Room

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Lenny Abrahamson
Besetzung: Brie Larson (Joy "Ma" Newsome), Jacob Tremblay (Jack Newsome), Joan Allen (Nancy Newsome), William H. Macy (Robert Newsome), Sean Bridgers (Old Nick), Tom McCamus (Leo), Amanda Brugel (Officer Parker)
Produktion: David Gross, Ed Guiney
Drehbuch: Emma Donoghue
Buchvorlage: Emma Donoghue
Filmmusik: Stephen Rennicks
Kamera: Danny Cohen
Schnitt: Nathan Nugent
Story:
Für den fünfjährigen Jack besteht die ganze Welt aus einem einzigen Raum. Hier wurde er geboren, hier lebt er mit seiner Mutter und hier verbringt er jeden Tag seines Lebens. Was sich außerhalb der vier Wände befindet, kennt er nur aus Erzählungen und dem Fernsehen. Doch Jacks Mutter hält ein schreckliches Geheimnis verborgen: Sie wurde Jahre zuvor entführt und wird seitdem von ihrem Entführer gefangen gehalten. Trotz ihrer aussichtslosen Lage versucht sie, ihrem Sohn eine möglichst normale Kindheit zu ermöglichen und ihm Geborgenheit zu schenken. Als sich die Umstände ihrer Gefangenschaft zuspitzen, fasst sie einen riskanten Entschluss. Gemeinsam mit Jack wagt sie einen Plan, der ihre einzige Chance auf Freiheit sein könnte.
Heimkino-Filmkritik:
„Raum“ erzählt die bewegende Geschichte eines Jungen, der als Sohn eines Entführungsopfers geboren wird und seine ersten Lebensjahre eingesperrt in einem kleinen Raum verbringt. Die Geschichte ist herzergreifend und erschreckend, von den Darstellern grandios gespielt und toll erzählt. Die ersten etwa 45 Minuten spielen ausschließlich in dem titelgebenden Raum auf wenigen Quadratmetern, sodass der Zuschauer in die Gefühlswelt der Protagonisten eintauchen kann. In diesem ersten Teil ist „Raum“ ein kammerspielartiges Entführungsdrama, bei dem es aber weniger um die Entführung als solche geht, sondern vielmehr darum, wie man die Welt einem heranwachsenden kleinen Jungen erklärt. Im zweiten Teil entwickelt sich der Film dann zu einem intensiven Drama über die Folgen einer jahrelangen Gefangenschaft inkl. Presseterminen, Selbstzweifeln und psychologischen Auswirkungen. – Bewegendes und schockierendes Kinoerlebnis, das eindrucksvoll vom Überlebenswillen der jungen Mutter, der Liebe zu ihrem Sohn und der schwierigen Rückkehr in ein normales Leben nach Jahren der Isolation erzählt. Klasse!
Zusatzinfos:
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman der irisch-kanadischen Schriftstellerin Emma Donoghue. Die Autorin verfasste auch selbst das Drehbuch der Verfilmung, was vergleichsweise selten vorkommt. Dadurch blieb die Geschichte in Ton und Aussage sehr nah an ihrer literarischen Vorlage.
Zur Entstehung des Romans wurde Emma Donoghue unter anderem durch den Fall von Josef Fritzl inspiriert. Fritzl hielt seine Tochter über Jahrzehnte in einem selbst errichteten Kellerverlies gefangen. Donoghue übernahm jedoch nicht die konkreten Ereignisse, sondern nutzte den Fall als Ausgangspunkt für die Frage, wie ein Kind die Welt wahrnehmen würde, das nie etwas anderes als einen einzigen Raum kennengelernt hat.
Der Film trägt im Deutschen auch teilweise den verlängerten Titel „Raum – Liebe kennt keine Grenzen“.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„War es nicht schrecklich eng dort?“
„Hm hm, war nicht eng. Raum ging in jede Richtung, bis ans Ende und wieder zurück. Und Ma war immer da!“
Auszeichnungen:
1 Oscar:
Bester Hauptdarstellerin (Brie Larson)
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Trailer
Soundtrack
Zugeordnete Themen
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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.
Bewertung
Action: ★★☆☆☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★★☆
Humor: ★☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
85,05 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
86,04 %
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