Heimkino-Filmkritik

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District 9

District 9


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Neill Blomkamp

Besetzung: Sharlto Copley (Wikus van de Merwe), David James (Koobus), Jason Cope (Christopher Johnson), Vanessa Haywood (Tania van de Merwe), Nathalie Boltt (Sarah Livingstone), Sylvaine Strike (Dr. Katrina McKenzie), William Allen Young (Dirk Michaels), Greg Melvill-Smith (Interviewer)

Produktion: Peter Jackson, Philippa Boyens, Carolynne Cunningham

Drehbuch: Neill Blomkamp, Terri Tatchell

Filmmusik: Clinton Shorter

Kamera: Trent Opaloch

Schnitt: Julian Clarke

Story:

Vor Jahrzehnten strandete ein riesiges außerirdisches Raumschiff über Johannesburg. Anstatt die Erde anzugreifen, wurden die geschwächten Aliens in einem abgeschotteten Lager untergebracht und leben seitdem unter menschenunwürdigen Bedingungen im sogenannten District 9. Als der MNU-Mitarbeiter Wikus van de Merwe die Umsiedlung der Bewohner leiten soll, kommt er mit einer mysteriösen außerirdischen Substanz in Kontakt. Schon bald verändert sich sein Körper auf beunruhigende Weise und er gerät ins Visier der skrupellosen Organisation. Auf der Flucht muss Wikus entscheiden, auf welcher Seite er steht – und erkennt dabei die grausamen Folgen von Ausgrenzung, Vorurteilen und Machtmissbrauch.


Heimkino-Filmkritik:

„District 9“ ist ein wirklich innovativer Science-Fiction-Film. Parallelen zu realen Verhältnissen und Umsiedlungen von Marginalsiedlungen moderner Megacities sind bewusst und verleihen dem Film eine deutliche gesellschaftskritische Dimension – insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Handlung ausgerechnet in Südafrika, dem ehemaligen Apartheid-Staat, angesiedelt ist. Regisseur Neill Blomkamp verstärkt den dokumentarischen Eindruck durch den Einsatz wackeliger Handkamerabilder und eingestreuter fiktiver Nachrichtensendungen, wodurch die Geschichte erstaunlich authentisch wirkt. In einigen Momenten erinnert das Werk ein wenig an „Starship Troopers“ – und durch seine Machart sowie die außergewöhnliche Idee der Geschichte bietet sich „District 9“ tatsächlich auch die Möglichkeit, zumindest in einigen Fankreisen, zum Kultfilm zu avancieren, auch wenn die darstellerischen Leistungen teils etwas hölzern geraten sind. „District 9“ gehört aber definitiv zu den anspruchvolleren Vertretern des Genres, da er geschickt Themen wie Segregation, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung in die Handlung einbindet.

Zusatzinfos:

„District 9“ entstand auf Grundlage des rund sechsminütigen Kurzfilms „Alive in Joburg“ aus dem Jahr 2005. An dessen Entstehung waren Neill Blomkamp, Sharlto Copley, Simon Hansen und Shanon Worley beteiligt. Die Grundidee des Kurzfilms wurde später zu einem abendfüllenden Spielfilm ausgebaut.

Der Filmtitel und zahlreiche Handlungselemente beziehen sich auf den ehemaligen Wohnbezirk District Six in Kapstadt. Während der Apartheid wurden dort in den 1960er- und 1970er-Jahren zehntausende Menschen zwangsweise umgesiedelt. Der Film nutzt dieses historische Vorbild, um Themen wie Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung aufzugreifen.

Mit einem Produktionsbudget von lediglich rund 30 Millionen US-Dollar war „District 9“ im Vergleich zu anderen Science-Fiction-Blockbustern vergleichsweise günstig produziert. Dennoch spielte der Film weltweit über 210 Millionen US-Dollar ein und entwickelte sich sowohl finanziell als auch bei Kritikern zu einem großen Erfolg.

Produzent Peter Jackson wurde auf Neill Blomkamp aufmerksam, nachdem die geplante Verfilmung des Videospiels „Halo“ gescheitert war. Stattdessen unterstützte Jackson Blomkamp bei der Realisierung von „District 9“, wodurch dem Regisseur sein internationaler Durchbruch gelang.

Die Hauptrolle des Wikus van de Merwe war die erste große Filmrolle für Sharlto Copley.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Es wird schnell gehen. Es wird sauber laufen. Und das Allerbeste: Es wird geräuschlos sein.“

Auszeichnungen:

  • Saturn Award in der Kategorie „Bester internationaler Film“
  • BMI Film Music Award in der Kategorie „Beste Filmmusik“

  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bester Schnitt“ und „Beste visuelle Effekte“
  • Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie „Bestes Drehbuch“
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Beste Regie“ (Neill Blomkamp), „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“, „Bestes Szenenbild“, „Bester Ton“ und „Beste visuelle Effekte“
  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Beste Regie“ (Neill Blomkamp), „Bestes Drehbuch“, „Bestes Make-Up“, „Bestes Szenenbild“, „Beste Spezialeffekte“ und „Beste DVD/Blu-ray Special Edition Veröffentlichung“
  • Nominierungen für den Satellite Award in den Kategorien „Beste Regie“ (Neill Blomkamp), „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bester Schnitt“ und „Beste visuelle Effekte“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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