Heimkino-Filmkritik

Kurze Filmkritiken und Empfehlungslisten

Der Herr der Ringe – Die Gefährten

The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring

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179 Minuten, 228 Minuten (Extended Edition)

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Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Peter Jackson

Besetzung: Elijah Wood (Frodo Beutlin), Ian McKellen (Gandalf), Liv Tyler (Arwen), Viggo Mortensen (Aragorn), Sean Astin (Samweis Gamdschie), Cate Blanchett (Galadriel), John Rhys-Davies (Gimli), Billy Boyd (Peregrin Tuk), Christopher Lee (Saruman), Ian Holm (Bilbo Beutlin), Sean Bean (Boromir), Hugo Weaving (Elrond), Orlando Bloom (Legolas Greenleaf), Andy Serkis (Gollum)

Produktion: Peter Jackson, Barrie M. Osborne, Tim Sanders, J.R.R. Tolkien

Drehbuch: Fran Walsh, Philippa Boyens

Buchvorlage: J.R.R. Tolkien

Filmmusik: Howard Shore, Jamie Selkrik

Kamera: Andrew Lesnie

Schnitt: John Gilbert, Grant Major

Story:

Der junge Hobbit Frodo Beutlin erhält von seinem Onkel Bilbo einen geheimnisvollen Ring. Schon bald stellt sich heraus, dass es sich dabei um den Einen Ring handelt, den der dunkle Herrscher Sauron einst erschaffen hat, um die Völker Mittelerdes zu unterwerfen. Sollte der Ring wieder in Saurons Hände gelangen, wäre die Zukunft Mittelerdes bedroht. Gemeinsam mit einigen Gefährten macht sich Frodo deshalb auf den gefährlichen Weg nach Mordor. Nur dort, im Feuer des Schicksalsberges, kann der Ring endgültig zerstört werden. Auf ihrer Reise muss sich die Gemeinschaft zahlreichen Gefahren und Saurons Schergen stellen. Doch auch innerhalb der Gruppe wächst die Bedrohung, denn die gewaltige Macht des Rings übt zunehmend Einfluss auf seine Träger und Begleiter aus.


Heimkino-Filmkritik:

Peter Jacksons „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ – der Auftakt der Saga nach Tolkiens gewaltigem Roman – ist ein monumentales Filmepos, das mit fantastischen Welten, großartigen Masken und bombastischen Bildern fasziniert. Die Extended Edition erhöht die Verständlichkeit der Geschichte auch für diejenigen, die das Buch nicht kennen (Achtung: Die längere Fassung ist erst ab 16 Jahren freigegeben). Die erste Stunde ist noch vergleichsweise ruhig erzählt, doch im weiteren Verlauf nehmen Tempo und Action deutlich zu und es kommt zu aufwendig inszenierten Kämpfen und spektakulären Actionszenen. Auch wenn „Die Gefährten“ einige wenige Längen beinhaltet, bietet dieser erste „Herr der Ringe“-Teil perfekt gemachtes Kino für die große Leinwand und den eindrucksvollen Beginn einer Reise, die als Buch längst Literaturgeschichte geschrieben hat.

Zusatzinfos:

J.R.R. Tolkiens monumentales Fantasywerk „Der Herr der Ringe“ galt lange Zeit als außerordentlich schwierig zu verfilmen. Bereits 1978 brachte Regisseur Ralph Bakshi eine animierte Adaption ins Kino, die jedoch nur ungefähr die erste Hälfte der Geschichte erzählte und nie die geplante Fortsetzung erhielt. Ende der 1990er-Jahre nahm sich schließlich der neuseeländische Regisseur und Tolkien-Verehrer Peter Jackson des Stoffes an. Nachdem das ursprünglich bei Miramax geplante Projekt dort nicht in der gewünschten Form realisiert werden konnte, fand Jackson mit New Line Cinema schließlich ein Studio, das das außergewöhnliche Wagnis einging, gleich drei Filme zu produzieren.

