Heimkino-Filmkritik

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Das Verhör

Garde à vue


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Claude Miller

Besetzung: Lino Ventura (Inspektor Gallien), Michel Serrault (Maître Martinaud), Romy Schneider (Chantal Martinaud), Guy Marchand (Inspektor Belmont), Elsa Lunghini (Camille), Jean-Claude Penchenat (Hauptkommissar), Pierre Maguelon (Inspektor Adami), Annie Miller (Camilles Mutter)

Produktion: Georges Dancigers, Alexandre Mnouchkine

Drehbuch: Claude Miller, Jean Herman, Michel Audiard

Buchvorlage: John Wainwright

Filmmusik: Georges Delerue

Kamera: Bruno Nuytten

Schnitt: Albert Jurgenson

Story:

An einem kalten Silvesterabend wird der angesehene Notar Jérôme Martinaud zu einem Polizeiverhör gebeten. Die Ermittler untersuchen den Mord an zwei jungen Mädchen, und Martinaud gerät zunehmend ins Zentrum der Nachforschungen. Was zunächst wie eine routinemäßige Befragung wirkt, entwickelt sich nach und nach zu einem intensiven psychologischen Duell zwischen dem erfahrenen Inspektor Gallien und dem selbstsicheren Notar. Während die Nacht voranschreitet, geraten Aussagen ins Wanken und immer neue Zweifel entstehen.


Heimkino-Filmkritik:

„Das Verhör“ ist in der ersten Hälfte ein herausragend inszeniertes Krimi-Kammerspiel, das von der Charakterzeichnung, den Darstellerleistungen und der Stimmung im räumlich begrenzten Verhörzimmer lebt. Doch nicht nur der Raum ist begrenzt, sondern auch die Zeit. So spielt der Film im Laufe einer Nacht und wirkt beinahe wie in Echtzeit dargestellt. Insbesondere die Hauptdarsteller Lino Ventura und Michel Serrault wissen mit ihrem intensiven Spiel zu überzeugen. In der zweiten Hälfte bleibt der Film zwar erzählerisch interessant, verflacht aber auch ein bisschen, da dem Verhör nun nur noch wenige neue Aspekte abzugewinnen sind. Zwischen Misstrauen, Schuldfragen und persönlichen Abgründen entfaltet Regisseur Claude Miller einen insgesamt spannenden Kriminalfilm, in dem Wahrheit und Täuschung immer schwerer voneinander zu unterscheiden sind.

Zusatzinfos:

„Das Verhör“ basiert auf dem britischen Roman „Brainwash“ von John Wainwright.

Der Film gilt heute als einer der wichtigsten und einflussreichsten französischen Kriminalfilme der 1980er Jahre.

Der englischsprachige Titel des Films lautet „The Inquisitor“.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Eine Frau, die Blumen liebt, tötet man nicht.“ (Inspektor Gallien)

Auszeichnungen:

  • Césars in den Kategorien „Bester Hauptdarsteller“ (Michel Serrault), „Bester Nebendarsteller“ (Guy Marchand), „Bestes Drehbuch“ und „Bester Schnitt“

  • Nominierungen für den César in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (Claude Miller), „Beste Kamera“ und „Bester Ton“

Der Film erhielt einzelne weitere Auszeichnungen und Noninierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Kein Soundtrack verfügbar.

Trailer

Bewertung


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