The Last Duel

The Last Duel


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Ridley Scott

Besetzung: Matt Damon (Jean de Carrouges), Jodie Comer (Marguerite de Carrouges), Adam Driver (Jacques LeGris), Ben Affleck (Graf Pierre d'Alençon), Marton Csokas (Crespin), Harriet Walter (Nicole de Buchard), Alex Lawther (König Karl VI.), Nathaniel Parker (Sir Robert de Thibouville)

Produktion: Ridley Scott, Jennifer Fox, Nicole Holofcener

Drehbuch: Ben Affleck, Matt Damon, Nicole Holofcener

Buchvorlage: Eric Jager

Filmmusik: Harry Gregson-Williams

Kamera: Dariusz Wolski

Schnitt: Claire Simpson

Story:

Frankreich im 14. Jahrhundert: Der Ritter Jean de Carrouges und der Knappe Jacques Le Gris waren einst Freunde, doch Streitigkeiten um Besitz, gesellschaftlichen Aufstieg und persönliche Ehre haben die beiden Männer zunehmend entzweit. Als Jeans Ehefrau Marguerite erklärt, von Le Gris vergewaltigt worden zu sein, weist dieser die Anschuldigung entschieden zurück. Jean trägt den Fall schließlich vor Gericht und fordert Le Gris zu einem Duell auf, das über Schuld oder Unschuld entscheiden soll. Der Ausgang des Kampfes hat dabei nicht nur für die beiden Männer weitreichende Konsequenzen: Auch Marguerites Leben hängt davon ab, wem nach damaligem Verständnis Gott im Duell zum Sieg verhilft.


Heimkino-Filmkritik:

Ridley Scott inszeniert „The Last Duel“ als pompöses Historiendrama. Matt Damon spielt den vernarbten und unsympathischen Jean de Carrouges glaubhaft. Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte wird dabei in drei sich inhaltlich wiederholenden Akten aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Zwar offenbaren die teilweise nur kleinen Abweichungen unterschiedliche Wahrnehmungen und Selbstbilder der beteiligten Figuren, über weite Strecken unterscheiden sich die Erzählungen jedoch nur geringfügig voneinander, sodass die Wiederholungen stellenweise redundant wirken. Eine eindeutige Rekonstruktion des Tathergangs, wie man es zunächst vermuten könnte, steht dabei allerdings gar nicht im Mittelpunkt. Der abschließende und titelgebende Kampf ist intensiv und spannend inszeniert, zuvor gibt es aber auch etwas Leerlauf. So ist „The Last Duel“ letztendlich ein Historienfilm, der durch seinen zeitgeschichtlichen Bezug, die Darstellung der Geschlechterrollen im Mittelalter, das aus heutiger Sicht absurde damalige Rechtsverständnis und die gute Besetzung überzeugt, dabei aber seine eigentliche Geschichte erzählerisch ein wenig vernachlässigt.

Zusatzinfos:

Buchvorlage und historischer Hintergrund

Der Film basiert auf dem Sachbuch „The Last Duel: A True Story of Crime, Scandal, and Trial by Combat in Medieval France“ des amerikanischen Literaturwissenschaftlers Eric Jager, das 2004 erschien. Jager rekonstruierte den Fall anhand mittelalterlicher Chroniken, Gerichtsunterlagen und anderer historischer Dokumente. Das Buch erzählt die Ereignisse zwar ausgesprochen romanhaft, versteht sich aber als historische Rekonstruktion.

Jean de Carrouges, Jacques Le Gris und Marguerite de Carrouges haben tatsächlich gelebt. Marguerite beschuldigte Le Gris 1386, sie während der Abwesenheit ihres Mannes vergewaltigt zu haben. Le Gris bestritt die Tat und berief sich unter anderem auf ein Alibi. Jean de Carrouges brachte den Fall schließlich vor das Parlement de Paris und verlangte ein gerichtliches Duell. Das berühmte Duell fand tatsächlich am 29. Dezember 1386 in Paris statt und wurde von König Charles VI. sowie zahlreichen Zuschauern verfolgt. Nach damaliger Vorstellung sollte Gott demjenigen zum Sieg verhelfen, dessen Sache gerecht war – das Duell fungierte somit als Gottesurteil.

Häufig wird die Auseinandersetzung als „letztes legales Duell Frankreichs“ bezeichnet (daher auch der Titel des Films). Das ist etwas verkürzt. Es war eines der letzten und vor allem das berühmteste gerichtlich genehmigte Duell des mittelalterlichen Frankreichs.


Unterbrechung der Dreharbeiten

Die Dreharbeiten begannen Anfang 2020 in Frankreich, mussten aber wegen der Corona-Pandemie unterbrochen werden. Später wurde die Produktion unter strengen Schutzmaßnahmen fortgesetzt. Gedreht wurde an zahlreichen historischen Schauplätzen in Frankreich und Irland, darunter mittelalterliche Burgen und Klosteranlagen.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Ihr könnt nicht aus Recht Unrecht machen und aus Unrecht Recht.“ (Jean de Carrouges)

Auszeichnungen:

  • Nominierungen für den Satellite Award in den Kategorien „Beste Original-Musik“ und „Bester Ton“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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Bewertung

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