Under Sandet

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Martin Zandvliet
Besetzung: Roland Møller (Unteroffizier Carl Rasmussen), Mikkel Boe Følsgaard (Hauptmann Ebbe Jensen), Louis Hofmann (Sebastian), Joel Basman (Helmut), Oskar Bökelmann (Ludwig), Emil Belton (Ernst), Oskar Belton (Werner), Leon Seidel (Wilhelm), Karl Alexander Seidel (Manfred)
Produktion: Mikael Chr. Rieks, Malte Grunert
Drehbuch: Martin Zandvliet
Filmmusik: Sune Martin
Kamera: Camilla Hjelm Knudsen
Schnitt: Molly Marlene Stensgaard, Per Sandholt
Story:
Der Zweite Weltkrieg ist im Mai 1945 zwar offiziell beendet, doch für eine Gruppe junger deutscher Soldaten beginnt nun ein neuer Albtraum. Die kaum volljährigen Männer, die erst kurz zuvor für Hitlers letztes Aufgebot eingezogen wurden, geraten in dänische Kriegsgefangenschaft. Dort werden sie zu einer lebensgefährlichen Aufgabe gezwungen: An der Nordseeküste sollen sie tausende von deutschen Tretminen aus dem Sand entschärfen. Ohne ausreichende Ausbildung, kaum ausgerüstet und unter strenger Aufsicht eines dänischen Offiziers müssen sie sich Zentimeter für Zentimeter durch den Strand arbeiten. Jeder falsche Handgriff kann tödliche Folgen haben. In dieser ausweglosen Situation klammern sich die jungen Männer an die Hoffnung, die gefährliche Mission zu überleben und irgendwann wieder in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen.
Heimkino-Filmkritik:
„Unter dem Sand“ ist kein Kriegsfilm im eigentlichen Sinne, spielt er doch kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Gerade dieses – übrigens auf wahren Begebenheiten beruhende – Minenräum-Szenario erzeugt jedoch eine enorme Intensität. Die Geschichte wird eindringlich erzählt, und der allmähliche Wandel des dänischen Feldwebels im Umgang mit den jungen deutschen Soldaten verdeutlicht auf eindrucksvolle Weise die Sinnlosigkeit des Krieges. Auch darstellerisch überzeugt der Film auf ganzer Linie. Ein hochspannendes und äußerst intensives Drama, dessen Altersfreigabe ab 12 Jahren angesichts einiger sehr brutaler Szenen zumindest diskutabel erscheint. – „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ war gestern: Dieses dänisch-deutsche Minenräumkommando wirkt noch eindringlicher und als Zuschauer fiebert man regelrecht mit den jungen Männern mit. Ein klasse Film, der neben spannender Unterhaltung auch zum Nachdenken über Moral und Schuld auffordert.
Zusatzinfos:
Der Film basiert auf realen Ereignissen nach dem Zweiten Weltkrieg. Entlang der dänischen Nordseeküste hatten deutsche Truppen rund 1,4 bis 2 Millionen Landminen verlegt. Nach Kriegsende wurden etwa 2.000 deutsche Kriegsgefangene, viele davon sehr jung, zur Räumung dieser Minen eingesetzt. Die Arbeit war extrem gefährlich: mehrere hundert der jungen Männer starben, viele weitere wurden schwer verletzt. Diese Geschichte war in Dänemark lange Zeit ein historisch sensibles und wenig behandeltes Thema.
Die jungen deutschen Soldaten im Film wurden bewusst mit sehr jungen Schauspielern besetzt, um die historische Realität zu unterstreichen. Viele der Darsteller hatten vor dem Film kaum oder gar keine Schauspielerfahrung, was dem Film zusätzlich eine dokumentarische Authentizität verleiht.
Gedreht wurde überwiegend an der dänischen Nordseeküste, unter anderem in der Region um Varde und Blåvand. Diese Gegend gehörte während des Krieges zum sogenannten Atlantikwall, wo tatsächlich viele Minenfelder angelegt waren.
Der englischsprachige Titel des Films lautet „Land of Mine“.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Wer alt genug ist, um in den Krieg zu ziehen, der kann auch seinen Dreck wegräumen.“
Auszeichnungen:
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Trailer
Bewertung
Action: ★★☆☆☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★★☆
Humor: ☆☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Meine Wertung:
10/10
Gesamtwertung:
88,54 %
© Heimkino-Filmkritik 2026