Frankenstein

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Guillermo del Toro
Besetzung: Oscar Isaac (Dr. Victor Frankenstein), Jacob Elordi (Frankensteins Monster), Mia Goth (Elizabeth / Claire), Christoph Waltz (Harlander), Lars Mikkelsen (Kapitän Anderson), Charles Dance (Leopold Frankenstein), Felix Kammerer (William Frankenstein), David Bradley (blinder Mann), Nikolaj Lie Kaas (Chief Officer Larsen), Christian Convery (junger Victor Frankenstein)
Produktion: Guillermo del Toro, J. Miles Dale, Scott Stuber
Drehbuch: Guillermo del Toro
Buchvorlage: Mary Shelley
Filmmusik: Alexandre Desplat
Kamera: Dan Laustsen
Schnitt: Evan Schiff
Story:
Der Wissenschaftler Victor Frankenstein verfolgt besessen das Ziel, künstliches Leben zu erschaffen. In einem gewagten Experiment gelingt es ihm schließlich, eine Kreatur zum Leben zu erwecken. Doch die Folgen seiner Tat geraten außer Kontrolle. Während das erschaffene Wesen nach Akzeptanz und Zugehörigkeit sucht, wächst zugleich die Angst und Ablehnung seiner Umwelt. Zwischen Schöpfer und Kreatur entwickelt sich eine tragische Verbindung, die beide zunehmend in Isolation, Verzweiflung und Zerstörung führt.
Heimkino-Filmkritik:
Guillermo del Toro knüpft mit der Geschichte von Marry Shelleys Roman „Frankenstein“ nahtlos an seine eigene Filmvita an. Bereits Filme wie „Pans Labyrinth“ oder „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ verbanden mystische Kreaturen und Fantasyelemente mit dem Schicksal einzelner Charaktere und schufen märchenhaft anmutende Welten als Mischung aus Gothic-Horror und Drama. Insofern passt die Geschichte perfekt zu del Toros Stil und wird von ihm auch entsprechend umgesetzt. Die dunkle Ästhetik des Films, das Spiel mit Licht und Schatten und das Maskenbild tragen maßgeblich zur düsteren Atmosphäre bei. Christoph Waltz als Harlander ist zwar nur in der ersten Hälfte des Films präsent, zeigt aber eine gewohnt gute Leistung. Das Spiel von Oscar Isaac als Victor Frankenstein zeigt die komplette Facette schauspielerischen Könnens. Von naiver Neugierde, über krankhaften Enthusiasmus bis hin zu blankem Entsetzen ist die Darstellung glaubhaft und emotional nachvollziehbar. Del Toro legt – ähnlich wie Kenneth Branagh bereits in „Mary Shelleys Frankenstein“ (1994) – den Fokus der Geschichte mehr auf Tragik, als auf Horror und stellt das Monster als tragische Figur mit Emotionen und Bewusstsein dar. Mitunter gerät das Ganze sogar recht brutal. – „Frankenstein“ ist ein typischer del Toro: ein opulentes, bilgewaltiges Fantasydrama voller Emotionen und umgesetzt mit einem stark aufspielenden Cast. Klasse!
Zusatzinfos:
Der Film beruht auf dem bereits vielfach verfilmten Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley.
„Frankenstein“ war ein langjähriges Herzensprojekt von Regisseuer Guillermo del Toro.
Der Film wurde als große Streamingproduktion für Netflix realisiert, lief aber im Gegensatz zu einigen anderen Netflix-Produktionen vor der Streaming-Veröffentlichung im Kino und feierte seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„In seinen Augen sah ich Schmerz. Und was ist Schmerz, wenn nicht ein Beweis für Intelligenz?“ (Elisabeth)
Auszeichnungen:
3 Oscars:
Bestes Szenenbild
Beste Kostüme
Bestes Make-Up & Frisuren
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Trailer
Bewertung
Action: ★★★☆☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★★☆
Humor: ☆☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
79,93 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
81,94 %
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