Natural Born Killers

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Oliver Stone
Besetzung: Woody Harrelson (Mickey Knox), Juliette Lewis (Mallory Knox), Robert Downey jr. (Wayne Gale), Tommy Lee Jones (Dwight McClusky), Tom Sizemore (Jack Scagnetti), Edie McClurg (Mallorys Mutter), Rodney Dangerfield (Mallorys Vater), Adrien Brody (Kameraassistent TV-Team)
Produktion: Rand Vossler, New Regency
Drehbuch: Oliver Stone, David Veloz, Richard Rutowski
Buchvorlage: Quentin Tarantino
Filmmusik: Brent Lewis
Kamera: Robert Richardson
Schnitt: Hank Corwin, Brian Berdan
Story:
Mickey und Mallory ziehen als brutales Killerpaar mordend durch die USA und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Durch die sensationsgierige Berichterstattung der Medien werden sie dabei zu landesweit bekannten Berühmtheiten stilisiert. Nach ihrer Festnahme versuchen ein skrupelloser TV-Journalist und ein ehrgeiziger Polizist, aus ihrer Geschichte Kapital zu schlagen. Doch während eines Interviews vor laufender Kamera eskaliert die Situation – und die Gewaltspirale erreicht einen neuen Höhepunkt.
Heimkino-Filmkritik:
„Natural Born Killers“ ist der einer der am kontroversesten diskutierte Film der 1990er Jahre. Oliver Stone inszenierte hier, nach einer Story von Quentin Tarantino, einen wahnsinnigen Mix aus unterschiedlichsten Genres und filmischen Stilmitteln: Actionfilm, Thriller, Road-Movie, Liebesfilm, Satire, Komödie, Zeichentrick, Reality-TV, Sitcom, Bild-in-Bild-Collagen, wackelige Handkamera, schnelle Schnitte, äußerste Brutalität, derbe Dialoge und fetzige Musik. Dass diese Mixtur dann auch noch einen pseudo-dokumentarischen Touch erhält, erhöht ihre radikale Wirkung. Gewaltverherrlichend und dennoch äußerst medienkritisch führt Stone seine beiden Protagonisten durch ein Feuwerwerk aus Sex & Crime. Filmtechnisch ist das Ganze brillant inszeniert. Zudem überzeugt neben den beiden Hauptdarstellern (Woody Harrelson und Juliette Lewis) auch noch Tommy Lee Jones als Gefängnisdirektor. – Surrealer, provokanter und vielschichtiger Bilderrausch, der höchst umstritten ist, aber in vielen Kreisen zurecht Kultstatus besitzt.
Zusatzinfos:
Die Ursprungsidee zu „Natural Born Killers“ stammt von Quentin Tarantino, der das Drehbuch ursprünglich selbst verfilmen wollte. Nachdem die Finanzierung zunächst scheiterte, realisierte er stattdessen „Reservoir Dogs„ und feierte damit sein Regiedebüt. Mit wachsendem Erfolg erhielt er später die Möglichkeit, doch noch Regie bei „Natural Born Killers“ zu führen, entschied sich jedoch dagegen, da er sich bereits anderen Projekten – insbesondere „Pulp Fiction“ – widmete. Schließlich übernahm Oliver Stone das Projekt, erwarb die Rechte und überarbeitete das Drehbuch umfassend. Während die Grundidee erhalten blieb, wurden vor allem Tonfall, Struktur und Dialoge stark verändert. Diese weitreichenden Änderungen führten zu Spannungen zwischen Stone und Tarantino. Letzterer wurde in den Credits dann nicht mehr als Drehbuchautor, sondern nur noch als Urheber der Story aufgeführt.
Bei seiner Veröffentlichung war der Film aufgrund des Vorwurfs der Gewaltverherrlichung stark umstritten.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Es gibt keinen Grund sich einzumischen, bloß weil meine Frau mit deinem Kumpel den Boden wischt.“ (Mickey Knox)
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Trailer
Bewertung
Action: ★★★★☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ★★★☆☆
Herz: ★★☆☆☆
Humor: ★★☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
79,44 %
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