Nuovo Cinema Paradiso

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Giuseppe Tornatore
Besetzung: Philippe Noiret (Alfredo), Jacques Perrin (Salvatore), Salvatore Cascio (Salvatore als Kind), Marco Leonardi (Salvatore als Jugendlicher), Antonella Attili (Salvatores Mutter), Enzo Cannavale (Spaccafico), Isa Danieli (Anna), Leo Gullotta (Platzanweiser)
Produktion: Franco Cristaldi
Drehbuch: Giuseppe Tornatore
Filmmusik: Ennio Morricone, Andrea Morricone
Kamera: Blasco Giurato
Schnitt: Mario Morra
Story:
Als der erfolgreiche Filmregisseur Salvatore von seinem alten Freund Alfredo erfährt, werden Erinnerungen an seine Kindheit in einem kleinen sizilianischen Dorf wach. Dort verbrachte er als Junge, den alle nur Toto nannten, jede freie Minute im örtlichen Kino „Cinema Paradiso“. Besonders der eigenwillige Filmvorführer Alfredo wurde für ihn zu einer wichtigen Bezugsperson. Trotz anfänglicher Widerstände entwickelte sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft, durch die Toto nicht nur die Geheimnisse der Filmvorführung kennenlernte, sondern auch seine lebenslange Leidenschaft für das Kino entdeckte. Viele Jahre später führt ihn Alfredos Tod gedanklich zurück an den Ort, an dem alles begann …
Heimkino-Filmkritik:
„Cinema Paradiso“ entfacht die Begeisterung fürs Kino auch beim Zuschauer. Der italienisch-französische Klassiker ist wunderschön erzählt und fängt die Atmosphäre einer italienischen Kleinstadt stimmungsvoll ein. Die musikalische Untermalung stammt von keinem Geringeren als Altmeister Ennio Morricone und unterstreicht hervorragend die Stimmung des Films. Dabei ist „Cinema Paradiso“ auch ein Film über die Vergänglichkeit, die hier sinnbildlich am Beispiel des titelgebenden Kinos verdeutlicht wird. Im Hinblick auf den zunehmenden Niedergang traditioneller Kinos war der Film seiner Zeit vielleicht sogar ein Stück weit voraus. Mit Alfredo und Toto besitzt die Geschichte zudem zwei Sympathieträger, von denen einem insbesondere der junge Toto schnell ans Herz wächst. Am Ende hat man das Gefühl, zwei Stunden lang in Totos Welt eingetaucht zu sein. So, als sei man gemeinsam mit ihm groß geworden und erinnere sich nun an seine eigene Kindheit. Und dieses Gefühl allein zeugt schon von der großen Erzählkunst von „Cinema Paradiso“.
Zusatzinfos:
Die Dreharbeiten fanden überwiegend auf Sizilien statt. Als zentraler Schauplatz diente die Gemeinde Palazzo Adriano in der Provinz Palermo. Der dortige Marktplatz wurde für den Film zum Mittelpunkt des fiktiven Ortes Giancaldo.
Die Filmmusik stammt von Ennio Morricone, der zu den bedeutendsten Filmkomponisten aller Zeiten zählt. Auch sein Sohn Andrea Morricone wirkte an der Musik mit.
Die ursprüngliche italienische Kinofassung war rund 155 Minuten lang und zunächst kein kommerzieller Erfolg. Daraufhin wurde der Film erheblich gekürzt. Die international veröffentlichte Fassung von rund 120 Minuten entwickelte sich schließlich zu einem großen Erfolg. Neben der bekannten Kinofassung existiert ein rund 173 Minuten langer Director’s Cut, der 2002 erneut veröffentlicht wurde. Diese längere Version vertieft insbesondere die Geschichte von Salvatore und seiner Jugendliebe Elena und setzt dadurch andere erzählerische Schwerpunkte.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Das Leben ist nicht so, wie Du es auf dem Kino kennst. Das Leben ist viel schwieriger.“ (Alfredo)
Auszeichnungen:
1 Oscar:
Bester fremdsprachiger Film
Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.
Bewertung
Action: ★☆☆☆☆
Anspruch: ★★★★☆
Erotik: ★☆☆☆☆
Herz: ★★★★☆
Humor: ★★☆☆☆
Spannung: ★★☆☆☆
Externe Wertung:
87,18 %
Meine Wertung:
9/10
Gesamtwertung:
87,74 %
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