Warfare

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Alex Garland, Ray Mendoza
Besetzung: Joseph Quinn (Sam), Noah Centineo (Brian/Zawi), Will Poulter (Erik), D'Pharaoh Woon-A-Tai (Ray Mendoza), Cosmo Jarvis (Elliott), Kit Connor (Tommy), Finn Bennett (John), Taylor John Smith (Frank), Michael Gandolfini (Lt. McDonald), Charles Melton (Jake)
Produktion: Andrew MacDonald, Matthew Penry-Davey, Allon Reich, Peter Rice
Drehbuch: Ray Mendoza, Alex Garland
Filmmusik: –
Kamera: David J. Thompson
Schnitt: Fin Oates
Story:
Der Irakkrieg im Jahr 2006: Eine Gruppe von Navy-SEAL-Soldaten bezieht Stellung in einem Gebäude, um ein nahegelegenes Haus zu überwachen, in dem sich mutmaßlich Mitglieder einer bewaffneten Gruppe aufhalten. Während des Einsatzes eskaliert die Situation unerwartet und führt zu einem intensiven Gefecht. Die Soldaten müssen unter großem Zeitdruck Entscheidungen treffen und versuchen, ihre Position zu halten, während sie auf Unterstützung warten. Dabei geraten sie zunehmend in eine lebensgefährliche Lage …
Heimkino-Filmkritik:
„Warfare“ bietet einen sehr authentischen und atmosphärischen Blick in den Irakkrieg und zeigt ohne Scheu die Grausamkeit des Krieges allgemein. Die eindrücklich-realistische Darstellung des Krieges erinnert an Filme wie „Battle for Haditha“ oder „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, die ebenfalls beide während des Irakkriegs spielen. Die langen ungefilterten Aufnahmen schrecken auch vor der Darstellung offener Fleischwunden und der Verarztung dieser nicht zurück, und verstärken, ebenso wie eine fehlende Musikspur, den beinahe dokumentarischen Touch des Films. Im Wesentlichen spielt die gesamte Handlung von „Warfare“ in einem einzigen Gebäude und die Zeit läuft größtenteils in Echtzeit ab, was die Intensität weiter erhöht. Storytechnisch wird nicht wirklich viel geboten. Alex Garland und Ray Mendoza – die Erfahrungen des Letzteren während des Kriegs werden hier übrigens verarbeitet – fokussieren sich mehr auf die kleine Gruppe amerikanischer Soldaten, die sich in einem Haus verschanzt hat, ihre Verwundeten versorgen muss, und auf die Evakuierung wartet. – Spannender Kriegsfilm, der ohne aufreibenden Handlungsbogen auskommt, aber intensiv von den Kampfhandlung im Kriegsgebiet erzählt und dabei glücklicherweise vollkommen auf eine Heldengeschichte verzichtet.
Zusatzinfos:
Co-Regisseur Ray Mendoza war früher Navy-SEAL und arbeitete später in Hollywood häufig als militärischer Berater, unter anderem bei Filmen und Serien mit realistischen Kampfszenen, so zum Beispiel bei Alex Garlands letztem Projekt „Civil War“. Der Film „Warfare“ basiert nun auf realen Ereignissen aus Mendozas eigenen militärischen Erfahrungen während des Irakkriegs. Deshalb trägt eine Figur im Film ebenfalls seinen Namen – sie stellt im Grunde sein jüngeres Ich bzw. seine Rolle in der damaligen Einheit dar. Das Projekt gilt als ungewöhnlich, weil ein direkt beteiligter Soldat selbst an der Inszenierung mitgewirkt hat, um die Ereignisse möglichst authentisch darzustellen.
Viele der Darsteller mussten vor den Dreharbeiten ein militärisches Training absolvieren, um sich möglichst glaubwürdig wie Soldaten einer Einsatzgruppe zu bewegen und zu verhalten.
Der Film verzichtet komplett auf sonst üblichen Hintergrund- und Begleitmusik. Ziemlich zu Beginn des Films sehen die Soldaten aber z. B. auf einem Fernseher das Musikvideo zu „Call on Me“ von Eric Prydz.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
–
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Trailer
Bewertung
Action: ★★★★☆
Anspruch: ★★☆☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★☆☆
Humor: ☆☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Meine Wertung:
8/10
Gesamtwertung:
80,40 %
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