Heimkino-Filmkritik

Kurze Filmkritiken und Empfehlungslisten

Daylight

Daylight


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Rob Cohen

Besetzung: Sylvester Stallone (Kit Latura), Amy Brenneman (Madelyne Thompson), Viggo Mortensen (Roy Nord), Dan Hedaya (Frank Craft), Jay O. Sanders (Steve Crighton), Karen Young (Sarah Crighton), Claire Bloom (Eleanor Trilling), Vanessa Bell Calloway (Grace Calloway), Renoly Santiago (Mikey), Colin Fox (Roger Trilling)

Produktion: John Davis, Joseph M. Singer, David T. Friendly

Drehbuch: Leslie Bohem

Filmmusik: Randy Edelman

Kamera: David Eggby

Schnitt: Peter Amundson

Story:

Bei einer gewaltigen Explosion wird ein stark befahrener Straßentunnel unter dem Hudson River in New York schwer beschädigt. Zahlreiche Menschen sind im Inneren eingeschlossen und kämpfen ums Überleben, während sich Rauch, Feuer, einstürzende Tunnelteile und eindringendes Wasser zu einer immer größeren Bedrohung entwickeln. Der ehemalige Katastrophenschützer Kit Latura erkennt das Ausmaß der Situation und entschließt sich zu einem riskanten Rettungseinsatz. Obwohl ihn die Ereignisse seiner Vergangenheit belasten, versucht er, zu den Eingeschlossenen vorzudringen und sie aus dem zerstörten Tunnel zu befreien.


Heimkino-Filmkritik:

„Daylight“ ist ein geradliniger Katastrophenfilm aus der Hochphase des Genres Mitte der 1990er Jahre. Sylvester Stallone ist in der für ihn typischen Heldenrolle zu sehen und die actionreichen Szenen sind wirkungsvoll und spannend inszeniert. Die Figuren bleiben jedoch überwiegend stereotype und eindimensionale Charaktere, sodass dem Film kein höherer erzählerischer Anspruch zugrunde liegt. Stattdessen konzentriert sich „Daylight“ fast vollständig auf die dramatischen Ereignisse im Tunnel. Positiv hervorzuheben ist dabei die Idee, eine Gruppe völlig fremder Menschen im gemeinsamen Überlebenskampf zusammenzuführen. Die Art und Weise, wie sich diese Gemeinschaft entwickelt, wirkt angesichts der Extremsituation allerdings nicht immer glaubwürdig. Wie sich ein Tunnel-Katastrophenfilm ähnlich packend, aber deutlich realistischer inszenieren lässt, zeigen sowohl der südkoreanische Film „Tunnel“ (2016), als auch der norwegische Film „The Tunnel – Die Todesfalle“ aus dem Jahr 2019.

Zusatzinfos:

Für die Dreharbeiten zu „Daylight“ wurden in den Cinecittà-Studios in Rom riesige Tunnelkulissen errichtet. Zahlreiche Sequenzen entstanden nicht in einem echten Straßentunnel, sondern in aufwendig konstruierten Sets, die kontrolliert geflutet, zum Einsturz gebracht oder in Brand gesetzt werden konnten. Dadurch ließen sich die spektakulären Katastrophenszenen besonders realistisch umsetzen.

Obwohl „Daylight“ eine fiktive Geschichte erzählt, basiert die Grundidee auf realen Sicherheitsbedenken rund um Straßentunnel. In den 1990er-Jahren rückten Themen wie Tunnelbrände, Rauchentwicklung und Evakuierung zunehmend in den Fokus von Experten. Nach der Veröffentlichung des Films führten mehrere schwere Tunnelunglücke in Europa – darunter der Brand im Mont-Blanc-Tunnel im Jahr 1999 – eindrucksvoll vor Augen, wie realistisch einige der gezeigten Gefahren tatsächlich waren.

Auch der Tunnel im Film ist fiktiv, orientiert sich aber deutlich am Holland Tunnel, der Manhattan mit New Jersey verbindet. Der Name wurde bewusst geändert, um keine reale Anlage direkt mit einer Katastrophe zu verbinden.

Mit einem Produktionsbudget von rund 80 Millionen US-Dollar gehörte „Daylight“ zu den teuersten Katastrophenfilmen seiner Zeit. Weltweit spielte der Film mehr als 159 Millionen US-Dollar ein und entwickelte sich insbesondere außerhalb Nordamerikas zu einem kommerziellen Erfolg.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Der Tunnel ist eine Arterie, die Stadt blutet!“

Auszeichnungen:

  • Golden Reel Award in der Kategorie „Bester Toneffektschnitt“

  • Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester Toneffektschnitt“

Der Film erhielt einzelne weitere Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.

Bewertung

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