Heimkino-Filmkritik

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Sin City

Sin City


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Robert Rodriguez, Frank Miller

Besetzung: Bruce Willis (Hartigan), Mickey Rourke (Marv), Jessica Alba (Nancy Callahan), Clive Owen (Dwight), Nick Stahl (Roark jr. / Yellow Bastard), Powers Boothe (Senator Roark), Rutger Hauer (Kardinal Roark), Elijah Wood (Kevin), Rosario Dawson (Gail), Benicio del Toro (Jackie Boy), Jaime King (Goldie/Wendy), Brittany Murphy (Shelley), Michael Madsen (Bob), Michael Clarke Duncan (Manute), Josh Hartnett (The Salesman), Alexis Bledel (Becky)

Produktion: Elizabeth Avellan

Drehbuch: Frank Miller

Buchvorlage: Frank Miller

Filmmusik: Robert Rodriguez, John Debney, Graeme Revell

Kamera: Robert Rodriguez

Schnitt: Robert Rodriguez

Story:

Sin City ist ein Ort, an dem Korruption, Gewalt und Verbrechen den Alltag bestimmen. In den dunklen Straßen der Stadt kämpfen gebrochene Helden, skrupellose Gangster und korrupte Figuren um Macht, Rache und Gerechtigkeit. Als der raubeinige Marv neben der Leiche der einzigen Frau erwacht, die ihm jemals Zuneigung gezeigt hat, macht er sich auf die Suche nach ihrem Mörder. Sein kompromissloser Rachefeldzug führt ihn tief in die Abgründe einer Stadt, in der das Leben wenig zählt und die Wahrheit oft tödlich ist. Gleichzeitig versucht der alternde Polizist Hartigan, ein junges Mädchen vor einem einflussreichen und gefährlichen Gewaltverbrecher zu schützen, während Privatdetektiv Dwight zwischen rivalisierende Gruppen und tödliche Intrigen gerät.


Heimkino-Filmkritik:

Die Comic-Verfilmung „Sin City“ ist eine Zusammenarbeit dreier Regisseure (Quentin Tarantino war für eine kleine Sequenz als Gast-Regisseur verantwortlich), die für ihre Extravaganz bekannt sind. So ist auch „Sin City“ ein bemerkenswertes Werk, fernab der üblichen Hollywoodkost. Größtenteils in außergewöhnlicher Schwarz-Weiß-Optik gehalten, betonen einige wenige Farben nur gelegentlich bestimmte Gegenstände. Die stilisierten Gewaltdarstellungen und die Atmosphäre, die direkt den Comics von Frank Miller entsprungen zu sein scheint, begeistern nicht nur Cineasten. Mit tollen Bildern, die mitunter ein sehr surreales Bild der Stadt entwerfen, und einem klasse Cast, der bis in die kleinsten Nebenrolle großartig ausgewählt ist, gelingt dem Regie-Trio ein kurzweiliger, innovativer und stellenweise äußerst brutaler Episodenfilm um Macht, Korruption, Sex und Rache.

Zusatzinfos:

„Sin City“ basiert auf der gleichnamigen Comicreihe von Frank Miller. Dabei lieferten insbesondere die Bände „The Hard Goodbye“ (Marv), „The Big Fat Kill“ (Dwight) und „That Yellow Bastard“ (Hartigan) die Vorlage. Viele Einstellungen des Films wurden direkt aus den Comics übernommen. Teilweise wurden ganze Panels nahezu bildgenau nachgestellt, weshalb der Film oft als eine der werkgetreuesten Comicverfilmungen überhaupt bezeichnet wird.

Regisseur Robert Rodriguez war derart überzeugt davon, dass Frank Miller maßgeblich am Film beteiligt sein sollte, dass er ihn offiziell als Co-Regisseur verpflichtete. Dafür trat Rodriguez sogar vorübergehend aus der Directors Guild of America aus, da die Gewerkschaft eine zusätzliche Regienennung ursprünglich nicht zulassen wollte.

Regisseur Robert Rodriguez holte seinen Freund Quentin Tarantino als „Special Guest Director“ an Bord. Tarantino inszenierte eine kurze Szene des Films und erhielt dafür symbolisch eine Gage von einem US-Dollar. Er zeichnet sich für die Sequenz zwischen Dwight und Jackie Boy im Auto verantwortlich, wird aber aufgrund seines geringen Einflusses nicht offiziell als Regisseur des Films geführt.

Der Film wurde fast vollständig vor Greenscreens gedreht. Viele Hintergründe, Gebäude und Stadtansichten entstanden erst in der digitalen Nachbearbeitung. Diese Arbeitsweise war 2005 noch vergleichsweise ungewöhnlich und trug entscheidend zum einzigartigen Look des Films bei.

2014 erschien mit „Sin City 2 – A Dame to Kill For“ eine Fortsetzung der Geschichte.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Der Schalldämpfer macht den Schuss zu einem Flüstern.“

Auszeichnungen:

  • Saturn Awards in den Kategorien „Bester Film – Action/Abenteuer/Thriller“ und „Bester Nebendarsteller“ (Mickey Rourke)

  • Nominierung für die Goldene Palme als „Bester Film“ bei den Filmfestspielen von Cannes
  • Nominierungen für den Empire Award in den Kategorien „Bester Film“ und „Bester Thriller“
  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Beste Nebendarstellerin“ (Jessica Alba) und „Bestes Make-Up“
  • Nominierungen für den Satellite Award in den Kategorien „Bester Nebendarsteller – Drama“ (Mickey Rourke), „Beste Original-Musik“, „Beste Kamera“, „Beste visuelle Effekte“, „Bester Schnitt“, „Bester Toneffektschnitt“ und „Bestes Szenenbild“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung


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