Heimkino-Filmkritik

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Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Alien

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117 Minuten, 115 Minuten (Director's Cut)

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Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Ridley Scott

Besetzung: Sigourney Weaver (Ellen Louise Ripley), Tom Skerritt (Capt. Arthur Dallas Coblenz), Veronica Cartwright (Joan Marie Lambert), John Hurt (Kane), Harry Dean Stanton (Samuel Elias Brett), Ian Holm (Ash), Yaphet Kotto (Parker)

Produktion: Walter Hill, Gordon Carroll, David Giler

Drehbuch: Dan O'Bannon, Ronald Shusett

Filmmusik: Jerry Goldsmith

Kamera: Derek Vanlint

Schnitt: Terry Rawlings, Peter Weatherley

Story:

Die Besatzung des Raumfrachters „Nostromo“ wird im Jahr 2122 während ihres Rückflugs zur Erde aus dem Kälteschlaf geweckt, nachdem ein rätselhaftes Signal von einem fremden Planeten empfangen wurde. Bei der Untersuchung stoßen die Crewmitglieder auf eine unbekannte außerirdische Lebensform. Kurz darauf entwickelt sich an Bord eine tödliche Bedrohung: Ein aggressives Wesen beginnt, die Mannschaft nach und nach zu jagen. Während Panik und Misstrauen zunehmen, kämpft die Offizierin Ripley verzweifelt ums Überleben. In der Enge des Raumschiffs entsteht ein intensiver Kampf zwischen Mensch und Kreatur, bei dem sich zeigt, dass die eigentliche Gefahr möglicherweise größer ist als zunächst angenommen.


Heimkino-Filmkritik:

Die ersten 30 Minuten sind von Regisseur Ridley Scott sehr ruhig inszeniert, doch mit dem ersten Alien-Kontakt nimmt der Film dann gehörig Fahrt und Spannung auf. Die langsamen Kamerafahrten durch die Gänge des Raumschiffs erzeugen eine beängstigende Atmosphäre, die Effekte sind für das Entstehungsjahr des Films (1979) sensationell und Hauptdarstellerin Sigourney Weaver wird man wohl für immer mit der Rolle der Ellen Ripley in Verbindung bringen. – „Alien“ ist ein Meilenstein des Science-Fiction- und Horror-Genres und legte den Grundstein einer über Jahrzehnte währenden und immer wieder erweiterten Filmreihe. Doch die Klasse dieses ersten Teils wurde allenfalls von James Cameron mit der Fortsetzung „Aliens – Die Rückkehr“ nochmal erreicht.

Zusatzinfos:

Mit einem Budget von rund 11 Millionen US-Dollar war „Alien“ zunächst keine gigantische Großproduktion. Der Film entwickelte sich jedoch weltweit zu einem enormen Erfolg und spielte über 100 Millionen US-Dollar ein. Damit wurde „Alien“ nicht nur ein finanzieller Triumph, sondern auch der Startpunkt eines der bekanntesten Science-Fiction-Horror-Franchises der Filmgeschichte.

Die Figur Ellen Ripley gilt heute als eine der ersten großen weiblichen Action- und Survivalheldinnen des modernen Kinos. Mit Sigourney Weaver gelang 1979 erstmals einer Frau der große Durchbruch in einem Genre, das zuvor überwiegend von männlichen Hauptfiguren dominiert wurde.

Unterschiedliche Versionen des Films:
Zum 25-jährigen Jubiläum erschien 2003/2004 eine neue Schnittfassung unter dem Titel „Alien: The Director’s Cut“. Diese Version enthielt einige zuvor entfernte Szenen sowie überarbeitetes Bild und verbesserten Ton. Interessanterweise ist diese Fassung sogar etwas kürzer als die ursprüngliche Kinoversion, da einzelne bekannte Szenen gekürzt oder anders geschnitten wurden. Ridley Scott betonte jedoch mehrfach, dass bereits die Originalfassung seiner eigentlichen Wunschversion entsprach. Die spätere „Director’s Cut“-Bezeichnung diente daher eher Marketingzwecken. Scott selbst betrachtet diese Version eher als alternative Neuinterpretation für moderne Sehgewohnheiten.

Die „Alien“-Filmreihe:
1979: Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
1986: Aliens – Die Rückkehr
1992: Alien 3
1997: Alien – Die Wiedergeburt
2012: Prometheus – Dunkle Zeichen
2017: Alien: Covenant
2024: Alien: Romulus

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Nur seine Feindseligkeit übertrifft noch seine perfekte Struktur.“

Auszeichnungen:

1 Oscar:
Beste visuelle Effekte

  • BAFTA Film Award in den Kategorien „Bestes Szenenbild“ und „Bester Soundtrack“
  • Saturn Awards in den Kategorien „Bester Science-Fiction-Film“, „Beste Nebendarstellerin“ (Veronica Cartwright) und „Beste Regie“ (Ridley Scott)

  • Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bestes Szenenbild“
  • Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie „Beste Original-Musik“
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Beste Kostüme“, „Bester Schnitt“, „Beste Newcomerin in einer Hauptrolle“ (Sigourney Weaver) und „Bester Nebendarsteller“ (John Hurt)
  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Beste Hauptdarstellerin“ (Sigourney Weaver), „Bestes Drehbuch“, „Bestes Make-Up“ und „Beste Spezialeffekte“

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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