Heimkino-Filmkritik

Kurze Filmkritiken und Empfehlungslisten

Flow

Straume


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Gints Zilbalodis

Besetzung: —

Produktion: Gints Zilbalodis, Ron Dyens, Matiss Kaza, Gregory Zalcman

Drehbuch: Gints Zilbalodis, Matiss Kaza

Filmmusik: Gints Zilbalodis, Rihards Zalupe

Kamera: –

Schnitt: Gints Zilbalodis

Story:

Die Welt einer kleinen schwarze Katze wird von einer gewaltigen Flut überschwemmt. Auf der Suche nach einem sicheren Ort rettet sie sich auf ein Segelboot, das nach und nach auch anderen Tieren als Zuflucht dient. Zu der ungewöhnlichen Gemeinschaft gehören unter anderem ein neugieriger Affe, ein freundlicher Hund, ein gemütliches Wasserschwein und ein wachsam wirkender Vogel. Während sie gemeinsam durch die überflutete Landschaft treiben, müssen die Tiere lernen, trotz ihrer unterschiedlichen Eigenschaften zusammenzuarbeiten, um sich in der veränderten Umgebung zurechtzufinden.


Heimkino-Filmkritik:

Die europäische Koproduktion „Flow“ stellt einen äußerst anspruchsvollen Animationsfilm dar. „Flow“ ist ein Film über Zusammenhalt, die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen und die Kraft und Faszination der Natur. Dabei besitzt der Film eine mysteriöse Ader und es ist auch mal wohltuend, Tiere in einem Animationsfilm zu sehen, die nicht sprechen können. So kommt „Flow“ gänzlich ohne Dialoge aus. Auch der Trickfilmstil ist äußerst innovativ und hebt sich wohltuend von modernenen Animationsfilmen á la Disney und Pixar ab. – Dennoch könnten insbesondere Kinder hier, aufgrund ihrer sonstigen Sehgewohnheiten, auch ein wenig gelangweilt werden, da das Tempo doch recht gemächlich ist und sich die tiefergehenden Botschaften dem jungen Publikum sicherlich nicht gänzlich erschließen werden. Für etwas reifere Zuschauer versteckt sich hier aber ein ruhiger, poetischer und visuell bemerkenswerter Animationsfilm.

Zusatzinfos:

Der lettische Originaltitel lautet „Straume“ und bedeutet übersetzt so viel wie „Strom“ oder „Strömung“.

Seine Weltpremiere feierte der Film bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.

Die Deutsche Film- und Medienberwertungsstelle in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“.

Eine Besonderheit des Films besteht darin, dass keine gesprochenen Dialoge verwendet werden. Die Geschichte wird ausschließlich über Bilder, Geräusche und die Interaktion der Tiere erzählt.

Die Animation entstand überwiegend mit der Open-Source-Software Blender, was für einen international erfolgreichen Animationsfilm eher ungewöhnlich ist.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

Auszeichnungen:

1 Oscar:
Bester Animationsfilm

  • Golden Globe in der Kategorie „Bester Animationsfilm“
  • Europäischer Filmpreis in der Kategorie „Bester Animationsfilm“
  • César in der Kategorie „Bester Animationsfilm“

  • Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester internationaler Film“
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Bester Animationsfilm“ und „Bester Kinder- und Familienfilm“
  • Nominierung für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Film“
  • Nominierung in der Reihe Un Certain Regard bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
  • Nominierung für den Goya in der Kategorie „Bester europäischer Film“
  • Nominierung für den Satellite Award in der Kategorie „Bester Film – Animated or Mixed Media“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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