
Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Peter Weir
Besetzung: Russell Crowe (Capt. Jack Aubrey), Paul Bettany (Dr. Stephen Maturin), James d'Arcy (Tom Pullings), Edward Woodall (William Mowett), Chris Larkin (Capt. Howard, Königliche Marine), Max Pirkis (Bootsmann Blakeney), David Threlfall (Preserved Killick), Richard McCabe (Higgins)
Produktion: Peter Weir, Samuel Goldwyn jr., Duncan Henderson, John Bard Manulis
Drehbuch: Peter Weir, John Collee
Buchvorlage: Patrick O'Brian
Filmmusik: Iva Davies, Christopher Gordon, Richard Tognetti
Kamera: Russell Boyd
Schnitt: Lee Smith
Story:
Während der Napoleonischen Kriege durchquert Kapitän Jack Aubrey mit der HMS Surprise die Weltmeere. An seiner Seite befindet sich der Schiffsarzt und Naturforscher Dr. Stephen Maturin. Als die Surprise von dem deutlich überlegenen französischen Kaperschiff Acheron angegriffen und schwer beschädigt wird, nimmt Aubrey die Verfolgung des feindlichen Schiffes auf. Es beginnt eine gefährliche Jagd über die Weltmeere, die Aubrey und seine Mannschaft unter anderem um Kap Hoorn bis zu den Galápagosinseln führt. Während die Strapazen der Reise Mensch und Schiff zunehmend an ihre Grenzen bringen, muss Aubrey immer wieder zwischen seinem militärischen Auftrag, der Sicherheit seiner Besatzung und seiner Entschlossenheit, die Acheron zu stellen, abwägen.
Heimkino-Filmkritik:
Der Ton des knarrenden Holzes, der sanften Gischt und der Stille auf dem Ozean sorgt allein schon für intensive Spannung. Bei den Gefechten explodiert dann förmlich der Ton auf allen Ebenen. Handlungsmäßig bleibt „Master and Commander – Bis ans Ende der Welt“ überschaubar. So geht es vor allem um den Kampf zweier Schiffe auf hoher See. Die Geschichte wird dabei aber sehr atmosphärisch und durchweg ernst erzählt. Der bombastische Sound und die tollen Gefechte sorgen für spektakulär-kurzweilige Unterhaltung. Das Leben auf See, die Spannungen innerhalb der Mannschaft und die strategischen Tricks im Seegefecht werden glaubhaft dargestellt. Am Ende wartet noch ein actionreicher Abschluss mit einer intensiven Nahkampfschlacht. „Master and Commander“ atmet die raue Seemannsluft des frühen 19. Jahrhunderts und stellt einen der besten Seefahrerfilme dar.
Zusatzinfos:
Der Film basiert auf der Aubrey-Maturin-Reihe von Patrick O’Brian, die aus 20 vollendeten Romanen besteht. Dabei ist der Film keine direkte Verfilmung nur eines Bandes. Die Haupthandlung orientiert sich vor allem an „The Far Side of the World“, greift aber Figuren, Situationen und Details aus mehreren Romanen auf.
In O’Brians „The Far Side of the World“ verfolgt Aubrey während des Britisch-Amerikanischen Krieges ein amerikanisches Schiff. Für den Film wurde daraus während der Napoleonischen Kriege das französische Kaperschiff Acheron. Damit konnte die Geschichte zeitlich etwas früher angesiedelt und Frankreich als Gegner Großbritanniens verwendet werden.
Viele Außenaufnahmen entstanden tatsächlich auf See. Daneben wurde für aufwendigere Szenen eine große Nachbildung des Schiffes in einem Wassertank in den mexikanischen Baja Studios verwendet.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) verlieh dem Film das Prädikat besonders wertvoll.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Ohne Respekt geht jede Disziplin über Bord.“ (Capt. Jack Aubrey)
Auszeichnungen:
2 Oscars:
Beste Kamera
Bester Tonschnitt
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Bewertung
Action: ★★★★☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★☆☆
Humor: ★☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
77,95 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
80,36 %
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