Clerks

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Kevin Smith
Besetzung: Brian O’Halloran (Dante Hicks), Jeff Anderson (Randal Graves), Marilyn Ghigliotti (Veronica), Lisa Spoonauer (Caitlin), Jason Mewes (Jay), Kevin Smith (Silent Bob)
Produktion: Kevin Smith, Scott Mosier
Drehbuch: Kevin Smith
Filmmusik: Scott Angley
Kamera: David Klein
Schnitt: Kevin Smith, Scott Mosier
Story:
Dante tritt widerwillig seine Schicht in einem kleinen Gemischtwarenladen in einer Vorstadt von New Jersey an. Während er sich mit unterschiedlichsten Kunden und alltäglichen Problemen herumschlägt, verbringt sein Freund Randal den Arbeitstag eher gelangweilt in der benachbarten Videothek. Im Laufe des Tages geraten die beiden immer wieder in absurde und skurrile Situationen, ausgelöst durch eigenwillige Kunden, spontane Einfälle und ungewöhnliche Zwischenfälle. Zwischen bissigen Gesprächen über Beziehungen, Filme und das Leben im Allgemeinen entwickelt sich ein Einblick in den chaotischen Alltag der beiden Freunde.
Heimkino-Filmkritik:
„Clerks – Die Ladenhüter“ ist das Regiedebüt von Kevin Smith, mit dem er zugleich seine späteren Kultfiguren Jay und Silent Bob etablierte – Letzterer wird von Smith selbst gespielt, hier allerdings noch in einer vergleichsweise kleinen Nebenrolle. Der komplett in Schwarzweiß gedrehte Film lebt vor allem von seinen pointierten Dialogen und den liebevoll ausgearbeiteten Alltagssituationen. Obwohl sich die Handlung größtenteils auf einen einzigen Tag und einen sehr begrenzten Schauplatz konzentriert, wirkt der Film durch seine vielen Begegnungen fast wie ein Episodenfilm, in dem verschiedene Figuren und kleine Handlungsstränge aufeinandertreffen. Insgesamt bleibt ein experimenteller Independent-Film, der weniger durch eine spannende Geschichte als vielmehr durch Wortwitz, schräge Einfälle und eigenwillige Charaktere unterhält – was jedoch sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen dürfte.
Zusatzinfos:
Der Film ist das Regiedebüt des damals erst 24-jährigen Kevin Smith. Er finanzierte den Film größtenteils selbst. Das Budget betrug nur etwa 27.000 US-Dollar. Um das Geld aufzubringen, verkaufte Smith unter anderem einen Teil seiner Comic-Sammlung.
„Clerks“ ist zudem einer der ganz wenigen Filme, bei denen die Musikrechte mehr Geld gekostet haben, als die Produktion des gesamten Films. So sind im Soundtrack z. B. Songs von Soul Asylum, Bad Religion und Alice in Chains zu hören.
Gedreht wurde nachts in dem echten Lebensmittelgeschäft, in dem Kevin Smith damals arbeitete. Deshalb erklärt sich auch ein Detail im Film: Die Rollläden des Ladens bleiben geschlossen und ein Schild erklärt, sie seien „kaputt“. In Wirklichkeit durfte das Geschäft nachts nicht offen wirken, weil der Laden tagsüber regulär betrieben wurde.
Mit dem Film führte Kevin Smith auch die Figuren Jay und Silent Bob ein. Diese tauchen später in mehreren weiteren Filmen auf und verbinden sie zu einem gemeinsamen Filmuniversum, den so genannten „New-Jersey-Filmen“.
Seinerzeit wurde die Low-Budget-Produktion nicht ins Deutsche synchronisiert. Erst mit der Aufnahme in das Programm von Netflix entstand im Jahr 2014 eine deutsche Synchronbearbeitung.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Du bist eine Gefahr – für Tote und Lebende.“ (Dante Hicks)
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einige weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Trailer
Bewertung
Action: ★☆☆☆☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ★☆☆☆☆
Herz: ★★☆☆☆
Humor: ★★★☆☆
Spannung: ★☆☆☆☆
Meine Wertung:
7/10
Gesamtwertung:
75,92 %
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