Heimkino-Filmkritik

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Strange Days

Strange Days


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Kathryn Bigelow

Besetzung: Ralph Fiennes (Lenny Nero), Angela Bassett (Mace), Juliette Lewis (Faith), Tom Sizemore (Max Peltier), Vincent D’Onofrio (Burton Steckler), Michael Wincott (Philo Gant), Glenn Plummer (Jeriko One), Wesley Snipes (Nebenrolle)

Produktion: James Cameron, Steven-Charles Jaffe

Drehbuch: James Cameron, Jay Cocks

Filmmusik: Graeme Revell

Kamera: Matthew F. Leonetti

Schnitt: Howard Smith

Story:

Im chaotischen Los Angeles kurz vor der Jahrtausendwende verdient der ehemalige Polizist Lenny Nero sein Geld mit illegalen Aufzeichnungen fremder Erinnerungen und Gefühle. Mithilfe spezieller Datenträger können Menschen die Erlebnisse anderer direkt miterleben – inklusive aller Emotionen und Sinneseindrücke. Während die Stadt zunehmend im Chaos aus Gewalt, Drogen und sozialen Spannungen versinkt, erhält Lenny plötzlich Aufnahmen, die auf ein brutales Verbrechen hindeuten. Gemeinsam mit seiner Freundin Mace versucht er, die Hintergründe aufzudecken. Dabei gerät Lenny immer tiefer in eine gefährliche Verschwörung aus Machtmissbrauch, Korruption und medialer Manipulation, während Realität, Erinnerung und virtuelle Erfahrung zunehmend miteinander verschwimmen.


Heimkino-Filmkritik:

Wahnsinnig guter Science-Fiction-Thriller, der, aufbauend auf einer tollen Grundidee, eine atemberaubende Endzeitatmosphäre erzeugt. Starke Darsteller, insbesondere Ralph Fiennes und Juliette Lewis, ausgefeilte Dialoge sowie die spannende und intelligent erzählte Geschichte sorgen für ungemein kurzweilige Unterhaltung. Regisseurin Kathryn Bigelow gelang hier, in Zusammenarbeit mit James Cameron, ein fesselndes Stück Kino, das seinerzeit leider nur wenig Beachtung fand. Der finale Showdown wartet zudem noch mit einer überraschenden Wendung auf. – „Strange Days“ ist einer der besten Science-Fiction-Thriller überhaupt.

Zusatzinfos:

Grundidee und Drehbuch des Films stammen von James Cameron, der von 1989 bis 1991 mit Regisseurin Kathryn Bigelow verheiratet war.

Trotz hoher Erwartungen scheiterte der Film damals an den Kinokassen. So spiele „Strange Days“ weniger als 8 Millionen US-Dollar ein und galt als schweres finanzielles Desaster. Für Kathryn Bigelow bedeutete das zunächst einen deutlichen Karriereknick. Erst sieben Jahre später kehrte sie mit „K-19: Showdown in der Tiefe“ auf den Regiestuhl zurück.

Mit den Jahren änderte sich die Wahrnehmung des Films jedoch stark. Heute gilt „Strange Days“ unter vielen Science-Fiction-Fans als visionär, stilistisch einzigartig und einer der spannendsten Cyberpunk-Filme der 1990er-Jahre.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Paranoia – das heißt doch nur, die Wirklichkeit realistischer zu sehen als andere.“

Auszeichnungen:

  • Saturn Awards in den Kategorien „Beste Regie“ (Kathryn Bigelow) und „Beste Hauptdarstellerin“ (Angela Bassett)

  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Bester Science-Fiction-Film“, „Bester Hauptdarsteller“ (Ralph Fiennes) und „Bestes Drehbuch“
  • Nominierung für den CFCA Award in der Kategorie „Beste Kamera“

Soundtrack

Trailer

Bewertung


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