Heimkino-Filmkritik

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Scarface

Scarface

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170 Minuten

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Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Brian De Palma

Besetzung: Al Pacino (Tony Montana), Michelle Pfeiffer (Elvira), Steven Bauer (Manny Ray), Mary Elizabeth Mastrantonio (Gina), Robert Loggia (Frank Lopez), Miriam Colon (Mama Montana), F. Murray Abraham (Omar), Paul Shenar (Alejandro Sosa), Harris Yulin (Mel Bernstein)

Produktion: Martin Bregman, Peter Saphier

Drehbuch: Oliver Stone, nach dem Originaldrehbuch von Ben Hecht

Filmmusik: Giorgio Moroder

Kamera: John A. Alonzo

Schnitt: Jerry Greenberg, David Ray

Story:

Der kubanische Flüchtling Tony Montana kommt 1980 nach Miami und beginnt dort ein neues Leben. Schon bald gerät er in die Welt des Drogenhandels und arbeitet sich mit Ehrgeiz und Rücksichtslosigkeit nach oben. Unter dem Einfluss mächtiger Hintermänner steigt Tony schnell zu einem der bedeutendsten Akteure im Geschäft auf. Er bringt sogar seinen eigenen Boss um, dem er zu mächtig geworden war und heiratet dessen Frau. Doch mit wachsendem Erfolg nehmen auch sein Misstrauen und Größenwahn zu. Als er zunehmend die Kontrolle verliert, gerät er ins Visier seiner eigenen Partner …


Heimkino-Filmkritik:

Paraderolle für Al Pacino, der sich in der Rolle des kriminellen Einwanderers Tony Montana in bravouröser Form präsentiert. „Scarface“ übertrifft sogar das gleichnamige Original von 1932. So gelingt ein toll erzähltes Gangsterepos im Stil von „Der Pate“, das trotz seiner Länge nie Langeweile aufkommen lässt. Regisseur Brian De Palma demonstriert sein herausragendes Gespür für die Figuren sowie den Handlungsfaden, und das Drehbuch – geschrieben übrigens von keinem geringeren als Oliver Stone – glänzt außerdem mit tollen Dialogen. Kurzweilig, intelligent, brutal – einfach ein Kultfilm, an dem sich noch heutige Gangsterfilme messen lassen müssen. Die meisten halten diesem Vergleich jedoch nicht Stand.

Zusatzinfos:

Der Film ist das Remake von Howard Hawks‘ Gangsterfilm-Klassiker „Scarface“ aus dem Jahre 1932. Drehbuchautor Oliver Stone verlegt die Handlung jedoch aus dem Chicago der 1920er Jahre in die 1980er Jahre Floridas.

Der deutsche Alternativtitel des Films lautet „Scarface – Toni, das Narbengesicht“.

Neben der ungekürzten 170-Minuten-Version des Films, existiert auch eine leicht gekürzte und eine um etwa 20 Minuten gekürzte Version. Letztere ist bereits ab 16 Jahren freigegeben.

Nach seiner Veröffentlichung 1983 war der Film aufgrund seiner exzessiven Gewaltdarstellungen lange umstritten.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Ich sage immer die Wahrheit, sogar wenn ich lüge!“ (Tony Montana)

Auszeichnungen:

  • Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien „Bester Hauptdarsteller – Drama“ (Al Pacino), „Bester Nebendarsteller“ (Steven Bauer) und „Beste Original-Musik“
  • Nominierung für den Golden Reel Award in der Kategorie „Bester Toneffektschnitt“

Der Film erhielt einige weitere Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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