Heimkino-Filmkritik

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Predestination

Predestination


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Michael Spierig, Peter Spierig

Besetzung: Ethan Hawke (Barkeeper/Agent), Sarah Snook (unverheiratete Mutter), Noah Taylor (Mr. Robertson), Christopher Kirby (Mr. Miles), Christopher Sommers (Mr. Miller), Freya Stafford (Alice)

Produktion: Michael Spierig, Paddy McDonald, Tim McGahan

Drehbuch: Michael Spierig, Peter Spierig, nach der Erzählung "All You Zombies" von Robert A. Heinlein

Filmmusik: Peter Spierig

Kamera: Ben Nott

Schnitt: Matt Villa

Story:

Ein mysteriöser Mann namens John betritt eine Bar und verwickelt den Barkeeper in ein Gespräch. Mit dem Versprechen, die außergewöhnlichste Geschichte zu erzählen, die dieser je gehört hat, beginnt John von seiner Vergangenheit zu berichten – und überrascht gleich zu Beginn mit den Worten: „Als ich ein kleines Mädchen war …“ Was folgt, ist die bewegende und verstörende Lebensgeschichte einer Person, die einst als Jane aufwuchs, zahlreiche Schicksalsschläge erlitt und schließlich durch eine Geschlechtsumwandlung zu John wurde. Während John seine Erlebnisse schildert, erkennt der Barkeeper, dass mehr hinter dieser Begegnung steckt, als es zunächst scheint. Der Barkeeper selbst ist nämlich ein Zeitreise-Agent mit einer geheimen Mission… und zunehmend geraten beide in ein komplexes Geflecht aus Identität, Schicksal und Zeitparadoxien – mit Konsequenzen, die weit über das Vorstellbare hinausgehen.


Heimkino-Filmkritik:

Was im Prolog zunächst wie ein Zeitreise-Serienkiller-Thriller beginnt, entpuppt sich schnell als ruhig erzähltes Porträt eines Mannes, der in einer Bar seine außergewöhnliche Lebensgeschichte schildert. Dank der starken schauspielerischen Leistung – allen voran von Ethan Hawke und Sarah Snook – und der mysteriösen Inszenierung fesselt der Film jedoch von Beginn an. In der zweiten Hälfte kommt es schließlich zu den bereits im Trailer angedeuteten Sprüngen durch Raum und Zeit. Zunächst glaubt man als Zuschauer, die Zusammenhänge durchschaut zu haben, doch am Ende wartet noch ein überraschender und wirkungsvoller Clou. „Predestination“ ist weniger ein klassischer Thriller als vielmehr ein anspruchsvolles Science-Fiction-Zeitreise-Rätsel und psychologisches Kammerspiel, das über die gesamte Laufzeit hohe Aufmerksamkeit verlangt. Ein zweites Anschauen lohnt sicherlich.

Zusatzinfos:

Der Film basiert auf der Kurzgeschichte „All You Zombies“ von Robert A. Heinlein.

Die Deutsche Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat besonders wertvoll.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Verschiebe die Arbeit von morgen nicht auf gestern.“

Auszeichnungen:

Der Film erhielt einige Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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