Heimkino-Filmkritik

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Apocalypse Now

Apocalypse Now

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147 Minuten, 181 Minuten (Final Cut), 196 Minuten (Redux)

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Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Francis Ford Coppola

Besetzung: Martin Sheen (Captain Benjamin L. Willard), Marlon Brando (Colonel Walter E. Kurtz), Robert Duvall (Lieutenant Colonel Bill Kilgore), Dennis Hopper (Fotograf), Frederic Forrest (Jay "Chef" Hicks), Samuel Bottoms (Lance B. Johnson), Laurence Fishburne (Tyrone "Clean" Miller), Albert Hall (Chief Phillips), Harrison Ford (Colonel Lucas), Glenn Walken (Lieutenant Carlsen)

Produktion: Francis Ford Coppola

Drehbuch: Francis Ford Coppola, John Milius

Buchvorlage: Joseph Conrad

Filmmusik: Francis Ford Coppola, Carmine Coppola

Kamera: Vittorio Storaro

Schnitt: Richard Marks, Walter Murch (Redux)

Story:

Während des Vietnamkriegs erhält ein US-Captain den geheimen Auftrag, einen abtrünnigen Offizier aufzuspüren und zu töten, der sich tief im Dschungel verschanzt hat und dort eine eigene Machtstruktur aufgebaut hat. Gemeinsam mit einer kleinen Besatzung begibt er sich auf eine gefährliche Reise flussaufwärts, die ihn immer tiefer in die Schrecken und Absurditäten des Krieges führt. Mit jeder Etappe verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn zunehmend. Am Ziel angekommen, steht er schließlich dem geheimnisvollen Colonel gegenüber – und muss sich nicht nur seiner Mission, sondern auch den eigenen moralischen Abgründen stellen.


Heimkino-Filmkritik:

Regisseur Francis Ford Coppola schuf mit „Apocalypse Now“ einen Meilenstein des Genres, den er mit der neueren Schnittversion „Redux“ (2001) noch optimierte. Die intensiv dargebotene Perversität des Krieges jagd dem Zuschauer immer wieder Schauer über den Rücken. Die Geschichte wird dabei nie vernachlässigt, sondern genial und fesselnd erzählt. Untermalt mit einem tollen Soundtrack und bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt, hat „Apocalypse Now“ bis heute nichts von seinen Qualitäten eingebüßt. Viele Szenen bleiben dauerhaft im Gedächtnis. – Eindringliches Meisterwerk, das Diskussionen provoziert.

Zusatzinfos:

Buchvorlage:
Der Film beruht auf dem Roman „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad.

Dreharbeiten:
Die Dreharbeiten fanden überwiegend im Dschungel der Philippinen statt und waren von erheblichen Schwierigkeiten geprägt. Mehrfach wurden aufwendige Kulissen durch Tropenstürme beschädigt oder zerstört. Zudem erlitt Hauptdarsteller Martin Sheen während der Produktion einen Herzinfarkt. Die Dreharbeiten dauerten am Ende 16 Monate und die Produktionskosten überstiegen den anvisierten Betrag um mehr als das Doppelte.

Dokumentation:
Die Entstehung des Films wurde von Coppolas Frau, Eleanor Coppola, begleitet, die umfangreiches Filmmaterial aufzeichnete. Dieses Material bildete die Grundlage für die Dokumentation „Hearts of Darkness: A Filmmaker’s Apocalypse“, die einen detaillierten Einblick in die schwierigen Dreharbeiten gibt. Zusätzlich veröffentlichte sie ein begleitendes Buch, in dem sie den Entstehungsprozess aus persönlicher Perspektive schildert – einschließlich der kreativen Herausforderungen und zwischenmenschlichen Spannungen während der Produktion.

Apocalypse Now Redux:
Im Jahr 2001 erschien mit „Apocalypse Now Redux“ eine von Francis Ford Coppola überarbeitete und um etwa 50 Minuten verlängerte Schnittfassung. Diese Version ergänzt den Film um umfangreiches zusätzliches Material, darunter eine Begegnung mit gestrandeten Playmates und eine Episode auf einer französischen Plantage. Das Ziel dieser Fassung war es, Coppolas ursprüngliche Vision umfassender darzustellen.

Apocalypse Now – Final Cut:
2019 wurde dann noch der „Final Cut“ veröffentlicht, der eine Balance zwischen Original- und Redux-Version darstellt.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Einen Mann an so einem Ort wegen Mordes anzuklagen, ist wie eine Verwarnung wegen überhöhter Geschwindigkeit bei einem Autorennen.“ (Captain Benjamin L. Willard)

Auszeichnungen:

2 Oscars:
Beste Kamera
Bester Ton

  • Golden Globes in den Kategorien „Beste Regie“ (Francis Ford Coppola), „Bester Nebendarsteller“ (Robert Duvall) und „Beste Original-Musik“
  • Goldene Palme als „Bester Film“ und FIPRESCI-Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
  • BAFTA Film Awards in den Kategorien „Beste Regie“ (Francis Ford Coppola) und „Bester Nebendarsteller“ (Robert Duvall)
  • Goldene Leinwand


  • Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie „Bester Film – Drama“
  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (Francis Ford Coppola), „Bester Nebendarsteller“ (Robert Duvall), „Beste Ausstattung“, „Bester Schnitt“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“ (Martin Sheen), „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“, „Beste Ausstattung“, „Bester Soundtrack“ und „Beste Filmmusik“
  • Nominierung für den César in der Kategorie „Bester ausländischer Film“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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