Heimkino-Filmkritik

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Urteil von Nürnberg

Judgment at Nuremberg


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Stanley Kramer

Besetzung: Spencer Tracy (Richter Dan Haywood), Burt Lancaster (Ernst Janning), Richard Widmark (Col. Tad Lawson), Marlene Dietrich (Mme. Bertholt), Maximilian Schell (Hans Rolfs), Judy Garland (Irene Hoffmann), Montgomery Clift (Rudolph Petersen), William Shatner (Capt. Harrison Byers), Edward Binns (Sen. Burkette), Werner Klemperer (Emil Hahn), Ray Teal (Richter Ives), Kenneth MacKenna (Richter Kenneth Norris), Torben Meyer (Werner Lampe)

Produktion: Stanley Kramer

Drehbuch: Abby Mann

Filmmusik: Ernest Gold

Kamera: Ernest Laszlo

Schnitt: Frederic Knudtson

Story:

Nürnberg 1947: Vor einem amerikanischen Militärgericht wird mehreren ehemalige deutschen Richtern und Juristen der Prozess gemacht. Ihnen wird vorgeworfen, während der Zeit des Nationalsozialismus durch ihre Urteile und Entscheidungen zur Verfolgung und zum Tod zahlreicher unschuldiger Menschen beigetragen zu haben. Während des Prozesses werden die politischen und moralischen Hintergründe ihrer Handlungen ausführlich beleuchtet. Einige der Angeklagten weisen jede persönliche Verantwortung zurück, während einer von ihnen lange schweigt. Erst im Verlauf der Verhandlung kommt es zu einem entscheidenden Moment, in dem die Frage nach Schuld, Verantwortung und persönlicher Haltung offen zur Sprache gebracht wird.


Heimkino-Filmkritik:

„Urteil von Nürnberg“ beginnt mit einer lange anhaltenden Ouvertüre, bestehend aus einer Orchesterkomposition, die bewusst Motive aus deutschen Liedern und Märschen eingearbeitet hat, die mit der Zeit des Nationalsozialismus verbunden sind. Dadurch wird der Zuschauer auf die Situation Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg und die moralische Schwere des Gerichtsdramas eingestimmt. Der Cast ist bis in die Nebenrollen prominent besetzt und die gute Kameraarbeit macht die Atmosphäre und Stimmung im Gerichtssaal greifbar. Der komplett in schwarz-weiß gehaltene Film wird stellenweise noch mit Originalbildern unterfüttert. Das bewegende Plädoyer für mehr Menschlichkeit regt zum Nachdenken an und leistet einen wichtigen Beitrag der Erinnerungskultur und gegen das Vergessen der NS-Verbrechen.

Zusatzinfos:

Die Handlung orientiert sich an den sogenannten Nürnberger Nachfolgeprozessen, die nach dem Hauptkriegsverbrecherprozess stattfanden. Konkret lehnt sich der Film besonders an den historischen Juristenprozess (United States vs. Josef Altstötter et al.) an, der von 1947 bis 1948 vor einem amerikanischen Militärgericht in Nürnberg geführt wurde.

Die Figur des Richters Dr. Ernst Janning, gespielt von Burt Lancaster, ist – wie die anderen Charaktere im Film ebenfalls – eine fiktive Figur, orientiert sich jedoch an mehreren realen Juristen des historischen Nürnberger Juristenprozesses.

Einige der im Film gezeigten Archivaufnahmen aus Konzentrationslagern sind echte Dokumentaraufnahmen, die während der Befreiung der Lager entstanden und im Prozess als Beweismaterial gezeigt wurden.

Im Jahre 2008 wählte das renommierte American Film Institute „Urteil von Nürnberg“ auf den zehnten Platz der größten Gerichtsdramen aller Zeiten.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Wir müssen vergessen, wenn wir weiterleben wollen.“

Auszeichnungen:

2 Oscars:
Bester Hauptdarsteller (Maximilian Schell)
Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Golden Globe in der Kategorie „Beste Regie“ (Stanley Kramer)

  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“ (Spencer Tracy), „Bester Nebendarsteller“ (Montgomery Clift), „Beste Nebendarstellerin“ (Judy Garland), „Beste Regie“ (Stanley Kramer), „Beste Kamera – Schwarz-Weiß-Film“, „Bestes Szenenbild – Schwarz-Weiß-Film“, „Beste Kostüme – Schwarz-Weiß-Film“ und „Bester Schnitt“
  • Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film – Drama“, „Bester Hauptdarsteller – Drama“ (Maximilian Schell), „Beste Nebendarstellerin“ (Judy Garland), „Bester Nebendarsteller“ (Montgomery Clift) und „Bester Film zur Internationalen Verständigung“
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Bester Film“, „Bester ausländischer Darsteller“ (Montgomery Clift) und „Bester ausländischer Darsteller“ (Maximilian Schell)

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

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Trailer

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