Heimkino-Filmkritik

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12 Years a Slave

12 Years a Slave


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Steve McQueen

Besetzung: Chiwetel Ejiofor (Solomon Northup), Michael Fassbender (Edwin Epps), Lupita Nyong’o (Patsey), Brad Pitt (Samuel Bass), Paul Giamatti (Theophilus Freeman), Paul Dano (John Tibeats), Garret Dillahunt (Armsby)

Produktion: Steve McQueen, Brad Pitt, Dede Gardner, Anthony Katagas

Drehbuch: John Ridley

Buchvorlage: Solomon Northup

Filmmusik: Hans Zimmer

Kamera: Sean Bobbitt

Schnitt: Joe Walker

Story:

Mitte des 19. Jahrhunderts lebt der Afroamerikaner Solomon Northup als Musiker im Bundesstaat New York. Er ist ein freier Mann. Durch eine Täuschung gerät er jedoch in die Hände von Menschenhändlern und wird in den Süden der USA verschleppt. Dort wird er als Sklave verkauft und ist fortan gezwungen, unter brutalen Bedingungen auf Plantagen zu arbeiten. Über Jahre hinweg kämpft er ums Überleben und versucht, seine Freiheit zurückzuerlangen.


Heimkino-Filmkritik:

Intensives Drama nach wahren Begebenheiten, das durch starke Darsteller und die herzergreifende Geschichte fesselt. Die Ausweglosigkeit der Sklaven wird deutlich und einige Folterszenen gehen im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. Die teils sehr langen Kameraeinstellungen verstärken den authentischen Gesamteindruck des Films – der Zuschauer wird zum Beobachter der Geschehnisse auf der Plantage. So werden ungemein eindringlich die Grausamkeit der Sklaverei und der unermüdliche Wille, sich aus dieser Lage zu befreien, erfahrbar gemacht. „12 Years a Slave“ ist großartig gespielt, toll bebildert und emotional erzählt. Das ist herausragendes Kino, das lange nachwirkt!

Zusatzinfos:

Der Film beruht tatsächlich auf wahren Begebenheiten. Solomon Northup schrieb auf, was ihm passiert ist. Seine Autobiographie, die die Vorlage für diesen Film lieferte, erschien 1853.

Obwohl die Sklaverei erst 1865 offiziell abgeschafft wurde, war die Einfuhr von Sklaven schon seit 1808 rechtswidrig. Das Verbot wurde jedoch im Süden der USA kaum beachtet, da man auf den Plantagen auch weiterhin frische Arbeitskräfte benötigte. Also verschleppte man zunehmend Afroamerikaner aus den Nordstaaten in den Süden.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Ich will nicht überleben… ich will leben.“ (Solomon Northup)

Auszeichnungen:

3 Oscars:
Bester Film
Beste Nebendarstellerin (Lupita Nyong’o)
Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Golden Globe in der Kategorie „Bester Film – Drama“
  • BAFTA Film Awards in den Kategorien „Bester Film“ und „Bester Hauptdarsteller“ (Chiwetel Ejiofor)
  • Satellite Awards in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“ (Steve McQueen)
  • Sierra Awards in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ (Steve McQueen), „Beste Nebendarstellerin“ (Lupita Nyong’o), „Bestes Kostümdesign“ und „Beste Musik“

  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Beste Regie“ (Steve McQueen), „Bester Hauptdarsteller“ (Chiwetel Ejiofor), „Bester Nebendarsteller“ (Michael Fassbender), „Bestes Kostümdesign“, „Bestes Szenenbild“ und „Bester Schnitt“
  • Golden-Globe-Nominierungen in den Kategorien „Beste Regie“ (Steve McQueen), „Bester Hauptdarsteller“ (Chiwetel Ejiofor), „Bester Nebendarsteller“ (Michael Fassbender), „Beste Nebendarstellerin“ (Lupita Nyong’o), „Bestes Drehbuch“ und „Beste Filmmusik“
  • Nominierung für den César in der Kategorie „Bester ausländischer Film“

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Soundtrack

Trailer

Bewertung

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