Nikita

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Luc Besson
Besetzung: Anne Parillaud (Nikita), Jean-Hugues Anglade (Marco), Tchéky Karyo (Bob), Jeanne Moreau (Amande), Jean Reno (Victor), Jean Bouise (Botschafter), Philippe Leroy-Beaulieu (Grossman), Marc Duret (Rico)
Produktion: Luc Besson, Patrice Ledoux
Drehbuch: Luc Besson
Filmmusik: Eric Serra
Kamera: Thierry Arbogast
Schnitt: Olivier Mauffroy
Story:
Die drogenabhängige Jugendliche Nikita gerät nach einem missglückten Raubüberfall mit tödlichem Ausgang in die Hände der Justiz. Doch anstatt ihre Strafe anzutreten, erhält sie eine ungewöhnliche zweite Chance: Eine geheime Regierungsorganisation täuscht ihren Tod vor und stellt sie vor die Wahl, entweder für den Staat zu arbeiten oder tatsächlich zu sterben. Unter einer neuen Identität wird Nikita zu einer professionellen Agentin und Auftragskillerin ausgebildet. Während sie gefährliche Missionen erfüllt und nach außen ein scheinbar normales Leben führt, gerät sie zunehmend in einen Konflikt zwischen ihren Gefühlen und den Anforderungen ihres geheimen Doppellebens.
Heimkino-Filmkritik:
Vier Jahre vor „Léon – Der Profi“ schuf Luc Besson mit „Nikita“ bereits einen Film, der thematisch und stilistisch viele Parallelen zu seinem späteren Klassiker aufweist. Schon die furiose Eröffnungssequenz mit dem nächtlichen Überfall auf eine Apotheke ist große Klasse. Auch im weiteren Verlauf beweist Besson sein Gespür für prägnante Figuren, starke Dialoge und eine stimmige Bildsprache. Der kurze Auftritt von Jean Reno im letzten Filmdrittel erinnert dabei bereits deutlich an seine spätere Paraderolle als Léon. – „Nikita“ ist ein Kultfilm über eine Killerin wider Willen, die der Macht und Willkür des Staates ausgeliefert zu sein scheint. Der Wandel einer gewalttätigen Straftäterin zu einer professionellen Agentin wird glaubwürdig und stilvoll inszeniert – ein starkes und intensives Stück französischen Kinos und zugleich ein wichtiger Wegbereiter für Luc Bessons internationalen Durchbruch.
Zusatzinfos:
Obwohl „Nikita“ heute als moderner Klassiker des französischen Kinos gilt, blieb der internationale Erfolg zunächst aus. Während der Film in Frankreich mit rund 3,8 Millionen Kinobesuchern ein großer Publikumserfolg wurde, reagierten viele Kritiker anfangs noch zurückhaltend. Erst im Laufe der Jahre entwickelte sich „Nikita“ zu einem Kultfilm und gilt heute als einer der einflussreichsten europäischen Actionthriller der 1990er-Jahre.
Regisseur Luc Besson und Hauptdarstellerin Anne Parillaud waren während der Dreharbeiten ein Paar. Die Beziehung der beiden endete jedoch kurz nach der Premiere des Films.
Jean Reno ist im Film nur in einer Nebenrolle als kompromissloser Profikiller Victor zu sehen. Luc Besson war von seiner Darstellung jedoch so überzeugt, dass er ihm wenige Jahre später die eigens für ihn geschriebene Hauptrolle in „Léon – Der Profi“ anbot. Beide Figuren weisen dabei deutliche Parallelen auf. Das macht „Nikita“ im Nachhinein noch interessanter, weil man hier quasi den Ursprung einer der berühmtesten Filmfiguren Luc Bessons beobachten kann.
Der internationale Erfolg von „Nikita“ führte zu mehreren Neuinterpretationen. Bereits 1992 entstand mit „Codename: Nina“ ein US-Remake mit Bridget Fonda in der Hauptrolle. Von 1997 bis 2001 folgte die kanadische Fernsehserie „La Femme Nikita“, die es auf 96 Episoden brachte. 2010 startete schließlich eine weitere US-Serie mit dem Titel „Nikita“, die den Stoff erneut modern interpretierte.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Regel Nummer eins: Die erste Kammer bleibt frei.“
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Trailer
Soundtrack
Zugeordnete Themen
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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.
Bewertung
Action: ★★★★☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ★★☆☆☆
Herz: ★★★☆☆
Humor: ★☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
79,08 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
83,76 %
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