Heimkino-Filmkritik

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Anora

Anora

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140 Minuten

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Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Sean Baker

Besetzung: Mikey Madison (Ani), Mark Eydelshteyn (Iwan), Yura Borisov (Igor), Karren Karagulian (Toros), Vache Tovmasyan (Garnick), Ivy Wolk (Crystal), Darya Ekamasova (Galina), Aleksey Serebryakov (Nikolaj)

Produktion: Sean Baker, Alex Coco, Samantha Quan

Drehbuch: Sean Baker

Filmmusik: Matthew Hearon-Smith

Kamera: Drew Daniels

Schnitt: Sean Baker

Story:

Anora, eine selbstbewusste junge Stripperin aus Brooklyn, sieht ihre Chance auf ein neues Leben, als sie den äußerst wohlhabenden Iwan kennenlernt und ihn kurzerhand in Las Vegas heiratet. Doch das unerwartete Glück gerät ins Wanken, als Iwans einflussreiche Familie von der Ehe erfährt und nach New York reist. Während ihre Zukunft auf dem Spiel steht, wird Anora mit den Konsequenzen ihrer impulsiven Entscheidung konfrontiert.


Heimkino-Filmkritik:

„Anora“ beginnt mit einer intensiven und überzeugenden Einführung seiner beiden Hauptfiguren. Das Kennenlernen, die ersten Annäherungen im Stripclub sowie die darauffolgenden privaten Treffen sind filmisch stark erzählt und hervorragend gespielt. Dabei erreicht der Film eine hohe emotionale Intensität, die den Zuschauer die Gefühle und Hoffnungen der Figuren unmittelbar miterleben lässt. Nach etwa einer Stunde wandelt sich der Film jedoch deutlich: Aus dem zunächst flott erzählten Liebesreigen einer ungewöhnlichen Beziehung wird zunehmend ein spannender Thriller mit Gangsterelementen, in dem die Suche nach dem plötzlich flüchtigen Ehemann in den Mittelpunkt rückt. Diese gemeinsame nächtliche Suche wird dabei sehr authentisch inszeniert. Die Kamera bleibt nah an den Protagonisten, wodurch Stimmung und steigende Anspannung glaubhaft und eindringlich vermittelt werden. Als herausragend ist insbesondere die Leistung von Hauptdarstellerin Mikey Madison zu bewerten, deren intensives Spiel maßgeblich dazu beiträgt, den Wandel der verliebten Stripperin zum beinahe in Ohnmacht und Hilflosigkeit verfallenen Opfer glaubbhaft zu vermitteln.

Zusatzinfos:

Hauptdarstellerin Mikey Madison war zuvor nur aus Nebenrollen bekannt. Mit „Anora“ gelang ihr der Durchbruch.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Diese Ehe ist nicht legal. Wir lassen sie annulieren. Du hast nichts zu sagen.“

Auszeichnungen:

5 Oscars:
Bester Film
Beste Regie (Sean Baker)
Beste Hauptdarstellerin (Mikey Madison)
Bestes Original-Drehbuch
Bester Schnitt

  • Goldene Palme als „Bester Film“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes
  • BAFTA Film Awards in den Kategorien „Bestes Casting“ und „Beste Hauptdarstellerin“ (Mikey Madison)
  • Satellite Award in der Kategorie „Bester Film – Komödie/Musical“

  • Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ (Yura Borisov)
  • Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien „Bester Film – Musical/Komödie“, „Beste Hauptdarstellerin – Musical/Komödie“ (Mikey Madison), „Beste Regie“ (Sean Baker), „Bestes Drehbuch“ und „Bester Nebendarsteller“ (Yura Borisov)
  • Nominierungen für den BAFTA Film Award in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (Sean Baker), „Bester Nebendarsteller“ (Yura Borisov), „Bestes Original-Drehbuch“ und „Bester Schnitt“
  • Nominierungen für den Satellite Award in den Kategorien „Beste Regie“ (Sean Baker), „Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical“ (Mikey Madison), „Bester Schnitt“, „Bester Nebendarsteller“ (Yura Borisov) und „Bestes Original-Drehbuch“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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