Landraub

Landraub


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Kurt Langbein

Besetzung: —

Produktion: Kurt Langbein

Drehbuch: Kurt Langbein, Christian Brüser

Filmmusik: Thomas Kathriner

Kamera: Wolfgang Thaler, Attila Boa, Christian Roth

Schnitt: Andrea Wagner

Story:

Fruchtbare Böden sind eine der wichtigsten Lebensgrundlagen der Menschheit. Doch weltweit geraten immer größere landwirtschaftliche Flächen in den Besitz internationaler Konzerne und finanzstarker Investoren. Besonders in wirtschaftlich schwächeren Ländern werden riesige Landgebiete aufgekauft oder langfristig gepachtet, um dort gewinnbringend Nahrungsmittel, Futtermittel oder Energiepflanzen anzubauen. Es werden die wirtschaftlichen Hintergründe dieser Entwicklung beleuchtet und Menschen begleitet, deren Existenz durch großflächige Landgeschäfte bedroht ist. Dabei kommen sowohl Investoren als auch betroffene Kleinbauern zu Wort. Ihre gegensätzlichen Sichtweisen verdeutlichen, wie eng die globale Nahrungsmittelproduktion mit Fragen nach Eigentum, wirtschaftlicher Macht und sozialer Gerechtigkeit verknüpft ist.


Heimkino-Filmkritik:

Der österreichische Dokumentarfilm „Landraub“ gibt einen intensiven Einblick in den weltweiten Handel mit landwirtschaftlichen Flächen. Unternehmer und Investoren aus Industrieländern werden dabei Kleinbauern aus Schwellen- und Entwicklungsländern gegenübergestellt, wobei beide Seiten weitestgehend unkommentiert zu Wort kommen. So kann sich der Zuschauer ein eigenes Urteil bilden. Der Gegensatz zwischen den Menschen, die im Zuge des Land Grabbings ihre Lebensgrundlage verlieren, und den Orten des exzessiven Konsums, wie beispielsweise Dubai, wird eindrucksvoll dargestellt. Auch die Rolle europäischer Förderprogramme und staatlicher Entwicklungshilfsgelder wird kritisch thematisiert. Zudem betont der Film die hohe Bedeutung der Kleinbauern für die weltweite Ernährungssicherung. – „Landraub“ ist als Dokumentarfilm solide umgesetzt und liefert inhaltlich einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Thema Land Grabbing.

Zusatzinfos:

Für „Landraub“ reiste das Filmteam zwischen März und Oktober 2014 durch Europa, Afrika und Asien.

Regisseur Kurt Langbein arbeitete viele Jahre als Journalist und Dokumentarfilmer für den Österreichischen Rundfunk (ORF). Gemeinsam mit Christian Brüser entwickelte er das Konzept und schrieb das Drehbuch zu „Landraub“. Langbein übernahm außerdem die Produktion des Films.

„Landraub“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Rundfunk und wurde unter anderem durch das Österreichische Filminstitut gefördert.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Das Recht des Stärkeren ist kein Gesetz.“

Auszeichnungen:

  • Nominierung für den Golden Barge in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ beim Vukovar Film Festoval

Trailer

Soundtrack

Kein Soundtrack verfügbar.

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Bewertung

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