Triangle of Sadness

Triangle of Sadness


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Ruben Östlund

Besetzung: Charlbi Dean (Yaya), Harris Dickinson (Carl), Woody Harrelson (Kapitän Thomas Smith), Oliver Ford Davies (Winston), Zlatko Buric (Dimitry), Sunnyi Melles (Vera), Iris Berben (Therese), Dolly De Leon (Abigail), Arvin Kananian (Darius), Henrik Dorsin (Jorma Björkman)

Produktion: Philippe Bober, Erik Hemmendorff

Drehbuch: Ruben Östlund

Kamera: Fredrik Wenzel

Schnitt: Ruben Östlund, Mikel Cee Karlsson

Story:

Carl und Yaya arbeiten als Models und Influencer und führen eine Beziehung, in der Geld und gesellschaftlicher Status immer wieder für Spannungen sorgen. Als Yaya zu einer kostenlosen Reise auf einer luxuriösen Jacht eingeladen wird, finden sich die beiden plötzlich unter einigen der reichsten Menschen der Welt wieder. Während die Besatzung bemüht ist, den wohlhabenden Gästen jeden Wunsch zu erfüllen, hält sich der ständig betrunkene Kapitän meist in seiner Kabine auf. Bei einem Captain’s Dinner gerät die Situation während eines heftigen Sturms zunehmend außer Kontrolle. Doch damit beginnen die Probleme an Bord erst. Nach weiteren dramatischen Ereignissen strandet schließlich eine kleine Gruppe auf einer einsamen Insel. Dort verlieren gesellschaftlicher Rang und Reichtum plötzlich ihre bisherige Bedeutung. Ausgerechnet die Reinigungskraft Abigail verfügt über die Fähigkeiten, die für das Überleben notwendig sind – und die bisherigen Machtverhältnisse beginnen sich grundlegend zu verändern.


Heimkino-Filmkritik:

„Triangle of Sadness“ ist ein satirischer Episodenfilm über Geschlechterrollen, soziale Schichten und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Dabei beinhaltet der Film einige großartige Situationen – schon die Szene ziemlich zu Beginn, in der es um das Bezahlen im Restaurant geht, ist ganz großes Schauspielkino –, herausragende Dialoge und eine exzellente Kameraarbeit. Gegen Ende verflacht das Ganze zwar ein wenig, insgesamt handelt es sich aber um einen innovativen Film mit starken Darstellern und intelligenten Pointen.

Zusatzinfos:

Der ungewöhnliche Titel lässt sich sinngemäß mit „Dreieck der Traurigkeit“ übersetzen und bezeichnet eine Falte zwischen den Augenbrauen, die in der Schönheitschirurgie mit Botox behandelt werden kann. Der Begriff passt damit zum ersten Teil des Films und dessen Auseinandersetzung mit der Modewelt, in der das eigene Aussehen gewissermaßen zum Kapital wird. Zudem ist der Film in drei Akte unterteilt.

Die Inselszenen entstanden unter anderem am Chiliadou Beach auf der griechischen Insel Euböa (Evia). Weitere griechische Dreharbeiten fanden in Katakolo statt.

Die Dreharbeiten wurden erheblich durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt. Die Produktion begann im Februar 2020, musste nach wenigen Wochen unterbrochen werden und wurde später in mehreren Etappen fortgesetzt. Insgesamt zog sich der Dreh dadurch bis November 2020 hin.

Besonders tragisch ist die Geschichte von Hauptdarstellerin Charlbi Dean, die mit Yaya ihre bis dahin bedeutendste Filmrolle spielte. Die südafrikanische Schauspielerin starb am 29. August 2022 im Alter von nur 32 Jahren überraschend an einer bakteriellen Sepsis. Die Infektion wurde durch das Bakterium Capnocytophaga verursacht. Dean war nach einem schweren Autounfall im Jahr 2009 die Milz entfernt worden; diese sogenannte Asplenie begünstigte den schweren Verlauf der Infektion. Dean hatte „Triangle of Sadness“ noch bei seiner Premiere und dem Gewinn der Goldenen Palme in Cannes erlebt, starb jedoch vor dem regulären Kinostart des Films.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Die Segel … wäre es möglich, sie zu reinigen?“
„Nun, ich denke nicht, dass das möglich ist, Ma’am, weil dies eine Motoryacht ist.“

Auszeichnungen:

  • Goldene Palme als „Bester Film“ beim Internationalen Filmfestival von Cannes
  • Europäischer Filmpreis in den Kategorien „Bester europäischer Film“, „Bester europäischer Regisseuer“ (Ruben Östlund), „Bester europäischer Darsteller“ (Zlatko Buric) und „Bestes europäisches Drehbuch“

  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (Ruben Östlund) und „Bestes Original-Drehbuch“
  • Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film – Musical/Komödie“ und „Beste Nebendarstellerin“ (Dolly De Leon)
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Beste Nebendarstellerin“ (Dolly De Leon), „Bestes Casting“ und „Bestes Original-Drehbuch“
  • Nominierungen für den Satellite Award in den Kategorien „Bester Film – Komödie/Musical“, „Bestes Original-Drehbuch“ und „Beste Nebendarstellerin“ (Dolly De Leon)
  • Nominierung für den César Award in der Kategorie „Bester ausländischer Film“
  • Nominierung für den Sierra Award in der Kategorie „Beste Komödie“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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