinierte Inszenierung, die auch die Olympischen Spiele 1936 atmosphärisch authentisch einfängt, und überzeugende schauspielerische Leistungen.

Zusatzinfos:

Der Film erzählt die wahre Geschichte des US-Leichtathleten Jesse Owens, der bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin mit vier Goldmedaillen Geschichte schrieb. Seine Erfolge gelten bis heute als eines der bedeutendsten sportlichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts und wurden weltweit als symbolischer Triumph über die nationalsozialistische Rassenideologie wahrgenommen.

Für die Darstellung der Olympischen Spiele arbeitete die Produktion eng mit Historikern zusammen, um zahlreiche Wettkampfstätten, Uniformen und Zeremonien möglichst authentisch nachzubilden. Viele Szenen orientieren sich zudem an historischen Fotografien und Filmaufnahmen der Spiele von 1936.

Der Originaltitel „Race“ ist bewusst doppeldeutig gewählt. Er bedeutet sowohl „Rennen/Wettlauf“ als auch „Rasse“ und spielt damit auf Jesse Owens‘ sportlichen Wettkampf ebenso an wie auf das Thema Rassismus und die Ideologie der Nationalsozialisten. Diese Doppeldeutigkeit geht im deutschen Kinotitel leider weitgehend verloren.

Im Deutschen trägt der Film mitunter auch die verlängerten Titel „Race – Zeit für Legenden“ oder „Zeit für Legenden – Die unglaubliche Geschichte des Jesse Owens“.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„In diesen zehn Sekunden gibt es kein Schwarz oder Weiß, nur schnell oder langsam.“ (Jesse Owens)

Auszeichnungen:

Der Film erhielt einige Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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Bewertung

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