Heimkino-Filmkritik

Kurze Filmkritiken und Empfehlungslisten

Der Pfad

Der Pfad


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Tobias Wiemann

Besetzung: Julius Weckauf (Rolf), Nonna Cardoner (Núria), Volker Bruch (Ludwig), Bruna Cusí (Esther), David Bredin (Karl), Anna Maria Mühe (Katja), Lucas Prisor (Theo), Jytte-Merle Böhrnsen (Anna), Ettore Colombo (Raul)

Produktion: Daniel Ehrenberg, Leontine Petit, Adrià Monés

Drehbuch: Rüdiger Bertram, Jytte-Merle Böhrnsen

Buchvorlage: Rüdiger Bertram

Filmmusik: Arnau Bataller

Kamera: Martin Schlecht

Schnitt: Andreas Radtke

Story:

Im Jahr 1940 bleibt dem regimekritischen Journalisten Ludwig Kirsch und seinem zwölfjährigen Sohn Rolf nur die Flucht aus dem von den Nationalsozialisten besetzten Europa. Von Südfrankreich aus soll sie ein geheimer Pfad über die Pyrenäen nach Spanien führen – der erste Schritt auf dem Weg in die Freiheit und zu Rolfs Mutter, die bereits in New York auf die beiden wartet. Gemeinsam mit einem jungen einheimischen Mädchen begeben sich Vater und Sohn auf die gefährliche Reise durch das unwegsame Gebirge. Während ihnen die Verfolger immer näherkommen, werden Mut, Vertrauen und Zusammenhalt auf eine harte Probe gestellt. Schon bald zeigt sich, dass der beschwerliche Weg über die Berge weit mehr verlangt als bloße Ausdauer.


Heimkino-Filmkritik:

„Der Pfad“ erzählt aus der Sicht eines Kindes auf eindringliche Weise von Flucht, Hoffnung, Vetrauen und Zusammenhalt. Das ernste Thema wird kindgerecht vermittelt, auch wenn der Film einige sehr spannende und emotional intensive Passagen besitzt. Die Altersfreigabe ab 6 Jahren erscheint daher auch fragwürdig. Für Kinder unter zehn Jahren dürfte die Handlung stellenweise zu spannend und von der Erzählung her zu intensiv sein. Mitunter herzergreifend taucht der Zuschauer in die Zeit des Nationalsozialismus ein und fiebert mit dem jungen Protagonisten bis zum Schluss mit. Julius Weckauf wirkt dabei zunächst in seinem Spiel recht steif, steigert sich aber in seine Rolle rein und liefert eine insgesamt gute und glaubwürdige Vorstellung. Zu Beginn des Abspanns wird Bezug darauf genommen, dass Flucht kein längst vergangenes Thema ist, sondern auch heute noch Millionen Menschen betrifft – darunter viele Kinder. „Der Pfad“ ist eine kurzweilige und bewegende Romanverfilmung, die auch Kindern den Zugang zum Thema Flucht und Nationalsozialismus ermöglicht – für Familien mit Kindern aber frühestens ab dem 10. Lebensjahr empfehlenswert.

Zusatzinfos:

Der Film beruht auf dem Jugendroman „Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit“ von Rüdiger Bertram, der gemeinsam mit Jytte-Merle Böhrnsen auch das Drehbuch verfasste. Die Geschichte orientiert sich an realen Fluchtrouten über die Pyrenäen, die während des Zweiten Weltkriegs von zahlreichen Verfolgten genutzt wurden.

Gedreht wurde überwiegend in Spanien, wo die Landschaften der Pyrenäen als authentische Kulisse dienten. Weitere Szenen entstanden in Nordrhein-Westfalen.

„Der Pfad“ erhielt von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat besonders wertvoll.

Der englischsprachige Titel des Films lautet „The Path“.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Weder Hitler, noch der amerikanische Präsident haben wegen uns schlaflose Nächte. Haben wollen Sie uns trotzdem.“ (Ludwig)

Auszeichnungen:

  • Deutscher Filmpreis in Gold in der Kategorie „Bester Kinder- und Jugendfilm“
  • Preis der Deutschen Filmkritik in der Kategorie „Bester Kinderfilm“

  • Nominierung für den Publikumspreis als „Bester Film“ beim Internationalen Filmfestival von Seattle

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

Kein Soundtrack verfügbar.

Zugeordnete Themen

Ähnliche Filme*

*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.

Bewertung

© Heimkino-Filmkritik 2026