Heimkino-Filmkritik

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U-Turn – Kein Weg zurück

U-Turn


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Oliver Stone

Besetzung: Sean Penn (Bobby Cooper), Jennifer Lopez (Grace McKenna), Nick Nolte (Jake McKenna), Powers Boothe (Sheriff Virgil Potter), Claire Danes (Jenny), Joaquin Phoenix (Toby N. Tucker), Billy Bob Thornton (Darrell), Jon Voight ("Der Blinde"), Liv Tyler (Mädchen an der Bushaltestelle), Julie Hagerty (Flo)

Produktion: Dan Halsted, Clayton Townsend

Drehbuch: John Ridley

Buchvorlage: John Ridley

Filmmusik: Ennio Morricone

Kamera: Robert Richardson

Schnitt: Hank Corwin, Thomas J. Nordberg

Story:

Der Kleinkriminelle Bobby Cooper strandet mit seinem Wagen in einer heruntergekommenen Wüstenstadt in Arizona. Eigentlich will er nur schnell weiterreisen, doch schon bald gerät er in ein Netz aus Intrigen, Gewalt und dubiosen Bewohnern. Besonders die geheimnisvolle Grace zieht Bobby zunehmend in ihren Bann. Gleichzeitig entwickelt sich zwischen ihr, ihrem Ehemann Jake und Bobby ein gefährliches Spiel aus Manipulation, Misstrauen und tödlichen Absichten. Je länger Bobby in der scheinbar verlassenen Kleinstadt feststeckt, desto tiefer gerät er in eine bizarre Spirale aus Gewalt und Betrug – aus der es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt.


Heimkino-Filmkritik:

„U-Turn – Kein Weg zurück“ ist ein stark unterschätzendes Filmjuwel von Oliver Stone. Sowohl in vielen Communitys, als auch bei den internationalen Filmfestivals genoss und genießt der Streifen scheinbar kein hohes Ansehen. Und doch handelt es sich um ein kleines Meisterwerk, das mit einer hochkarätigen Besetzung und einer ungemein stilsicheren Inszenierung glänzen kann. In Schnitt- und Bildtechnik erinnert das Werk am ehesten an Oliver Stones eigenen kontovers diskutierten Film „Natural Born Killers“. Neben einigen tollen Songs, erkennt man auch die unverwechselbare Musikuntermalung Ennio Morricones. Die Darsteller, deren Spiel sich zwar häufig nah am Overacting bewegt, und deren Charaktere mitunter bewusst groteske Züge annehmen, überzeugen allesamt. Insbesondere Nick Nolte, Billy Bob Thornton und Hauptdarsteller Sean Penn spielen grandios. Aber auch Jennifer Lopez ist hier in ihrer vielleicht besten Filmrolle als durchtriebene und verführerische Femme Fatale zu sehen. – „U-Turn“ ist ein raffinierter, bitterböser Thriller, der mit seinen ausgefallenen Charakteren, den tollen Dialogen und der kurzweiligen Inszenierung in Videoclip-Ästhetik überzeugt. Trotz des vielfach negativen öffentlichen Standings eine klare Empfehlung!

Zusatzinfos:

Der Film beruht auf dem Roman „Stray Dogs“ von John Ridley, der auch das Drehbuch verfasste.

Billy Bob Thornton nahm für seine Rolle des Automechanikers Darrell 25 Kilogramm zu.

„U-Turn“ lief ungeschnitten und mit FSK-18-Freigabe in den deutschen Kinos und wurde auch so auf VHS und DVD in Deutschland veröffentlicht. Im Februar 2022 wurde der Film dann auch auf Blu-ray veröffentlicht und zu diesem Zweck der FSK nochmals vorgelegt. Nun bekam die ungeschnitten Fassung eine FSK-16-Freigabe.

Der deutsche Alternativtitel des Films lautet „U-Turn – Tödliche Wendung“.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Frauen – man kann weder mit ihnen leben, noch ohne sie.“ (Jake McKenna)

Auszeichnungen:

Der Film gewann keine größeren Auszeichnungen, wurde aber gleich in zwei Kategorien für den Anti-Preis, die Goldene Himbeere nominiert: Oliver Stone als schlechtester Regisseur und Jon Voight als schlechtester Nebendarsteller.

Soundtrack

Trailer

Bewertung


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