Heimkino-Filmkritik

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Wochenendrebellen

Wochenendrebellen


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Marc Rothemund

Besetzung: Florian David Fitz (Mirco), Cecilio Andresen (Jason), Aylin Tezel (Fatime), Joachim Król (Opa Gerd), Petra Maria Cammin (Oma "Ömchen" Manuela), Florina Siegel (Lucy), ilena Dreißig (Frau Dr. Folke), Michaela Wiebusch (Anette Schönwalder)

Produktion: Justyna Muesch, Quirin Berg, Max Wiedemann, Stefan Gärtner

Drehbuch: Richard Kropf

Buchvorlage: Mirco von Juterczenka, Jason von Juterczenka

Filmmusik: Hans Hafner, Johnny Klimek

Kamera: Philip Peschlow

Schnitt: Hans Horn, Chris Mühlbauer

Story:

Jason ist Autist und nimmt seine Umwelt auf eine ganz eigene, sehr strukturierte Weise wahr. Während seine Familie gelernt hat, mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen, führen insbesondere die Schwierigkeiten in der Schule immer wieder zu Konflikten. Als Jason beschließt, dass er unbedingt einen Lieblingsfußballverein braucht, entwickelt er gemeinsam mit seinem Vater Mirco einen ungewöhnlichen Plan. Vater und Sohn wollen möglichst viele Stadien der deutschen Profiligen besuchen, damit Jason die Vereine persönlich kennenlernen und nach seinen ganz eigenen Kriterien beurteilen kann. Dabei spielen nicht nur sportlicher Erfolg oder Tabellenplätze eine Rolle, sondern auch Stadion, Fans, Vereinshymne, Nachhaltigkeit und zahlreiche weitere Details. Aus der Suche nach dem richtigen Fußballverein entwickelt sich eine gemeinsame Reise, die Vater und Sohn einander näherbringt und beide vor immer neue Herausforderungen stellt.


Heimkino-Filmkritik:

Der Film „Wochenendrebellen“, der auf wahren Begebenheiten beruht, setzt sich äußerst sensibel mit dem Thema Autismus auseinander. Die Geschichte wird glaubwürdig erzählt und das Spiel der Darsteller überzeugt, allen voran der junge Cecilio Andresen in der Rolle des Jason, der eine herausragende Leistung zeigt. Auch wenn die Anspannung und die alltägliche Belastung für die Eltern an einigen Stellen noch intensiver hätten spürbar gemacht werden können, gelingt dem Film eine größtenteils realistische Darstellung des Familienlebens mit einem autistischen Kind. Dabei verbindet „Wochenendrebellen“ ernste und bewegende Momente mit einer sympathischen Vater-Sohn-Geschichte, ohne sein Thema unnötig zu dramatisieren. Auch die komödiantischen Elemente des Films funktionieren mit den Figuren und nicht auf deren Kosten. – Ein wichtiger und sehenswerter Film über ein gesellschaftlich noch immer stark unterschätztes Thema.

Zusatzinfos:

Die Vorlage für das Drehbuch lieferte die wahre Geschichte von Mirco und Jason von Juterczenka. Vater und Sohn hielten ihre gemeinsamen Fußballreisen zunächst im Blog „Wochenendrebellen“ fest. 2017 erschien schließlich das autobiografische Buch „Wir Wochenendrebellen“, in dem Mirco von Juterczenka von der außergewöhnlichen Suche seines Sohnes nach einem Lieblingsverein erzählt.

Mirco und Jason von Juterczenka sind auch selbst kurz im Film zu sehen. Bei einem Fußballspiel sitzen die realen Vorbilder hinter ihren filmischen Ebenbildern und kommen sogar mit ihnen ins Gespräch. Augenzwinkernd erzählen sie dabei, dass sie die Suche nach einem Lieblingsverein ebenfalls bereits hinter sich hätten.

Für den Film wurde in mehreren echten Fußballstadien gedreht. Zahlreiche Vereine unterstützten die Produktion und ermöglichten Aufnahmen während des regulären Spielbetriebs, wodurch insbesondere die Stadionszenen eine hohe Authentizität erhalten.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) verlieh dem Film das Prädikat besonders wertvoll.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

Fatime: „Habt ihr alles?“
Mirco: „Ja.“
Jason: „Natürlich haben wir nicht alles. Wie sollen wir denn ALLES mitnehmen??? Wir haben nur das, was wir brauchen.“

Auszeichnungen:

Der Film erhielt einzelne weitere Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.

Bewertung

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