Romper Stomper

Romper Stomper


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Geoffrey Wright

Besetzung: Russell Crowe (Hando), Daniel Pollock (Davey), Jacqueline McKenzie (Gabe), Alex Scott (Martin), Leigh Russell (Sonny Jim), Dan Wyllie (Cackles), James McKenna (Bubs), Eric Mueck (Champ)

Produktion: Ian Pringle, Daniel Scharf

Drehbuch: Geoffrey Wright

Filmmusik: John Clifford White

Kamera: Ron Hagen

Schnitt: Bill Murphy

Story:

In Melbourne verbreitet eine Gruppe gewaltbereiter Neonazi-Skinheads unter der Führung des skrupellosen Hando Angst und Schrecken. Ihr Hass richtet sich insbesondere gegen vietnamesische Einwanderer, die sie mit brutalen Übergriffen aus ihrem Viertel vertreiben wollen. Als die junge Gabe, die vor ihrer schwierigen familiären Vergangenheit flieht, Anschluss an die Gruppe findet, beginnt sie eine Beziehung mit Hando. Doch bald entwickelt sich auch zwischen ihr und dessen zurückhaltenderem Freund Davey eine besondere Nähe. Während die Auseinandersetzungen mit den vietnamesischen Jugendlichen eskalieren, wachsen innerhalb der Skinhead-Gruppe die Spannungen …


Heimkino-Filmkritik:

Der australische Film „Romper Stomper“ bietet einen intensiven und authentisch wirkenden Einblick in die Welt der Skinheads. Dabei werden die Gewalttaten nicht glorifiziert, sondern schonungslos und abschreckend dargestellt. Die im Verlauf der Handlung entstehende Spirale der Gewalt wirkt jederzeit glaubhaft und dadurch umso erschreckender. Darsteller (insbesondere Russell Crowe in einer seiner ersten Hauptrollen) und Kameraarbeit befinden sich auf sehr hohem Niveau. Eine temporeiche und spannende Milieuschilderung, die zwar in ihrer Darstellung wenig kritisch erscheinen mag, aber gerade durch ihre unkommentierte Haltung zum Nachdenken anregt und letztendlich jede Form von Rassismus anklagt.

Zusatzinfos:

„Romper Stomper“ wurde am 31. März 1994 aufgrund seiner Gewaltdarstellungen in Deutschland indiziert. Erst im Juli 2012 erfolgte die vorzeitige Streichung von der Liste jugendgefährdender Medien. Bei einer anschließenden Neuprüfung erhielt der Film erneut die Freigabe „Keine Jugendfreigabe“ (FSK 18). Im Dezember 2012 erschien „Romper Stomber“ dann in Deutschland erstmals auf Blu-ray. Die ursprünglich veröffentlichte deutsche Videokassette enthielt gegenüber der Originalfassung einige Kürzungen. Spätere DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen boten den Film dagegen weitgehend ungekürzt an. Allerdings wurden bei einzelnen deutschen Fassungen bestimmte Bildinhalte retuschiert.

Die Darstellung des gewalttätigen Skinhead-Anführers Hando gehörte zu Russell Crowes ersten großen Kinoerfolgen.

Regisseur und Drehbuchautor Geoffrey Wright ließ sich durch Medienberichte über rassistisch motivierte Übergriffe in Australien zu seinem Film inspirieren. Zur Vorbereitung beschäftigte er sich intensiv mit der Neonazi-Skinhead-Szene und führte Gespräche mit Angehörigen des Milieus.

Bei seiner Veröffentlichung löste „Romper Stomper“ heftige Diskussionen aus. Während einige Kritiker die schonungslose Darstellung rassistischer Gewalt als gesellschaftskritisch interpretierten, befürchteten andere eine mögliche Verherrlichung der dargestellten Neonazi-Szene. In Großbritannien kam es im Umfeld der Kinoaufführungen zu Protesten.

Daniel Pollock, der im Film Davey verkörpert, starb 1992 noch vor der australischen Kinopremiere durch Suizid.

2018 erschien eine australische Fernsehserie mit dem Titel „Romper Stomper“, die die Themen des Films in einem zeitgenössischen gesellschaftlichen Kontext aufgreift.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

Kein Zitat vorhanden.

Auszeichnungen:

  • AFI Awards in den Kategorien „Bester Hauptdarsteller“ (Russell Crowe), „Beste Original-Musik“ und „Bester Ton“

  • Nominierungen für den AFI Award in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (Geoffrey Wright), „Bester Nebendarsteller“ (Daniel Pollock), „Bestes Szenenbild“, „Beste Kostüme“ und „Bester Schnitt“

Der Film erhielt einzelne weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

Kein Soundtrack verfügbar.

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