Heimkino-Filmkritik

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Good Bye, Lenin!

Good Bye, Lenin!


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Wolfgang Becker

Besetzung: Daniel Brühl (Alex Kerner), Katrin Sass (Alex' Mutter), Florian Lukas (Denis), Chulpan Khamatova (Lara), Maria Simon (Ariane), Alexander Beyer (Rainer), Burghart Klaußner (Alex' Vater), Michael Gwisdek (Klapprath), Christine Schorn (Frau Schäfer)

Produktion: Stefan Arndt

Drehbuch: Bernd Lichtenberg

Filmmusik: Yann Tiersen

Kamera: Martin Kukula

Schnitt: Peter R. Adam

Story:

Kurz vor dem Fall der Berliner Mauer erleidet die überzeugte Sozialistin Christiane Kerner einen Herzinfarkt und fällt ins Koma. Als sie Monate später wieder erwacht, hat sich die Welt um sie herum grundlegend verändert: Die Mauer ist gefallen und die DDR existiert nicht mehr. Da jede größere Aufregung für Christiane lebensgefährlich sein könnte, beschließen ihre Kinder Alex und Ariane, ihr die politischen Veränderungen zu verheimlichen. In der gemeinsamen Wohnung lässt Alex deshalb die DDR wiederauferstehen. Doch alte Lebensmittel und vertraute Produkte verschwinden zunehmend aus den Geschäften, westliche Werbung erobert das Stadtbild und die Veränderungen vor der Haustür lassen sich immer schwerer verbergen.


Heimkino-Filmkritik:

„Good Bye, Lenin!“ ist eine sehr gute deutsche Tragikomödie, die zur Zeit der Wende spielt und den gesellschaftlichen Umbruch jener Jahre mit viel Gespür und einem Augenzwinkern einfängt. Daniel Brühl überzeugt in der Rolle des Sohnes, der mit viel Einfallsreichtum eine Scheinwelt erschafft, um seine gesundheitlich angeschlagene Mutter zu schützen. Dabei nutzt der Film mitunter auch Originalaufnahmen. Die Geschichte wird kurzweilig erzählt und verbindet familiäre Tragik gekonnt mit Situationskomik und einem durchaus kritischen Blick auf die deutsch-deutsche Vergangenheit. Auch wenn dem Film gegen Ende ein wenig die Luft ausgeht, ist „Good Bye, Lenin!“ eine überaus amüsante und zugleich nachdenklich stimmende Auseinandersetzung mit der Wendezeit und ihren gesellschaftlichen Veränderungen.

Zusatzinfos:

Der Film wurde zur Berlinale 2003 uraufgeführt und hatte außerordentlichen Erfolg im In- und Ausland sowie auch beim Publikum und den Kritikern.

Die im Film dargestellten historischen Ereignisse bilden den realen Hintergrund, die Kerner-Familie und ihre Geschichte sind jedoch fiktiv.

Mit mehr als sechs Millionen Kinobesuchern allein in Deutschland entwickelte sich „Good Bye, Lenin!“ zu einem der größten deutschen Kinoerfolge seiner Zeit.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Der Wind der Veränderung blies bis in die Ruinen unserer Republik. Der Sommer kam und Berlin war der schönste Platz auf Erden. Wir hatten das Gefühl im Mittelpunkt der Welt zu stehn. Dort wo sich endlich was bewegte. Und wir bewegten uns mit.“ (Alex Kerner)

Auszeichnungen:

  • Deutscher Filmpreis in den Kategorien „Bester Spielfilm“, „Bester Hauptdarsteller“ (Daniel Brühl), „Bester Nebendarsteller“ (Florian Lukas), „Beste Regie“ (Wolfgang Becker), „Bester Schnitt“, „Bestes Szenenbild“, „Beste Filmmusik“, „Bester deutscher Film“ und „Bestes Drehbuch“
  • Europäischer Filmpreis in den Kategorien „Bester europäischer Film“, „Bester europäischer Darsteller“ (Daniel Brühl) und „Bestes europäisches Drehbuch“
  • Bambi in der Kategorie „Film – National“
  • Bayerischer Filmpreis in der Kategorie „Publikumspreis“
  • César Award in der Kategorie „Bester europäischer Film“
  • Goya in der Kategorie „Bester europäischer Film“
  • Blue Angel bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin
  • Goldene Leinwand


  • Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“
  • Nominierung für den BAFTA Film Award in der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“
  • Nominierung für den Goldenen Bären als „Bester Film“ bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin
  • Nominierungen für den Deutschen Filmpreis in den Kategorien „Beste Hauptdarstellerin“ (Katrin Sass) und „Beste Nebendarstellerin“ (Maria Simon)
  • Nominierungen für den Europäischen Filmpreis in den Kategorien „Beste europäische Darstellerin“ (Katrin Sass) und „Beste europäische Regie“ (Wolfgang Becker)

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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