Heimkino-Filmkritik

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Promising Young Woman

Promising Young Woman


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Emerald Fennell

Besetzung: Carey Mulligan (Cassie Thomas), Bo Burnham (Ryan Cooper), Alison Brie (Madison McPhee), Clancy Brown (Stanley Thomas), Jennifer Coolidge (Susan Thomas), Laverne Cox (Gail), Chris Lowell (Al Monroe), Connie Britton (Dekanin Elizabeth Walker), Alfred Molina (Jordan Green)

Produktion: Emerald Fennell, Margot Robbie, Tom Ackerley, Ben Browning, Ashley Fox, Josey McNamara, Fiona Walsh Heinz

Drehbuch: Emerald Fennell

Filmmusik: Anthony Willis

Kamera: Benjamin Kracun

Schnitt: Frédéric Thoraval

Story:

Cassie war einst eine vielversprechende Medizinstudentin, doch ein traumatisches Ereignis hat ihr Leben aus der Bahn geworfen. Sie lebt wieder bei ihren Eltern und arbeitet in einem Café, während sie nach außen hin ein unscheinbares, fast lethargisches Dasein führt. Nachts jedoch verfolgt sie einen ungewöhnlichen Plan: In Bars gibt sie sich als stark betrunkene Frau aus, um Männer anzulocken, die ihre vermeintliche Hilflosigkeit ausnutzen wollen. In diesen Momenten konfrontiert sie sie mit ihrem Verhalten und zwingt sie, sich ihrer eigenen moralischen Abgründigkeit zu stellen. Als Cassie unerwartet auf einen Mann aus ihrer Vergangenheit trifft, gerät ihr sorgfältig aufgebautes Doppelleben ins Wanken. Alte Erinnerungen brechen auf, und ihr persönlicher Rachefeldzug nimmt eine neue, zunehmend drastische Wendung …


Heimkino-Filmkritik:

„Promising Young Woman“ klingt zunächst sehr vielversprechend, kommt jedoch anfangs nur schleppend in Gang. Dialoge und Darstellung wirken zu Beginn stellenweise etwas steif. Im weiteren Verlauf gewinnt der Film jedoch deutlich an Intensität und bietet schließlich einige wirklich starke Szenen. Auch wenn die Handlung zwischenzeitlich etwas vorhersehbar erscheint, hält das Finale noch eine überraschende Wendung bereit, die die anfängliche Zaghaftigkeit vergessen lässt. Insgesamt entwickelt sich „Promising Young Woman“ zu einer bitterbösen Thrillergroteske im Zuge der MeToo-Bewegung, die sich mit Themen wie Missbrauch, Emanzipation, Rache, Selbstbestimmung, der Rolle von Opfern und Tätern sowie gesellschaftlichen Strukturen auf kluge Weise auseinandersetzt und dabei geschickt mit den Erwartungen des Zuschauers spielt.

Zusatzinfos:

Der Film ist das Regiedebüt von Emerald Fennell, die zudem auch das Drehbuch verfasste.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Wer die Musik bezahlt, bestimmt die Melodie.“

Auszeichnungen:

1 Oscar:
Bestes Original-Drehbuch

  • BAFTA Film Awards in den Kategorien „Bestes Original-Drehbuch“ und „Bester britischer Film“
  • Europäischer Filmpreis in der Kategorie „Beste europäische Entdeckung“ (Emerald Fennell)

  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Hauptdarstellerin“ (Carey Mulligan), „Beste Regie“ (Emerald Fennell) und „Bester Schnitt“
  • Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film – Drama“, Bestes Drehbuch“, „Beste Hauptdarstellerin – Drama“ (Carey Mulligan) und „Beste Regie“ (Emerald Fennell)
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Schnitt“, „Beste Musik“ und „Bestes Casting“
  • Nominierung für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Beste europäische Hauptdarstellerin“ (Carey Mulligan)

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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