Battle for Haditha

Filmposter via TMDb (themoviedb.org)
Cast & Crew:
Regie: Nick Broomfield
Besetzung: Elliot Ruiz (Cpl. Ramirez), Yasmine Hanani (Hiba), Matthew Knoll (Cpl. Matthews), Thomas Hennessy (Doc), Eric Mehalacopoulos (Sgt. Ross), Siham Rashid (Asma), Falah Flayeh (Ahmad), Nathan de la Cruz (Cpl. Marcus), Andrew McLaren (Capt. Sampson), Vernon Gaines (Lcpl. Sosa), Danny Martinez (Lcpl. Santos)
Produktion: Nick Broomfield, Anna Telford
Drehbuch: Nick Broomfield, Anna Telford, Marc Hoeferlin
Filmmusik: Nick Laird-Clowes
Kamera: Mark Wolf
Schnitt: Stuart Gazzard, Ash Jenkins
Story:
Im vom Krieg gezeichneten Irak geraten amerikanische Soldaten, irakische Zivilisten und Aufständische immer tiefer in einen Kreislauf aus Gewalt und Vergeltung. Nachdem ein US-Marine bei einem Bombenanschlag getötet wird, eskaliert die Situation in der Stadt Haditha dramatisch. Die folgenden Ereignisse führen zu einer brutalen Vergeltungsaktion, bei der zahlreiche unschuldige Zivilisten ums Leben kommen.
Heimkino-Filmkritik:
Der britische Antikriegsfilm zeigt schonungslos die Sinnlosigkeit des Kampfes aus verschiedenen Perspektiven (Soldaten, Einwohnern und Widerstandkämpfern) wodurch ein differenziertes Bild der Ereignisse entsteht. Dabei nimmt Regisseur Nick Broomfield eine stark amerikakritische Haltung ein, die das Wirken westlicher Truppen im Irak kritisch beleuchtet, aber ebenso auch die psychologische Belastung junger amerikanischer Marines einbezieht, für die der Krieg teils als „Abenteuerspielplatz“ zu dienen scheint. Mit dokumentarischem Touch inszeniert, kommen auch die Einheimischen zu Wort, die die Terroristen nicht verraten wollen, da sie fürchten müssen, dann von diesen umgebracht zu werden, so aber von den Amerikanern als Komplizen des Terrornetzwerks eingestuft werden. In dieser Thematik gelingt es dem Film auf eindringliche Art und Weise zu zeigen, dass sich nicht in jedem irakischen Haus Terroristen verschanzt haben, die individuelle Unterscheidung im Kampf jedoch häufig auf der Strecke zu bleiben scheint. Der Zuschauer fühlt mehr mit der hilflosen unschuldigen irakischen Bevölkerung mit, als mit den Amerikanern, die durch ein Bombenattentat angegriffen werden. Broomfield zeigt, wie Angst, Wut und Misstrauen die Gewalt immer weiter antreiben und dass Gewalt immer wieder eine Quelle für neue Gewalt darstellt. Aus diesem Teufelskreis scheint es kein entkommen geben, wenn man nicht auch die Beweggründe der Attentäter hinterfragt. Mit dokumentarischer Nüchternheit zeichnet der Film so ein beklemmendes Bild der moralischen und menschlichen Folgen des Kriegs. – Mutiger Beitrag zum Irakkrieg, der die gewohnt westliche Sichtweise und Berichterstattung intelligent hinterfragt und zu wandeln versucht. Ein Film, der lange nachhallt.
Zusatzinfos:
Der Film basiert auf den realen Ereignissen von Haditha im Irak. Dort kamen am 19. November 2005 nach einem Bombenanschlag auf einen US-Militärkonvoi zahlreiche irakische Zivilisten durch eine anschließende Vergeltungsaktion amerikanischer Marines ums Leben. Der Vorfall sorgte international für große Kontroversen und intensive Diskussionen über das Verhalten der US-Streitkräfte im Irakkrieg. Die Ereignisse wurden später durch Medienberichte und Ermittlungen weltweit bekannt.
Der Film lief nicht in den deutschen Kinos, sondern wurde hierzulande direkt auf DVD veröffentlicht.
Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Das war das schöne Haditha. Der Ort, den alle gern besucht haben, um sich zu erholen. Nun ist es eine Stadt des Todes.“
Auszeichnungen:
Der Film erhielt einzelne weitere Auszeichnungen internationaler Filmpreise.
Soundtrack
Kein Soundtrack verfügbar.
Trailer
Bewertung
Action: ★★★★☆
Anspruch: ★★★☆☆
Erotik: ☆☆☆☆☆
Herz: ★★★★☆
Humor: ☆☆☆☆☆
Spannung: ★★★★☆
Externe Wertung:
69,23 %
Meine Wertung:
8/10
Gesamtwertung:
76,38 %
Ähnliche Filme*
*Ausgenommen Filme der selben Filmreihe und Remakes.
© Heimkino-Filmkritik 2026