Heimkino-Filmkritik

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The Day After Tomorrow

The Day After Tomorrow


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Roland Emmerich

Besetzung: Dennis Quaid (Jack Hall), Jake Gyllenhaal (Sam Hall), Emmy Rossum (Laura Chapman), Dash Mihok (Jason Evans), Jay O. Sanders (Frank Harris), Ian Holm (Terry Rapson), Sela Ward (Dr. Lucy Hall), Austin Nichols (J. D.)

Produktion: Roland Emmerich, Mark Gordon

Drehbuch: Roland Emmerich, Jeffrey Nachmanoff

Filmmusik: Harald Kloser

Kamera: Ueli Steiger

Schnitt: David Brenner

Story:

Der Klimatologe Jack Hall warnt seit Jahren vor möglichen drastischen Folgen des Klimawandels. Als ungewöhnliche Wetterphänomene weltweit auftreten, bestätigt sich seine Befürchtung: Veränderungen in den Meeresströmungen lösen eine Reihe extremer Naturereignisse aus, die schließlich zu einer raschen Abkühlung auf der Nordhalbkugel führen. Während große Teile der Bevölkerung versuchen, sich vor den Naturkatastrophen in Sicherheit zu bringen, befindet sich Halls Sohn Sam in New York. Als die Stadt von einer extremen Kälteperiode und gewaltigen Stürmen getroffen wird, macht sich der Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise, um ihn zu finden und zu retten.


Heimkino-Filmkritik:

„The Day After Tomorrow“ basiert auf einem wissenschaftlichen Hintergrund, der davon ausgeht, dass bei einem zu starken Abschmelzen der Polkappen, der Salzgehalt im Atlantik rapide sinken würde, was dann wiederum dazu führen würde, dass der Golfstrom seine Kraft verlieren könnte, da sich die Dichte des Wassers verändert. Dadurch kämen keine warmen Meeresströmungen mehr in den Nordatlantik und das Klima auf der Nordhalbkugel würde sich deutlich abkühlen. So weit, so gut… Doch im Film laufen diese Prozesse aus dramaturgischen Gründen in ihrer direkten Wirkung zu stark und vor allem viel zu schnell ab. Filmisch bewegt sich der deutsche Regisseur Roland Emmerich hier erneut im Bereich des Hollywood-Blockbusterkinos, dem es natürlich auch viel mehr um seine Effekte geht, als um eine plausible Geschichte. Doch auch etwas Gesellschaftskritik findet sich im Film wieder. So versuchen beispielsweise viele US-Bürger in Richtung Süden nach Mexiko zu flüchten, doch das US-amerikanische Nachbarland schließt die Grenzen. Und am Ende des Films gibt es eine Erklärung des Präsidenten, der eingesteht, dass man den Klimawandel unterschätzt habe. – Bombastisch inszenierter Katastrophen-Thriller, der nicht immer glaubwürdig, doch aber mitreißend und spektakulär inszeniert ist. Zudem wird das Thema des Klimawandels, zwar nicht in allen Facetten realistisch, doch aber zumindest einer breiten Masse zugänglich gemacht. Und auch das ist schon mal Anerkennung wert.

Zusatzinfos:

Der Film „The Day After Tomorrow“ gilt als Teil der inoffiziellen Weltuntergangsreihe von Roland Emmerich. Nach „Independence Day“ (1996) bildet er den zweiten großen Katastrophenfilm des Regisseurs, bevor Emmerich 2009 mit „2012″ erneut ein globales Weltuntergangsszenario inszenierte.

Der Film entwickelte sich weltweit zu einem der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres 2004. Mit einem Einspielergebnis von über 540 Millionen US-Dollar spielte er ein Vielfaches seines Produktionsbudgets von rund 125 Millionen US-Dollar ein. Auch in Deutschland erwies sich der Katastrophenfilm als großer Publikumserfolg und erreichte mehr als vier Millionen Kinobesucher.

Die spektakulären Katastrophenszenen – darunter gewaltige Stürme, Überflutungen und eine plötzlich einsetzende Eiszeit – gehörten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zu den aufwendigsten digitalen Effekten des Genres und trugen maßgeblich zum Erfolg des Films bei.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

Vizepräsident Becker: „Wollen Sie damit sagen, dass das mit den Wetteranomalien so weiter geht?“
Jack Hall: „Nein, es geht nicht so weiter, es wird schlimmer.“

Auszeichnungen:

  • BAFTA Film Award in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“
  • Jupiter Award in der Kategorie „Bester internationaler Film“
  • BMI Film Music Award


  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Bester Science-Fiction-Film“ und „Beste Spezialeffekte“
  • Nominierung für den Jupiter Award in der Kategorie „Bester internationaler Darsteller“ (Dennis Quaid)

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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