Chappie

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Neill Blomkamp
Besetzung: Dev Patel (Deon), Sharlto Copley (Chappie), Jose Pablo Cantillo (Yankie), Sigourney Weaver (Michelle Bradley), Hugh Jackman (Vincent), Anri du Toit (Yo-Landi Visser), Watkin Tudor Jones (Ninja)
Produktion: Neill Blomkamp, Simon Kinberg
Drehbuch: Neill Blomkamp, Terri Tatchell
Filmmusik: Hans Zimmer
Kamera: Trent Opaloch
Schnitt: Julian Clarke, Mark Goldblatt
Story:
In einer nahen Zukunft sorgen hochentwickelte Polizeiroboter in Johannesburg für Sicherheit und haben die Kriminalität deutlich reduziert. Der Ingenieur Deon Wilson entwickelt jedoch eine künstliche Intelligenz, die Maschinen ein eigenes Bewusstsein verleiht. Als er den Prototypen in einen ausrangierten Polizeiroboter überträgt, entsteht Chappie – ein Roboter, der wie ein Kind die Welt entdeckt und seine eigene Persönlichkeit entwickelt. Schon bald gerät Chappie zwischen die Fronten verschiedener Interessengruppen. Während Kriminelle ihn für ihre Zwecke missbrauchen wollen, sieht ein konkurrierender Entwickler in ihm eine Bedrohung für sein eigenes Waffenprojekt. Für Chappie beginnt ein gefährlicher Kampf um seine Freiheit und die Frage, was es eigentlich bedeutet, menschlich zu sein.
Heimkino-Filmkritik:
Einige Figuren wirken sehr stereotyp, das Schauspiel mitunter etwas steif und stellenweise beinahe wie aus einem B-Movie entsprungen. Dennoch ist „Chappie” alles andere als ein gewöhnlicher Science-Fiction-Film und hebt sich wohltuend vom oft austauschbaren Einheitsbrei des Genres ab. „District 9”-Regisseur Neill Blomkamp setzt die originelle Grundidee gewohnt stilvoll und unverwechselbar in Szene. Keine Frage: „Chappie” weist inszenatorische und darstellerische Schwächen auf. Science-Fiction-Fans sollten dem Film dennoch unbedingt eine Chance geben. Belohnt werden sie mit einer kurzweiligen, herrlich abgefahrenen Geschichte, einem sympathischen Roboter und einer Inszenierung, die sich immer wieder bewusst und charmant an der Grenze zum Trash bewegt.
Zusatzinfos:
„Chappie” basiert auf dem rund vierminütigen Kurzfilm „Tetra Vaal” aus dem Jahr 2005, den Regisseur Neill Blomkamp bereits viele Jahre zuvor realisierte. Das Drehbuch zum Spielfilm schrieb er gemeinsam mit seiner Frau Terri Tatchell, mit der er bereits bei „District 9” zusammengearbeitet hatte.
Die Titelfigur wurde mithilfe der Motion-Capture-Technik von Sharlto Copley verkörpert. Seine Bewegungen und seine Stimme bildeten die Grundlage für den digital animierten Roboter Chappie, wodurch die Figur trotz ihres künstlichen Erscheinungsbildes erstaunlich menschlich wirkt.
Neill Blomkamp ist bekennender Fan der südafrikanischen Hip-Hop-Gruppe Die Antwoord und besetzte deren Mitglieder Watkin Tudor Jones („Ninja”) und Anri du Toit („Yo-Landi Visser”) als Gangsterduo. Beide treten im Film unter ihren Künstlernamen auf und verfügten zuvor kaum über Schauspielerfahrung. Zudem steuerte Die Antwoord mit „Enter the Ninja” einen Song zum Soundtrack bei, der im Abspann zu hören ist.
Obwohl „Chappie” in Deutschland von der FSK ab 12 Jahren freigegeben wurde, tragen einige Blu-ray-Veröffentlichungen eine Freigabe ab 16 Jahren. Der Grund dafür ist nicht der Film selbst, sondern zusätzlich enthaltenes Bonusmaterial, das eine höhere Altersfreigabe erforderlich machte.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Die Menschen fürchten sich immer vor etwas, das sie nicht verstehen.” (Michelle Bradley)
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einzelne Nominierungen internationaler Filmpreise.
Trailer
Soundtrack
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Bewertung
Action: ★★★★☆
Anspruch: ★★☆☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★☆☆
Humor: ★★☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
54,95 %
Meine Wertung:
8/10
Gesamtwertung:
64,96 %
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