Heimkino-Filmkritik

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Reservoir Dogs – Wilde Hunde

Reservoir Dogs


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Quentin Tarantino

Besetzung: Harvey Keitel (Mr. White), Tim Roth (Mr. Orange), Steve Buscemi (Mr. Pink), Michael Madsen (Mr. Blonde), Chris Penn (Nice Guy Eddie), Lawrence Tierney (Joe Cabot), Eddie Bunker (Mr. Blue), Randy Brooks (Holdaway), Quentin Tarantino (Mr. Brown)

Produktion: Lawrence Bender, Monte Hellman

Drehbuch: Quentin Tarantino

Filmmusik: Karyn Rachtman

Kamera: Andrzej Sekula

Schnitt: Sally Menke

Story:

Eine Gruppe professioneller Gangster wird von einem Auftraggeber für einen Juwelenraub zusammengestellt. Um ihre Identitäten zu schützen, kennen sie sich nur unter Codenamen und verfolgen gemeinsam einen scheinbar perfekt geplanten Coup. Doch der Überfall scheitert unerwartet, als plötzlich die Polizei auftaucht. Die Überlebenden des Schusswechsels treffen sich anschließend in einem Lagerhaus, wo schnell klar wird, dass der Plan verraten worden sein muss. Misstrauen und Spannungen nehmen zu, während die Gangster versuchen herauszufinden, wer von ihnen ein Informant ist – und die Situation droht zunehmend zu eskalieren.


Heimkino-Filmkritik:

„Reservoir Dogs“ – das Regiedebüt von Quentin Tarantino – weist schon viele Merkmale auf, die auch spätere Tarantino-Werke auszeichnen (u.a. „Pulp Fiction“): Tolle Charaktere, starke, rauhe Dialoge und eine nicht-lineare Erzählstruktur. Die intensive und brutale Folterszene im Mittelteil des Films zerrt an den Nerven und ist musikalisch kongenial untermalt. Sowieso ist der Soundtrack, der aus Hits der 1970er Jahre besteht, durchweg positiv zu bewerten. Nicht zu vergessen sei natürlich die Geschichte des Films, deren undurchsichtige Charaktere ein subtiles Spiel betreiben, das bis zum Ende spannend bleibt. – Skurill, böse, brutal und toll erzählt – ein frühes Meisterstück des Kultregisseurs und Pflichtprogramm für jeden Filmliebhaber.

Zusatzinfos:

„Reservoir Dogs“ ist das Regiedebüt von Quentin Tarantino und machte ihn schlagartig bekannt. Das Drehbuch schrieb er ursprünglich als Low-Budget-Projekt. Erst durch die Unterstützung von Schauspieler Harvey Keitel konnte der Film professionell umgesetzt werden. Dennoch war das Budget des Films recht gering.

Seine Premiere feierte der Film beim Sundance Filmfestival und entwickelte sich schnell zum Kultfilm.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Geh nicht weg, ich komme gleich wieder!“

Auszeichnungen:

  • Independent Spriti Award in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ (Steve Buscemi)
  • FIPRESCI Award beim Toronto International Film Festival
  • Saint Jordi Award in der Kategorie „Bester ausländischer Darsteller“ (Harvey Keitel)

  • Nominierung für den Großen Preis der Jury beim Sundance Film Festival
  • Nominierungen für den Independent Spirit Award in den Kategorien „Beste Regie“ (Quentin Tarantino) und „Bester Erstlingsfilm“

Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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