Children of Men

Children of Men


Filmposter via TMDb (themoviedb.org)

Cast & Crew:

Regie: Alfonso Cuarón

Besetzung: Clive Owen (Theodore Faron), Julianne Moore (Julian Taylor), Michael Caine (Jasper Palmer), Chiwetel Ejiofor (Luke), Charlie Hunnam (Patrick), Claire-Hope Ashitey (Kee), Pam Ferris (Miriam), Danny Huston (Nigel)

Produktion: Marc Abraham, Eric Newman, Hilary Shor, Iain Smith, Tony Smith

Drehbuch: Alfonso Cuarón, Timothy J. Sexton, Mark Fergus, Hawk Ostby, David Arata

Buchvorlage: P. D. James

Filmmusik: John Tavener

Kamera: Emmanuel Lubezki

Schnitt: Alfonso Cuarón, Alex Rodríguez

Story:

Im Jahr 2027 steht die Menschheit vor einer ungewissen Zukunft: Seit 18 Jahren wurde kein Kind mehr geboren, und die Ursache für die weltweite Unfruchtbarkeit ist unbekannt. Während zahlreiche Staaten im Chaos versunken sind, hat sich Großbritannien zu einem zunehmend autoritären Staat entwickelt, der mit aller Härte gegen die vielen Flüchtlinge vorgeht. Gewalt, Terroranschläge und gesellschaftliche Spannungen bestimmen den Alltag. In dieser trostlosen Welt führt der desillusionierte Theo Faron ein weitgehend zurückgezogenes Leben. Als seine ehemalige Lebensgefährtin Julian, die einer Widerstandsgruppe angehört, ihn um Hilfe bittet, gerät er jedoch in eine gefährliche Mission. Er soll die junge Flüchtlingsfrau Kee außer Landes bringen, die ein unglaubliches Geheimnis birgt: Sie ist schwanger und damit die erste Frau seit vielen Jahren, die ein Kind erwartet.


Heimkino-Filmkritik:

„Children of Men“ bietet eine dystopische Endzeitvision mit vielen tollen Einfällen, die dem Zuschauer die dargestellte Situation auf beklemmend glaubwürdige Weise vermittelt. Der Film besticht durch seine spannend inszenierte Geschichte und die beeindruckenden, langen Einstellungen von Kameramann Emmanuel Lubezki. In einer Szene wird beispielsweise eine actionreiche Autofahrt in einer scheinbar schnittlosen, gut vierminütigen Einstellung gezeigt, die kameratechnisch beeindruckend umgesetzt ist. Der inszenatorische Aufwand, der für diese und viele weitere ähnlich lange Takes notwendig war, muss gigantisch gewesen sein. „Children of Men“ reißt den Zuschauer mithilfe dieses Kamerastils mitten hinein in die Zukunft des Jahres 2027. Unterstützt wird die atemberaubende Atmosphäre durch tolle Musikstücke, eindrucksvolle Locations und hervorragend abgestimmte Hintergrundgeräusche. – Eindrucksvolles Science-Fiction-Kino mit Anspruch.

Zusatzinfos:

Der Film basiert auf dem 1992 erschienenen Roman „The Children of Men“ der britischen Schriftstellerin P. D. James, der in Deutschland unter dem Titel „Die Stadt der leeren Häuser“ veröffentlicht wurde. Alfonso Cuaróns Verfilmung übernimmt die zentrale Idee einer Menschheit, die keine Kinder mehr bekommen kann, weicht in Handlung, Figuren und gesellschaftspolitischer Ausgestaltung jedoch teilweise deutlich von der Romanvorlage ab.

Besonders berühmt wurde der Film für seine scheinbar schnittlosen Plansequenzen. Für den Überfall auf das Auto wurde ein speziell konstruiertes Kamerasystem verwendet: Die Kamera konnte durch eine Öffnung im Dach in das Fahrzeug hineinragen und sich zwischen den Darstellern bewegen, während Mitglieder des Teams auf Plattformen an Vorder- und Rückseite des Autos arbeiteten. Auch die lange Kampfsequenz gegen Ende des Films wurde so inszeniert, dass der Zuschauer Theo scheinbar ohne Unterbrechung durch das Kampfgebiet begleitet. Tatsächlich wurden bei solchen Sequenzen versteckte digitale Übergänge eingesetzt.

Finanziell floppte der Film. Bei einem Budget von rund 76 Millionen US-Dollar, spielte der Film weltweit nur etwa 70,6 Millionen US-Dollar ein.

Mein Lieblingszitat aus dem Film:

„Human Project – warum glauben Leute diesen Scheiß? Selbst wenn es diese Leute gäbe und ihre geheimen Einrichtungen, die sie haben sollen … selbst wenn sie ein Mittel gegen die Unfruchtbarkeit entdeckt hätten, es spielt keine Rolle. Zu spät. Die Welt ist sowieso im Arsch. Und weißt du was? Es war schon zu spät, bevor das mit der Unfruchtbarkeit passiert ist, verflucht nochmal.“ (Theodore Faron)

Auszeichnungen:

  • Saturn Award in der Kategorie „Bester Science-Fiction-Film“
  • BAFTA Film Awards in den Kategorien „Beste Kamera“ und „Bestes Szenenbild“
  • Golden Osella in der Kategorie „Bester technischer Beitrag“ und Laterna Magica Prize für Alfonso Cuarón bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig
  • Sierra Award in der Kategorie „Beste Kamera“

  • Oscar-Nominierungen in den Kategorien „Beste Kamera“, „Bester Schnitt“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“
  • Nominierung für den Goldenen Löwen als „Bester Film“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig
  • Nominierung für den BAFTA Film Award in der Kategorie „Beste visuelle Effekte“
  • Nominierungen für den Saturn Award in den Kategorien „Bester Hauptdarsteller“ (Clive Owen) und „Beste Regie“ (Alfonso Cuarón)

Der Film erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen und Nominierungen internationaler Filmpreise.

Trailer

Soundtrack

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