Eine Besonderheit der Produktion war, dass die drei Teile nicht nacheinander als eigenständige Projekte, sondern weitgehend gemeinsam hergestellt wurden. Die Hauptdreharbeiten begannen im Oktober 1999 und endeten erst im Dezember 2000. In den folgenden Jahren kehrten Darsteller und Crew für einzelne zusätzliche Aufnahmen zurück. Die Filme erschienen anschließend jeweils im Abstand von einem Jahr. 2012 erschien dann mit „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ der Beginn der Vorgeschichte, die ebenfalls als Trilogie angelegt wurde.

Gedreht wurde vollständig in Neuseeland, dessen abwechslungsreiche Landschaften als Kulisse für Mittelerde dienten. Die Studioarbeiten konzentrierten sich insbesondere auf Wellington und die dort ansässigen Produktionsstätten. Zahlreiche Landschaften wurden durch die Filme weltberühmt und lösten einen regelrechten „Herr der Ringe“-Tourismus aus. Einige Drehorte können bis heute besucht werden – besonders bekannt ist das für Hobbingen errichtete Hobbiton bei Matamata.

Die „Herr der Ringe“-Filme“:
2001: Der Herr der Ringe – Die Gefährten
2002: Der Herr der Ringe – Die zwei Türme
2003: Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs

Unterschiedliche Fassungen und Altersfreigabe:
Neben der rund 179 Minuten langen Kinofassung erschien später eine deutlich umfangreichere Extended Edition. Sie erweitert den Film um zahlreiche Szenen und kommt auf rund 228 Minuten, wobei hier allein der Abspann gut 20 Minuten einnimmt. Die zusätzlichen Szenen vertiefen insbesondere die Figuren, die Geschichte des Auenlandes und verschiedene Zusammenhänge der Reise. Die Altersfreigabe unterscheidet sich je nach Filmfassung: Während die Kinofassung in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben ist, erhielt die längere Extended Edition eine Freigabe ab 16 Jahren.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Selbst der Kleinste vermag den Lauf des Schicksals zu verändern.“

Auszeichnungen:

4 Oscars:
Beste Kamera
Beste visuelle Effekte
Bestes Make-Up
Beste Musik

  • Empire Awards in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Darsteller“ (Elijah Wood) und „Bestes Filmdebüt“ (Orlando Bloom)
  • BAFTA Film Awards in den Kategorien „Bester Film“, „Beste visuelle Effekte“, „Bestes Make-Up“, „Beste Regie“ (Peter Jackson) und „Publikumspreis“
  • Saturn Awards in den Kategorien „Beste Regie“ (Peter Jackson), „Bester Fantasyfilm“ und „Bester Nebendarsteller“ (Ian McKellen)
  • Grammy Award in der Kategorie „Bestes Soundtrack-Album“
  • MTV Movie Awards in den Kategorien „Bester Film“ und „Bester Durchbruch“ (Orlando Bloom)
  • Sierra Awards in den Kategorien „Beste Regie“ (Peter Jackson), „Beste Kamera“, „Beste Musik“, „Bester Song“ („May It Be“ von Enya), „Beste visuelle Effekte“ und „Bestes Kostümdesign“
  • Golden Satellite Awards in den Kategorien „Bester Film – Animated/Mixed Media“, „Bester Schnitt“ und „Bester Ton“

  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Nebendarsteller“ (Ian McKellen), „Beste Regie“ (Peter Jackson), „Beste Ausstattung“, „Beste Drehbuch-Adaption“, „Beste Kostüme“, „Bester Ton“, „Bester Schnitt“ und „Bester Song“ („May It Be“ von Enya)
  • Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film – Drama“, „Beste Regie“ (Peter Jackson), „Beste Original-Musik“ und „Bester Original-Song“ („May It Be“ von Enya)
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Bestes adaptiertes Drehbuch“, „Bester Hauptdarsteller“ (Ian McKellen), „Beste Kamera“, „Bestes Szenenbild“, „Beste Kostüme“, „Bester Schnitt“ und „Bester Ton“
  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Bestes Drehbuch“, „Beste Musik“, „Beste Kostüme“, „Bestes Make-Up“ und „Beste Spezialeffekte“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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